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Latest NEWS zuletzt aktualisiert: 04.05.2014                                   Saisonplanung ist online: Saison 2014                                                                                 aktuelle Fotos gibts ==> hier

 Saalhausen 2014 oder wer spielt mit mir im Schlamm ?

Bester Deutscher auf Platz 4 beim 1. Lauf der KMC-MTB-Bundesliga

 

 Foto: Ralf Kortüm (Vielen Dank!)

Wenn Schlammpackungen gesund sind, dann habe ich an diesem Wochenende echt gesund gelebt. Am Samstag ging es zunächst bei der Deutschen Meisterschaft im MTB-Eliminator Sprint (XCE) im sauerländischen Lennestadt-Saalhausen rund, am Sonntag durfte die Elite der deutschen MTB-Sportler dann gemeinsam mit vielen Gästen aus dem umliegenden Ausland beim ersten Lauf zur KMC-Bundesliga die Strecke der nächstjährigen Cross-Country-Meisterschaft testen. Samstag also die kurze Schlammpackung. Eliminator Sprint heißt das Format und bedeutet, dass alle Starter erst eine gezeitete Runde auf dem 850 Meter langen (oder kurzen) Parcours fahren müssen, bevor die besten 32 dann in die Finalläufe kommen. In diesen qualifizieren sich dann jeweils die besten zwei von 4 Fahrern für die nächste Runde, bis im Finale der Sieger ausgefahren wird. In der Qualifikation lief es für mich und die Verhältnisse gut. Als 16. qualifizierte ich mich sicher fürs Achtelfinale und dank der mittlerweile zum Acker umgepflügten Wiese hatte ich trotz nur 1:42 min Fahrzeit keine saubere Stelle mehr am Körper. Nach dem Saubermachen ging es dann ins Achtelfinale, das nun über 2 Runden gefahren wurde. Einmal Saalhausen mit doppelt Schlamm, bitte. Ich hielt mich am Start zurück und ging als Vierter ins Rennen. Als mir dann aber s der Dreck von vorne nur so um die Ohren flog, wollte ich auch mal mit Schlamm werfen und fuhr eingangs der zweiten Runden auf Platz 3 vor. Platz 2, der für den Einzug ins Viertelfinale gereicht hätte, lag unmittelbar vor mir, doch leider ergab sich bis zum Ziel keine Überholmöglichkeit mehr. Ich schied aus und verzichtete so auf die weiteren Fangobehandlungen der nächsten Runden. Auf Platz 19 wurde ich gewertet, was angesichts der Verhältnisse doch o.K  war. Am Sonntag hatte der Wetterdoktor uns dann Fango XXL verordnet. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte, war die Strecke für den Auftakt zur KMC-Bundesliga teilweise knöcheltief. Offenbar hatte sich die Heilwirkung des Schlamms auch herum gesprochen, denn wir Deutschen waren nun nicht mehr unter uns, sondern auch zahlreiche Belgier, Niederländer, Schweden, Israelis und sogar Australier kamen extra zur Fango-Behandlung nach Saalhausen. Die flüssige Konsistenz des Schlamms wurde während des Rennens durch rhythmische Regenschauer sichergestellt, der starke Wind sorgte gleichzeitig dafür, dass der Schlamm auf Mensch und Maschine unmittelbar trocknete und sich so Schicht für Schicht der "gesunden" Masse bilden konnte.Für die beweglichen Teile eine Härteprüfung vom Feinsten. Ich kam gut ins Rennen; von Startplatz 9 fuhr ich im ersten Steilanstieg gleich nach vorne und reihte mich hinter zwei Belgiern ein. Die für die Strecke in Saalhausen charakteristischen Steilanstiege selektierten von Beginn an das Feld und während wir vorne noch fahren konnten, mussten viele Fahrer im Feld schon schieben. In den Downhills machte sich das Training der vergangenen Tage bezahlt, denn schnell uns sicher kam ich trotz spiegelglatter Fahrspur herunter. Als der spätere Sieger, Bart de Vocht, nach rund einer halben Runde Vollgas gab, blieb ich erst einmal ruhig. Bei diesen Verhältnissen zu überziehen, kann fatale Folgen haben. Ich konzentrierte mich darauf, an Kevin Panhuyzen dran zu bleiben. In Runde 3 schloss ein weiterer Belgier Didier Bats zu uns auf und schob sich eingangs Runde 4 auf Platz 2 nach vorne. Dahinter kämpften Kevin und ich um Platz 3.  Leider hatte ich im entscheidenden Augenblick wohl doch zu viel Fango aufgesammelt. In der vorletzten Runde drückte mir der angesammelte Schlamm die Kette im Anstieg vom Kettenblatt, so dass ich kurz vom Rad musste und so entscheidende Meter verlor. Kurzzeitig kam ich noch einmal an Kevin heran, doch am Ende fehlten wenige Sekunden zu Platz.  Mit dem 4. Platz und dem Status "Bester Deutscher" bin ich aber trotzdem sehr zufrieden. Es war der beste Einstieg in die Bundesliga in meiner Karriere; so kann´s weitergehen. Mein Dank gilt Lukas Schmitz vom Bergamont Hayes Factory Racing Team für die Betreuung in den Rennen, den Jungs von Gebiomized für die perfekte Sitzposition, mit der ich am Berg richtig Druck machen konnte und meinem Verpflegungspartner Sponser, durch den ich vor, während und nach den Rennen immer optimal versorgt war. Als nächstes steht nun der zweite Lauf zur KMC-Bundesliga in Heubach am kommenden Wochenende auf dem Programm. Drückt mir die Daumen, dass es dort ähnlich gut läuft ! (12.05.2014)

 

Wahnsinn in Wetter!
Elite-Sieg beim ersten Lauf im NRW-Cup 2014

 

Eigentlich waren die letzten Wochen eher durchwachsen. Eine hartnäckige Erkältung zwang mich mein Rennprogramm, das ich mir über Ostern vorgenommen hatte, ausfallen zu lassen und in der letzten Woche schied ich kurz vor dem Ziel in Führung liegend beim SKS-Bike-Marathon in Sundern aus, weil ein Stein mir den gesamten Reifen aufgeschlitzt hatte. Dem entsprechend ging ich mit gemischten Gefühlen in den ersten Lauf des NRW-Cups in Wetter/Ruhr. Wetter ist dabei für mich eigentlich ein Heimrennen, da ich nur 25 km entfernt wohne und die Strecke schon seit der U9 kenne. Das Starterfeld war durchaus hochkarätig und mit Markus Schulte-Lünzum hatte auch der aktuelle Weltcup-Sieger in der U23 kurzfristig noch gemeldet. Die Strecke in Wetter ist immer ein Highlight; heftige Steilanstiege  und flowige Sigeltrail-Abfahrten und dazu bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Zuschauer. Da lacht das Fahrerherz. Am Start hatte ich zunächst Probleme, da ich erst nicht in mein Clickpedal hinkam. Als ich es dann doch geschafft hatte, war der Zug an der Spitze dann erst mal weg und ich musste eine halbe Runde alles geben, bevor ich den Kontakt zur Spitze wiederhergestellt hatte. Drei Runden lang liessen wir es zu dritt dann erst einmal etwas ruhiger angehen, ehe Markus und ich uns dann entschlossen, das Tempo zu verschärfen. Damit  waren  wir dann "weg" und "vergnügten" uns mit der ein oder andren Attacke in den Steilanstiegen, wobei es aber niemandem gelang, sich entscheidend abzusetzen. Es leif also auf eine Entscheidung am letzen Berg hinaus. Rad an Rad schossen wir in die Kurve, hnter der sich die "Mauer von Wetter" befindet. Markus verschärfte noch einmal das Tempo, doch ich blieb dran. Mitte des Anstiegs konnte ich dann kontern und kam mit einem kleinen Vorsprung auf die Zielgerade. Dann fuhr ich durchs Ziel und war total happy. Endlich mal wieder ein gutes Ergebnis, das tut richtig gut. Nächste Woche geht es jetzt zum ersten Bundesliga-Lauf nach Saalhausen, wo am Vortag die Deutsche Meisterschaft im Eliminator-Sprint stattfindet. Drückt mir die Daumen, dass es dort ähnlich gut läuft.

 

Bäng, Bumm, Boos !
Sieg beim Finallauf des RBC in Boos 

Während viele deutsche Topfahrer beim Weltcup-Auftakt in Südafrika am Start waren, ging ich zeitgleich beim Finale des Rothaus-Bulls-Cups in der Eifel an den Start. Natürlich wäre ich auch gerne in Südafrika gestartet, doch die Kosten und der Aufwand für die lange Reise haben sowohl unseren Verband als auch unser Team abgeschreckt. Also wieder Winterrennserie; wobei Winter gab es in diesem Jahr bei keinem der Rennen des Cups. Auch auf dem 2,7 km kurzen Kurs in Boss war es trocken und mit 12 Grad herrschten auch angenehme Temperaturen. Ich hatte mich wieder auf ein spannendes Rennen mit dem Seriensieger Gerrit Rosenkranz vom Focus Rapiro Racing Team eingerichtet, doch Gerrit verabschiedete sich bereits in der ersten Runde mit einer gerissenen Kette. Überhaupt hatten heute meine Mitstreiter das Pech auf ihrer Seite. Auch mein Trainingspartner Florian Kortüm vom GT YellowWings-Team, der mit uns in der Spitzengruppe fuhr, musste mit Schaltungsdefekt ausscheiden. Bei mir dagegen lief alles rund; rund im wahrsten Sinne des Wortes, denn bei 14 Runden auf dem kurzen Kurs bekam ich fast einen Drehwurm. Zunächst waren wir noch zu dritt unterwegs, doch 4 Runden vor Schluss zog ich im Anstieg noch einmal richtig an und konnte die entscheidende Lücke reissen. Bis zum Ziel brannte nichts mehr an und so hatte ich einen weiteren Sieg auf meinem Konto. Jetzt geht es in die harte Vorbereitungsphase für den Bundesligaauftakt im Mai in Saalhausen. U.a. werden wir über Ostern zwei Rennen in Tschechien und Holland absolvieren. Drückt mir die Daumen, dass ich dort ein paar Punkte für die Weltrangliste einfahren kann. (13.04.2014)

 

 

 

Steckt der Stock, stockt  das Rad...
Platz 2 beim RBC in Büchel

 

Nach einem tollen Rennen und einem harten Kampf mit dem späteren Sieger, Gerrit Rosenkranz, musste ich mich am Ende knapp geschlagen geben. Am Start hieß es für mich erst einmal ruhig bleiben, denn die Fahrer, die so wie ich, bislang kein Rennen im RBC gefahren waren, mussten von ganz hinten starten, während Gerrit als Gesamtführender der Serie ganz vorne stand. In den ersten beiden Runden musste ich zunächst die entstandene Lücke zu Spitze zufahren, wobei ich penibel darauf achtete, nicht zu überziehen, damit ich am Ende auch noch Reserven habe. Ich fand offenbar einen guten Mix aus Tempo und Zurückhaltung, denn nach zwei Runden hatte ich die Lücke geschlossen, ohne aber "leer" zu sein. Die nächsten 6 Runden waren dann von einem eindrucksvollen Kampf an der Spitze geprägt, in der Gerrit und ich immer wieder die Vorentscheidung suchten, sie aber nicht herbeiführen konnten. Es lief alles auf eine Entscheidung am letzten Berg heraus...  Gemeinsam schossen wir in den Anstieg, taktisch hielt ich mich etwas zurück, um dann 200 Meter vor dem Ziel an Gerrit vorbeizugehen, doch ein ca. 4 cm dicker Ast fand mich und mein Bergamont Bike wohl so attraktiv, dass er unbedingt mit uns ins Ziel wollte. Er setzte sich zwischen Hinterrad und Rahmen fest, blockierte das Rad und Gerrit war weg. So ist Rennsport... Mit meiner Leistung und dem Rennen war ich trotzdem zufrieden und auch aus Teamsicht war es ein gutes Wochenende, denn mit David Simon stand ein weiterer Fahrer unseres Bergamont Hayes Factory Teams  auf dem dritten Platz des Treppchens. Jetzt geht es erst einmal mit hartem Training weiter, das nächste Rennen wird dann erst Mitte April sein. (31.3.2014)

Gute Beine, Schlechte Schuhe...
Beim BMC-Cup in Buchs (CH) leider ausgeschieden

700 km Anreise, 2 Grad, Regen...

...perfekte Bedingungen für den Saisonstart. 6 Runden auf dem aufgeweichten Kurs im schweizerischen Buchs waren für die Elite angesetzt und ich war eigentlich zuversichtlich. Das Training in den letzetn Wochen hatte gut funktioniert und auch die Strecke mit ihren harten Anstiegen lag mir. Von Startplatz 32 ging ich ins Rennen, konnte mich in der ersten Runde auf Platz 20 und in der zweiten Runde  sogar auf Platz 14 vorfahren. Und das bei wirklich guter Konkurrenz, denn zahlreiche internationale Top-Fahrer waren zum Rennen gekommen. In der dritten Runde hatte ich mich sogar nochmal weiter vor gekämpft, als sich an meinem rechten Schuh ein Pedalclead (also das Ding, mit dem man sich ins Pedal einklickt) löste. Da dieser Defekt nicht zu reparieren war, musste ich das Rennen beenden. Ich hoffe, damit den Defektteufel für dieses jahr abgearbeitet zu haben und werde am nächsten Wochenende beim Rothaus-Bulls-Cup in Büchel (RLP) starten. Drückt mir die Daumen, dass das Material dort hält. (24.03.2014) 

 

Bikefitting bei Gebiomized

 

Nachdem ich mein neues Bike, das Bergamont Fastlane Team, ja schon ein paar Tage ausprobieren konnte und von meinem neuen Arbeitsgerät echt begeistert bin, ging es heute zu meinem Partner für die Anpassung des Rades der Firma Gebiomized in Münster. Bikefitting ist eine Kunst, mit der Fahrer und Rad optimal verbunden werden, damit die Leistung auch optimal auf die Piste übertragen wird. Außerdem beugt ein optimal eingestelltes Rad auch Überlastungsschäden vor. Zusätzlich zur Optimierung der Sitzposition bekomme ich dann noch einen maßangefertigten Sattel und perfekt angepasste Schuheinlagen. Das Besondere bei Gebiomized ist dabei, dass alle Einstellungen anhand von Druckmessungen auf dem Sattel, auf den Pedalen sowie durch Kraftmessungen beim Fahren auf der Rolle optimiert werden. Das ist wirklich Millimeterarbeit, bis alles passt, aber dafür sitze ich jetzt auch wieder perfekt auf meinem Rad. Ich kann Euch allen, wenn Ihr wirklich optimal und beschwerdefrei fahren möchtet, nur empfehlen, ein solches Bikefitting machen zu lassen. Ihr werdet über den Unterschied absolut erstaunt sein. Ich bin sofort nach dem Fitting in Münster losgefahren und nach kurzer Eingewöhnungszeit habe ich schon gemerkt, dass ich jetzt noch mehr Druck aufs Pedal bringe. Top Arbeit liebes Gebiomized-Team, für die ich Euch herzlich danke ! (13.03.2014)

 

 

Mein neues Arbeitsgerät / Ab sofort auf dem Fully !

Danke ans Bergamont Hayes Factory Team

 

 

Schon die erste Probefahrt machte mir klar: Das Bergamont Fastlane Team ist auf Speed getrimmt. Egal ob bergauf oder bergab, durch die super abstimmbare Federung kleben die Räder förmlich auf dem Boden, Traktion ist also kein Thema. Hinzu kommt ein Top-Handling im Downhill, so dass ich auf meinen Hometrails jeden Speedrekord schon problemlos gebrochen habe. Ich werde in dieser Saison dann je nach Wetter und Strecke entscheiden, ob ich auf dem etwas leichteren Hardtail Bergamont Revox oder auf dem Fully fahre. Super, dass ich aus zwei solchen Top-Geräten auswählen kann. Wie Ihr in der Überschrift gelesen habt, sind wir in diesem Jahr auch als Team weiter gewachsen. Gemeinsam mit David Simon und Andy Eyring, die beide in der Eliteklasse starten, werde ich in der U23 versuchen, die Farben des Teams bei allen Bundesligarennen und den europäischen Weltcups zu vertreten. Den genauen Plan findet Ihr hier: Saisonplanung Gespannt bin ich vor allem auch auf unsere neuen Partner, die einige tolle Teile mitbringen. Was genau, werde ich Euch noch zeigen, aber so viel ist schon heute klar: Wir sind materialtechnisch ganz vorne mit dabei. (07.03.2014)


Kurz vor dem Saisonstart 

Mein neuer Partner für Sporternährung und -getränke

gibt es einiges zu berichten. Unmittelbar nach dem unerwarteten Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft im Querfeldeinfahren rückte erst einmal mein Studium wieder in den zentralen Fokus. Insgesamt 5 Klausuren schrieb ich im Februar, es war also nicht viel Zeit fürs Training. In solchen Phasen ist es wichtig, die wenige Zeit optimal zu nutzen, also stand die Qualität des Trainings im Vordergrund. Außerdem nutze ich die Zeit, um noch einmal Einheiten im Kraftraum zu machen. Vom Gefühl her ist mir das gut gelungen, denn im Trainingslager mit der Nationalmannschaft auf Gran Canaria lief es bei mir sehr gut. Gerade die langen Berge, die auf der schönen Kanraeninsel zu fahren sind, haben richtig Spaß gemacht und so kamen nicht zahlreiche Kilo- sondern auch Höhenmeter zu meiner Saisonstatistik hinzu. In den nächsten Wochen werde ich mich jetzt zuhause auf die ersten Rennen vorbereiten. Das erste Top-Ereignis wird der Bundesligaauftakt in Saalhausen am 11.05.2014 sein. Einen Tag vorher nehme ich aber schon an der zweiten Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr teil. Bei der DM im Eliminator Sprint (XCE) werden wir im Bikepark in Saalhausen Mann gegen Mann kämpfen. Bis dahin stehen aber noch zahlreiche Vorbereitungsrennen an, das genaue Programm findet Ihr hier: Saisonplanung. Bei den Rennen werde ich dann auch immer optimal versorgt sein. Die Firma Sponser aus der Schweiz, die lange Erfahrung mit Ernährung und Getränken für Sportler hat, unterstützt mich ab sofort.   (01.03.2014)

 

Platz 5 bei der DM Cross !

Schlammschlacht in Döhlau ! 

Döhlau, Bayern, 3 Tage, drei verschiedene Strecken, so sah meine erste Deutsche Meisterschaft im Cyclocross (Querfeldeinfahren) aus. Am Freitag vormittag trainierte ich auf einer trockenen Strecke, die abends vom Himmel gewässert und damit schlammig wurde. Am Samstag, unserem Renntag, war sie morgens nach Nachtfrost gefroren und damit hart und huckelig , um im Tagesverlauf wieder zur Schlammpiste aufzutauen.  So sah mein Rad am Ende aus: 

Schon beim Start war damit eigentlich klar, dass ich gegen die ganzen Cyclocross-Profis, die mit jeweils mit mindestens einem Ersatzrad (im Cross ist der Austausch des kompletten Rades ja erlaubt) und einigen Betreuern pro Fahrer angereist waren, eher im Nachteil bin. Ich crosse im Winter ja eigentlich nur zu Trainingszwecken und habe daher natürlich auch nicht so viel Material, wie die Spezialisten. Die Strecke kam mir eigentlich entgegen; es ging einen langen Anstieg hoch und die Abfahrt über einen Acker war fahrtechnisch herausfordernd. Ein Betreuer eines anderen Teams sagte dazu nur: "Das ist Cross, da braucht man Eier, um runter richtig reinzuhalten". An diesem Spruch orientierte ich mich gleich nach dem Start. Mit einem Hammerantritt ging es fast bis nach ganz vorne im Feld, damit ich den Downhill mit als Erster erreiche. Ich fuhr auf der schmalsten aber schnellsten Linie, leider bekam ich dabei einen Schlag in den Lenker und stieg unsanft über den Lenker ab. Die meisten Fahrer konnten noch ausweichen, doch irgendjemand erwischte mich mit dem Rad und so bekam ich einen heftigen Schlag auf eine Rippe. Nachdem ich mich  wieder aufgerappelt hatte, jagte ich der Spitze hinterher. Dabei zeigte sich, dass ich in der Abfahrt immer die notwendigen Eier hatte, denn hier konnte ich enorm Boden gut machen. So schob ich mich zunächst auf Platz 8 nach vorne und erreichte dann die Gruppe um Platz 5. Nachdem ich diese kurz nach der Hälfte des Rennens durch einen Antritt gesprengt hatte, ging es jetzt darum mit meinem immer schwerer werdenden Rad (siehe oben) durchzuhalten, während die andren Fahrer jede Runde ein sauberes Rad bekamen. Ich holte alles aus mir raus, zog weiter durch und hatte am Ende sogar noch Platz 4 im Blick, doch auch als Fünfter war ich voll zufrieden, denn vor mir waren nur die 3 besten Cross-Spezialisten Deutschlands und mit Julian Schelb vom Team Merida, ein weiterer MTB-Fahrer.  Für ein Wintertraining also gar nicht schlecht. Jetzt geht es erst einmal mit Hochdruck den Klausuren im Studium entgegen, bevor wir dann Mitte Februar ins Trainingslager nach Gran Canaria fliegen. Dort hole ich mir dann den Feinschliff für eine hoffentlich erfolgreiche MTB-Saison. (12.01.2014)  

 

 

Die Saison ist tot, es lebe die Saison !

Das erste Mal in meiner Karriere bin ich Landesmeister im Querfeldein !

 

 

Kaum ist die Saison 2013 vorbei, hat die 2014er Ausgabe begonnen. Für mich begann sie so erfolgreich, wie noch nie in meiner bisherigen Karriere. Was mit bei den Schülern und Junioren noch nie gelang, habe ich gestern in der Eliteklasse endlich geschafft. Gegen starke Konkurrenz, die vor allem aus Cyclocross-Spezialisten bestand, habe ich den Titel des Landesverbandmeisters NRW im Querfeldeinfahren geholt. Dabei kam mir die Strecke in Rheine-Elten auch entgegen. Sie ist schnell, fahrtechnisch interessant und die Hindernisse sind so gebaut, dass fast alle Cyclocrosser dort absteigen und laufen müssen, während ich auf dem Rad über die Hürden springe und dadurch immer in meinem Rhytmus bleiben kann. Hinzu kommt noch, dass ich mein Bergamont Rvox MGN 29er MTB einfach zum Crosser umgebaut habe und dadurch (bis auf den Lenker) auch auf meinem gewohnten Rad fahre. So gibt es keine Umstellungsprobleme. Das Rennen verlief bis zum Schluss spannend. Zunächst kämpften wir in einer fünfköpfigen Spitzengruppe um die Spitze, bevor ich gemeinsam mit einem niedersächsischen Elite-Top-Crosser Gas gab und wir diese Gruppe sprengten. Bis zur letzten Runde blieben wir zur zweit zusammen und  eigentlich hätte ich das Rennen auch gewinnen können, wenn nicht ein kurzes Schaltproblem am letzten Anstieg dazu geführt hätte, dass ich einen Tritt auslassen musste. Dadurch kam mein Konkurrent knapp vorbei und ich knapp als Zweiter, dafür aber als Landesmeister NRW, ins Ziel. Ich habe mich riesig über den unerwarteten Erfolg gefreut, danke allen an der Strecke, die mich so toll angefeuert haben (in Rheine habe ich aus "alten" Zeiten noch viele gute Bekannte, die ich immer weider gerne treffe) und freue mich schon auf das nächste Wiedersehen mit den Crossern. Ich werde jetzt noch das ein oder andere Cross-Rennen fahren, bevor wir Mitte Dezember mit der Nationalmannschaft das erste Mal ins Trainignslager nach Mallorca gehen. Drückt mir die Daumen, dass die Saison so erfolgreich weitergeht ! (25.11.2013)

Saisonfazit 2013

Folgt noch... Nur so viel vorweg: Es war durchwachsen mit großem Verletzungspech am Anfang des Jahres, einigen schönen Highlights und vor allem immer ganz viel Unterstützung von meinem Team, meiner Freundin, meiner Familie, meinen Trainern, den Ärzten und Physios und natürlich von allen Freunden, die mich die ganze Saison angefeuert haben. Vielen Dank dafür, Ihr habt mich motiviert immer weiter zu machen. So gestärkt gehe ich in eine hoffentlich einmal verletzungsfreie Saison 2014. Drückt mir die Daumen !

 

Platz 22 beim Weltcup in Norwegen 


 

Norwegen, Land der Fjorde und der Weltmeisterschaft 2014. Im nächsten Jahr findet auf der Strecke im Bikepark in Hafjell die Cross-Country WM statt. Daher war es für mich wichtig, schon in diesem Jahr bei dem erstmals auf der neu gebauten Strecke ausgetragenen Weltcup zu fahren. Die Strecke ist dadurch gekennzeichnet, dass es entweder richtig rauf oder runter geht. Nach dem Start geht es bergauf in eine fahrtechnisch schwierige Wurzel- und Steinpassage. Leider ist diese so eng angelegt, dass der Stau schon vorprogammiert ist. Nach einer kurzen Steinabfahrt folgen einige für Cross-Country untypische Hügel, die als Doubles angelegt sind und eher an Four-Cross erinnern. Die folgende high-speed Abfahrt führt direkt in den vermutlich entscheidenden Teil der Strecke. In der folgende Steilauffahrt geht es brutal hoch. Hier müssen die Fahrer drücken, drücken und drücken. Anschließend folgen einige flüssig zu durchfahrende Steilkurven, bevor noch zwei fahrtechnisch schwierige drops, in denen man praktisch den freien Fall zwischen Wurzeln und Steinen "geniessen" kann, kommen. Steine sind auch ein gutes Stichwort: Die Steine in Hafjell sind zahlreich und scharfkantig. Die Gefahr eines Reifenschadens fährt immer mit, so dass es in den Abfahrten auch darum geht, immer eine saubere Linie zu fahren um den gefürchteten snake-bite, also den Durchschlag des Reifens mit anschließendem Luftverlust zu vermeiden. 6 Runden waren für uns u23-Fahrer angesetzt, leider ohne eine start-loop. Es ging direkt auf der Strecke bergauf in das erste Steinfeld. Von Startplatz 54 hieß das für mich wieder einmal "Vollgas am Start", um dem Stau aus dem Weg zu gehen. Gerade hatte ich die vermeintliche Lücke entdeckt, in die mein Nationalmannschaftskollege, Martin Frey, auch schon hineingestoßen war, als sich zwei Italiener gegenseitig abschossen und dabei vor mich warfen. Durch eine Vollbremsung konnte ich einen Crash zwar vermeiden, doch bei der Geschwindigkeit, die das Feld zu diesem Zeitpunkt drauf hatte, waren fast alle anderen Fahrer an mir vorbei. Nun war ruhig bleiben angesagt, im Stau im Steinfeld stellt ich mich hinten an und konzentrierte mich schon darauf, die anschließenden Abfahrten sauber zu fahren, um nicht auch noch einen Defekt zu riskieren. Nicht ganz einfach, denn ich hätte in vielen Passagen schneller fahren können, dabei aber volles Risiko gehen müssen, was ich nicht wollte. So konnte ich mich in der ersten Runde von ganz hinten "nur" auf Platz 44 vor fahren, immerhin hatte ich so aber schon mal 25 Plätze gut gemacht. Auch in den folgenden Runden verfolgt ich diesen Weg weiter, überholte nur dort, wo es gefahrlos möglich war und prägte mir gleichzeitig die einzelnen Abschnitte der Strecke ein. Fahrer für Fahrer sammelte ich ein und als in der letzten Runde dann auch noch Regen einsetzte, lag ich bereits auf Platz 25, also in den Punkterängen. Der Regen war eigentlich nicht nötig, doch im Hinblick auf die Erfahrungen, die ich für nächstes Jahr gebrauchen kann, zeigte er, dass es bei nassem Wetter noch wichtiger ist, absolut sauber und ruhig zu fahren. In den Anstiegen kassierte ich drei Fahrer, so dass ich nun auf Platz 22 lag, und sah vor mir noch zwei Fahrer. Top 20, auf jeder anderen Strecke hätte ich in der letzten Abfahrt jetzt zur finalen Attacke geblasen, in Hafjell blieb ich weiter ruhig. Ich rutschte die folgenden drops heftig, aber sicher dem Ziel entgegen und war schließlich mit Platz 22 nach dem verkorksten Start zufrieden. Wichtiger als die Platzierung waren dabei aber die Erkenntnisse, die ich fürs nächste Jahr mitnehme. Ach so, meine Platzierung bedeutete gleichzeitig, dass ich 5. im jüngsten u23-Jahrgang war; aus deutscher Sicht war Martin Frey, der wirklich einen Bombentag erwischt hatte, als 3. dieser Jahrgangswertung (16. gesamt) noch besser. Für Martin hat mich dieses Top-Resultat sehr gefreut, denn ähnlich wie bei mir war auch seine Saison nicht gerade reibungslos verlaufen. Aber unsere Zeit kommt hoffentlich bald... Für mich geht es jetzt erst einmal mit langen Trainingseinheiten weiter. Die Vorbereitung auf die DM im Marathon am 6.10.2013 in Münsingen läuft. Vorher werde ich noch beim Finale des NRW-Cup in Remscheid starten. Drückt mir die Daumen ! (16.09.2013)

 

Kein Regen in Grafschaft !
Sieg in der Elite(!)-Klasse nach superspannendem Rennverlauf

Das spannendste MTB-Rennen, das ich je gefahren bin, fand gestern beim 6. Lauf zum NRW-Cup in Grafschaft statt. Um es vorweg zu nehmen (ich kann mich heute nicht gedulden...): ICH HABE GEWONNEN !!! Kühl war es im Sauerland; 14 Grad und wolkiger Himmel, zum Glück aber kein Regen. Schon beim Ansehen der Meldeliste war klar, dass es heute ein ganz harter Fight werden würde. Die späteren Platzierten waren allesamt am vergangenen Wochenende international unterwegs; ich in Dänemark; Sebastian Szcraucner und Gerrit Rosenkranz in Belgien. DAzu noch ein holländischer U23-Fahrer, der hinter Gerrit und Sebastian auf Platz 8 in Belgien gelandet war. Jede Menge weiterer starker Fahrer komplettierten das Feld, das mit über 60 Startern ins Rennen ging. Schon in der ersten Runde zeigte sich, das es ein Ausscheidungsfahren werden würde. Zunächst setzten wir vier uns vom Rest des Feldes ab. Ich fuhr kontrolliert in der Gruppe mit, in der klar war, dass jeder den anderen beobachtet und auf Fehler wartet. Im ICE-Tempo knatterten wir durch Runde 2, immer noch zu viert. Ich merkte, dass ich in den Highspeed-Downhills einen leichten Vorteil hatte, eine erste wichtige Erkenntnis. In Runde 3 dann die erste Attacke; Sebastian zog im Steilanstieg voll durch, Gerrit und ich blieben dran, und unser holländischer Freund ging "fliegen". Zunächst nur 20 Meter, doch im folgenden Flachstück waren wir als Dreier-Combo deutlich schneller und bald war unser anfänglicher Mitstreiter nicht mehr zu sehen. Runde 4 und 5 waren dann wieder taktisch geprägt, jeder lauerte auf den entscheidenden Augenblick, doch niemand zeigte eine Schwäche. Doch dann machte Sebastian im Downhill einen Fahrfehler, der ihn rd. 30 Meter Abstand kostete. Gerrit und mir war klar, dass jetzt erneut Vollgas angesagt war. Zwar bemühte sich Sebastian im folgenden Uphill noch einmal heranzukommen, doch auch für ihn war es allein gegen zwei Fahrer, die sich zu diesem Zeitpunkt einig waren, nicht mehr zu schaffen. Zwei Runden zu zweit, so war das Motto für die letzten beiden Runden. Es wurde ein Kampf auf Biegen und Brechen, aber jederzeit sportlich fair. Es konnte für die Zuschauer nicht spannender sein. An den Steilstücken feuerten sie uns an und wir hauten uns -wie man in der Radsportlersprache sagt- gegenseitig richtig ins Gesicht. Jeder Berg wurde Anschlag gefahren, In den Downhills konnte ich jeweils einen kleinen Vorsprung rausfahren, den Gerrit aber in den Flachpassagen wieder egalisierte. So fuhren wir das letzte mal in den steilen Wiesenhang Richtung Ziel; immer noch standen die Zuschauer da und immer noch gab es keine Entscheidung. 500 Meter vor dem Ziel vor dem letzten fahrtechnisch schwierigen Stück lag Gerrit vorne, ich wollte unbedingt als erster in diese Passage, also alle Kräfte mobilisiert und in einem Manöver innen vorbei. Das war schon fast die Entscheidung, ich konnte in der folgenden  kurzen Abfahrt einen Vorsprung von ca. 5 Metern rausfahren und dann ging es auf die Zielgerade. Gerrit versuchte noch einmal alles, doch mein Manöver hatte mich so weit von ihm weggebracht, dass es reichte. Sieger der Herrenelite, zum zweiten Mal in diesem Jahr. Und das, obwohl ich ja eigentlich erst im ersten Jahr U23 bin. Ein tolles Gefühl, vor allem nach diesem spannenden Rennen. Ich werde jetzt weiter hart trainieren, um für den Weltcup in Norwegen Mitte September richtig fit zu sein. Vielleicht klappt es da ja auch mal ähnlich gut, drückt mir die Daumen ! (02.09.2013)

 

Nach Regen folgt auch Sonnenschein oder die Fortsetzung der Achterbahn-Saison...
Platz 3 beim internationalen Finale der dänischen SRAM-Liga !

 

Leute, Leute, in diesem Jahr gibt es wirklich nichts geschenkt. Erst nach vier verkorksten Rennen, kam endlich mal wieder ein zählbares und sehr wichtiges Ergebnis zustande. Deutsche Meisterschaft, Weltcup dazu noch ein technisch bedingter Ausfall bei unserem Heimrennen auf der Straße, dem "RÜ-Cup" in Essen. Eigentlich sollte das ja reichen. Also fuhr ich am vergangenen Wochenende frohen Mutes nach Dänemark, wo die beiden Finalrennen der dänischen SRAM-Liga auf dem Programm standen. Da diese als internationale C2-Rennnen ausgeschrieben waren, konnte man dort auch Punkte für die Weltrangliste holen. Dort rangiere ich im Moment noch ziemlich weit hinten, was für mich in den Startaufstellungen meist einen Platz im Hinterfeld bedeutet. So auch in Dänemark... Allerdings hatten sich die Kommissäre dort wohl nicht die Mühe gemacht, meine bisherigen hart erkämpften 6 UCI-Punkte zu recherchieren und zu berücksichtigen. Also am Start mal wieder ganz hinten. Am Samstag stand zunächst das Rennen in Kolding (DEN) an. Die Strecke war überraschend technisch und hatte auch einige Höhenmeter aufzuweisen, auch das Wetter war traumhaft schön. Sonne, 24 Grad, alles perfekt für ein tolles Rennen, dachte ich, als ich auch schon ausgeschieden war. Doch der Reihe nach.... Am Start machte ich zunächst mal rd. 20 Plätze gut, bevor ich mich im Mittelfeld einreihte. Ich wollte nicht überziehen, daher hieß es erst einmal locker bleiben. Kurz vor der ersten Zieldurchfahrt tat sich auf einmal eine große Lücke auf, die ich sofort nutzte. Außen schob ich mich fast am gesamten Feld vorbei auf Platz 5 und kurz danach war ich auch an der Spitze angekommen. Das hatte einige andere Fahrer offenbar so überrascht, dass mir jemand vor lauter Schreck bergauf (!) volle Kanne ins Hinterrad donnerte. Das Schaltwerk bog sich in die Speichen, diese hielten der Belastung nicht stand, brachen ebenfalls und so war nach 2 von 6 Runden das Rennen für mich zu Ende. Unglaublich, aber wahr, mein Pech schien sich fortzusetzen. Zum Glück hatte ich mein Ersatzrad dabei und am Sonntag gab es noch eine Chance...

Beim Finale in Vejhle (DEN) war die Strecke dann noch imposanter: Harte Steilanstiege und flowige Abfahrten, dazwischen Flachstück, in denen man richtig pressen musste; Zeit zum Luftholen blieb nicht. Übrigens scheinen die dänischen Zuschauer die Fahrer gar nicht sehen zu wollen. Rundenlängen von 6-7 km, so dass die Zuschauer überhaupt nichts vom Rennen mitbekommen, sind dort Standard. Für uns Fahrer heißt das, Du fährst kilometerweit durch einen fast menschenleeren Wald und nur an den wenigen, nicht weit ab liegenden Streckenabschnitten, stehen ein paar Zuschauer, die dann aber sehr begeistert sind. Wie schrieb der Veranstalter doch: "Old school Streckenführung"... Vorteil für mich war, dass die Startloop sich in dieses Streckenkonzept einfügte. Gefühlte zwei Kilometer ging es bergauf, bevor die reguläre Rennstrecke erreicht war. So konnte ich in aller "Ruhe" meinen hinteren Startplatz verlassen und bis auf Platz 4 vorfahren, als es das erste Mal in die Runde ging, die wir 5 mal zu umfahren hatten. Wir waren zu fünft, als der dänische Serienmeister, Klaus Nielsen, das erste Mal Gas gab. Ich wollte nach gestern nichts riskieren, blieb ruhig und auch die Attacke des späteren Zweiten konterte ich nicht. Stattdessen konzentrierte ich mich darauf, die Stärken und Schwächen meiner beiden Begleiter aus Holland und Dänemark zu analysieren. Zwei Runden fuhren wir gemeinsam; in diesen sah ich, dass ich mit Abstand an den langen Steilstücken am schnellsten war. In der vorletzten Runde setzte ich dann alles auf eine Karte:  Bergauf ließ ich "voll stehen", sofort riß ein Loch und schon war ich auf Platz 3 alleine unterwegs. Konzentriert fuhr ich bergab, um keine keinen Defekt oder Sturz  mehr zu riskieren und dann war das erste Podium bei einem internationalen Eliterennen perfekt. 15 Punkte für die Weltrangliste, damit die Punktzahl fast verdreifacht... Für den nächsten Weltcup in Norwegen Mitte September sollte mich das deutlich nach vorne bringen. Vorher fahre ich noch den NRW-Cup in Grafschaft. Ich hoffe, dort geht es nicht wieder abwärts in meiner Achterbahnsaison, also drückt mir feste die Daumen ! (26.08.2013)

Rückschläge gehören dazu...
Deutsche Meisterschaft und Weltcup in Andorra enttäuschend

 

Etwas verspätet der Bericht von der Deutschen Meisterschaft in Bad Salzdetfurth und vom letzten Weltcup am vergangenen Wochenende in Andorra.

Bei der DM wollte ich endlich meine gute Form, die ich im Training und in den letzten Rennen hatte, auch in ein Top-Resultat bei einem Top-Event umsetzen. Auf der schönsten Strecke Deutschlands, die aus der Bad Salzdetfurther Altstadt direkt in einen mit steilen Anstiegen und tollen Downhills gespickten Wald führte, hatte ich mir daher vorgenommen, von Anfang alles auf eine Karte zu setzen. Wie vermutet setzte sich nach dem Start direkt das Rothaus-Trio, Christan Pfäffle (späterer Deutscher Meister), Julian Schelb und Martin Gluth an die Spitze des Feldes. Sicherlich waren die drei etwas überrascht, dass ich das Tempo mitging. Bereits nach einer Runde lagen wir deutlich vor dem Rest des Feldes. Zu diesem Zeitpunkt war ich gefühlsmäßig immer noch gut dabei und keinesfalls über meinem Limit unterwegs. Als dann Martin Gluth den Anschluss verlor, stieg meine Motivation noch weiter. Ich ging das Tempo weiter mit und versuchte sogar an strategisch wichtigen Stellen vorne zu sein. So lag ich bis zur dritten von sieben zu fahrenden Runden zur Überraschung der meisten Zuschauer auf Medaillenkurs, als ich unvermittelt bei der Überfahrt über einen Bordstein einen heftigen Schlag in den Rücken bekam. Ich merkte sofort, dass irgendetwas nicht stimmte, denn ich konnte den Druck, den ich eben noch locker aus den Beinen schüttelte, auf einmal nicht mehr aufs Pedal bringen. Sofort verlor ich den Anschluss an die beiden Führenden, doch meine Hoffnung war, dass sich mein Problem wieder lösen würde. Leider war dies nicht der Fall, die Schmerzen im Rücken wurden immer schlimmer und Runde für Runde ging es rückwärts. Am Ende quälte ich mich auf einen 9.Platz. Ein Ergebnis, mit dem man im ersten Jahr U23 eigentlich zufrieden sein könnte. Ich war es aber nicht, da ich das Gefühl hatte, es war viel mehr drin.

Die Rückenverletzung hielt sich hartnäckig, so dass ich meinen eigentlich geplanten Start bei der Deutschen Meisterschaft Berg auf der Straße in Singen eine Woche später leider absagen musste. Stattdessen ließ ich mich physiotherapeutisch behandeln und trainierte eher locker. Rechtzeitig zum Weltcup in Andorra war ich dann wieder fit und wollte dort zeigen, was in mir steckt. Nachdem ich ja die ersten Punkte für die Weltrangliste ergattert hatte, stand ich nun auf Startplatz 59, so dass ich zuversichtlich war, ein gutes Rennen zu zeigen. Auch die Höhenlage der Strecke auf knapp 2.000 Meter machte mir, im Gegensatz zu anderen Fahrern nicht viel aus. Leider spielte diesmal mein Magen aber kurz nach dem Start verrückt, so dass ich –statt Vollgas durch die Startloop zu donnern- erst einmal mein Mittagessen wieder von mir gab. Nachdem dann alles raus war hetzte ich dem Feld hinterher und konnte als viertbester Deutscher immerhin noch Platz 41. erreichen. Kämpferisch sicherlich eine gute Leistung, aber nicht das, was ich mir eigentlich erhofft hatte.

 

Ich werde jetzt erst einmal einen längeren Trainingsblock einschieben und versuchen, mich für die Höhepunkte der zweiten Saisonhälfte, wie z.B. den letzten Weltcup in Norwegen oder die Deutsche Meisterschaft im MTB-Marathon richtig fit zu machen. Wenn dann mal nichts dazwischen kommt, sollte doch ein weiteres Top-Resultat in diesem Jahr doch möglich sein. Drückt mir dafür die Daumen! (1.8.2013)

Bundesligafinale in Saalhausen 
Mit Platz 7 zufrieden, jetzt auf zur Deutschen Meisterschaft

Nach meinem Spontantrip am letzten Wochenende, als ich beim internationalen C1-Rennen in Kamnik (Slo) durch Platz 12 endlich die ersten lang ersehnten Weltcup-Punkte geholt habe, ging es an diesem Wochenende beim Bundesligafinale im sauerländischen Saalhausen zum letzten Mal vor der Deutschen Meisterschaft richtig zur Sache. Petrus meinte es gut mit uns und schickte uns Sonne satt, so dass wir eine trockene und damit sehr schnelle Strecke vorfanden. Da es für mich nach meiner Verletzung zu Beginn der Saison in der Bundesliga-Gesamtwertung um nichts mehr ging (ich hatte ja zwei von vier Läufen verletzungsbedingt verpaßt), wollte ich ich das Rennen nutzen, um zu sehen, wie es mit der Form Richtung DM steht. Zusammen mit einigen starken Belgiern um den amtierenden Europameister sowie Schweden, Kolumbianern und weiteren ausländischen Startern, wurden ich auf 7 harte Runden geschickt. Nach dem Start bildeten sich gleich einige Gruppen, wobei ich leider durch den Sturz eines vor mir fahrenden Belgiers etwas den Anschluss verlor. Ich kämpfte zunächst in einer Gruppe um Platz 10, konnte mich dann aber immer weiter nach vorne arbeiten und ließ es dann in den letzten beiden Runden noch einmal richtig krachen. Mit zwei sehr schnellen Runden, gelang es mir noch Platz 7 zu erobern. Wichtiger war aber die Gewissheit, dass Material (Bergamont Revox MGN) und Form stimmen, die DM kann also kommen. Dort sind wir Deutschen ja unter uns, mal sehen, wo ich da lande. (7.7.2013)

 

 

Erster Elitesieg der Karriere in Wetter (Ruhr) !

 

Nach meinem Titelgewinn gestern gehörte ich natürlich auch zum Favoritenkreis für den Titel des Deutschen Hochschulmeisters im XCO (Cross-Country). Dass es heute mindenstens genauso schwer werden würde wie gestern, war mir schon vor dem Rennen klar. Schließlich waren nicht nur viele der schnellsten Studenten nach Wetter (Ruhr) gekommen, sondern das Rennen um die Deutsche Hochschulmeisterschaft war auch eingebettet in den 5. Lauf zum NRW-Cup. Entsprechend groß war das Starterfeld, das auf harte 6 Runden in den Wäldern rund um den Harkortturm geschickt wurde. Neben den Finalgegnern von gestern musste ich vor allem mit dem Sieger der ersten 4. Läufe im NRW-Cup, Sebastian Sczrauzner, rechnen. Und dann hatte sich auch noch einer der erfolgreichsten deutschen Marathonfahrer, Robert Mennen, vom Topeak-Ergon Racing-Team entschlossen, um den Titel des Hochschulmeisters mitzufahren. Um es vorwegzunehmen, Robert war wie erwartet unschlagbar. In der vierten Runde forcierte er das Tempo am Berg so höllisch, dass ich abreissen lassen musste. Am Ende waren es dann aber nur 40 Sekunden Rückstand, mit denen ich Zweiter in der Wertung um die Hochschulmeisterschaft wurde. Eine Leistung, auf die ich richtig stolz bin. Da Robert nicht im NRW-Cup startet, blieb mir so die Ehre, den 5. Lauf des NRW-Cups zu gewinnen. Und das sogar in der Eliteklasse, denn ich hatte mich -obwohl ich ja noch U23-Fahrer bin- entschlossen, gegen die Herren-Elite anzutreten. Dass es dabei dann gleich so gut lief, hätte ich nicht erwartet. Drückt mir die Daumen, dass es so weiter läuft. Bei mir steht jetzt erst einmal eine Regenerationswoche auf dem Programm, bevor ich in die direkte Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft Mitte Juli in Bad Salzdetfurth einsteige. (23.06.2013) Fotos aus Wetter hier ->>>>Fotos

 Deutscher Hochschulmeister im Sprint !

 

Eigentlich gehört der XCE-Eliminator-Sprint ja nicht zu meinen ausgeprägten Stärken, doch da die Deutsche Hochschulmeisterschaft in diesem Jahr praktisch "um die Ecke" stattfand, war es natürlich Ehrensache, dass ich für "meine" Ruhruni, Bochum an den Start gehe. Eliminator-Sprint ist eine noch junge Disziplin, in der zunächst in einem Zeitfahren die Teilnehmer an den Finalläufen ermittelt werden, bevor es dann in den einzelnen Läufen, den sogenannten Heats, immer zu viert direkt gegeneinander geht. Dabei kommen die erste beiden immer ein Runde weiter, bis nur noch vier Fahrer übrig sind, die dann das große Finale bestreiten. Die Strecken, auf denen ich in diesem Jahr bereits Sprint gefahren bin, waren dabei meist flache Stadtkurse ohne große technische Schwierigkeiten. Anders dagegen die Strecke in Wetter: Mit fast 2 Minuten Fahrzeit recht lang für einen Sprint, dabei ein schöner Technikteil, in dem es durchs Gelände über Wurzeln erst einmal abwärts ging, bevor ein kurzer, aber harte Anstieg, die Spreu vom Weizen trennte. Nachdem ich die Runde ein paar Mal abgefahren hatte, war ich etwas zuversichtlicher, da mir klar war, dass gerade der Anstieg über Sieg und Niederlage entscheiden würde. Und Anstiege mag ich eigentlich... Im Qualifikationslauf hatten dann aber zwei andere Fahrer die Nase vorn, ich wurde also an Nummer 3 für die Finals gesetzt. Souverän zog ich durch Viertel- und Halbfinale  ins große Finale ein, wo ich mit 3 alten Hasen am Start stand. Knisternde Spannung herrschte als der Startschuß fiel. Ich erwischte einen Bombenstart und konnte mich auf der Startgeraden aller Angriffe erwehren. Als Erster bog ich in den Technikteil ein und auch hier schaffte es niemand an mir vorbeizukommen. Als wir dann in den Anstieg rasten, beschloss ich alles auf eine Karte zu setzen. Ich drückte mit allem, was geht, auf die Pedale und Meter um Meter gewann ich an Vorsprung. Ich betete, dass die Beine auch die letzten Meter des Anstiegs noch durchhalten; oben war ich 15 Meter vorne, doch im anschließenden Flachstück kamen die Verfolger noch einmal näher. Letztlich reichte es aber nicht mehr; ich zog das Tempo bis ins Ziel durch und freute mich riesig, dass bei meinem ersten Start bei den Hochschulmeisterschaften  gleich den Titel abräumen konnte. Gratulation auch an den Zweiten Jochen Coconcelli und den Gewinner der Bronzemedaille, Sebastian Mordmüller. Ich bin überzeugt, dass wir den Zuschauern einen tollen Sport geboten und Werbung für diese tolle Disziplin gemacht haben. (22.06.2013) --> FOTOS aus Wetter hier  

 

Ein sonniges Wochenende !

3. Platz beim Marathon in Willingen und Sieg beim Deutschland-Cup in Pracht !

 

Wie geplant stand ich statt der Teilnahme beim Weltcup in Val di Sole an diesem Wochenende zweimal etwas heimatnäher am Start. Nachdem der Sommer sich zwischenzeitlich auch in unseren Regionen durchgesetzt hat, war es kaum weniger warm, als im Val di Sole, wo die Weltcup-Starter mit der Hitze zu kämpfen hatten. Am Samstag stand zunächst die Kurzstrecke beim größten deutschen Bikefestival auf dem Programm. Die Startzeit um 7.30 Uhr forderte zwar ein sehr frühes Aufstehen, dafür hatten wir den Vorteil, das wir auch schon um 9.30 Uhr den Arbeitstag beendet zu haben. In Willingen ist das spannende, dass alle Strecken gemeinsam starten und so niemand weiß, ob sein Gegner Kurz-, Mittel- oder Langstrecke fährt. Als die Startblöcke dann öffneten ging sofort die Post ab. Ich ging gemeinsam mit einigen der besten deutschen Marathonprofis das Rennen offensiv an und mit Volldampf zogen wir dem Feld davon. Immer wieder am Berg zog ich das Tempo an, schließlich wollte ich ja "nur" die 54 km-Runde fahren. Kurz vor Schluss setzten wir uns dann endgültig ab und die Entscheidung fiel quasi im Zielsprint. Matthias Frohn setzte sich vor Gerrit Rosenkranz durch. Direkt dahinter kam ich auf Platz 3 ins Ziel und war wirklich happy in dem Riesenstarterfeld von über 1.000 Startern so weit vorne gelandet zu sein. Anschließend stand dann Regeneration am Stand meines Bergamont-Teams an. Schließlich wollte ich am nächsten Tag noch mal ran...

Die Startzeit am Sonntag war dann wieder deutlich entspannter. 13.30 Uhr; also erst einmal ausschlafen und dann ab nach Pracht im Westerwald. Dort fand der dritte Lauf zum Deutschland-Cup statt, der gleichzeitig auch zum NRW-Cup gewertet wurde. Die Strecke in Pracht gehört zu den besten, die es bei uns in NRW gibt. Das Team um Organisator Michael Bonnekessel hatte erneut ganz Arbeit geleistet und die Strecke nochmals verbessert. Steile Anstiege, tolle Downhills, so sollte eine Rennstrecke sein. Das Rennen in der U23 ging ich erst einmal ruhig an, um zu sehen wie sich meine Beine nach der hohen Belastung am Vortag anfühlten. Daher reihte ich mich in der ersten Runde erst einmal auf Platz 4 ein und wartete ab. Am ersten längeren Anstieg merkte ich aber, dass das Tempo für mich eigentlich zu langsam war. Ich drückte daher aufs Gas und konnte so eine erste Lücke aufreißen. Im Sog der eine Minute vor uns gestarteten Elitefahrer kämpfte ich mich Platz um Platz im Gesamtranking nach vorne. Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg in der U23-Klasse und ein 4. Platz im Gesamteinlauf.

Mit meinen beiden Ergebnissen bin ich sehr zufrieden und konzentriere mich nun auf den NRW-Cup in Wetter/Ruhr am nächsten Wochenende. (16.06.2013)   

 

Nach der Sonne kommt der Regen...

oder nach dem Erfolg kommen die Defekte !

Nach dem tollen Erfolg in Singen bei der Marathon-EM lief es leider in den vergangenen Wochen nicht mehr so richtig rund. Zwar fühlte ich mich bei den Weltcup-Rennen in Albstadt und Nove Mesto richtig fit,  doch leider muss ich aufgrund des verkorksten Frühjahrs derzeit ohne Punkte in der Weltrangliste leben. Für die Startaufstellung im Weltcup bedeutete das jeweils Startplatz 123. Viel Potential zum Überholen, aber hoch riskantes Fahren in einem sehr engen Feld. So kam es leider wie es kommen musste, in Albstadt zerlegte es mir den gesamten Hinterreifen so, das ich ausschied, in Nove Mesto erwischte ich einen Bombenstart, der mich schon in Startloop  bis auf Platz 40 nach vorne brachte. Leider stürzte ich dann und beim Versuch, in der folgenden Abfahrt den verlorenen Boden wieder gut zu machen, zerschoss es mir diesmal den Vorderreifen. Ich konnte zwar in der Tech-Zone das Vorderrad auswechseln, doch mehr als Platz 55 war nicht mehr drin. Und auch bei der Landesverbandsmeisterschaft in Solingen schlug die Defekt-Hexe wieder zu; diesmal hatte sich die Bremse überlegt, dass es doch viel einfacher ist, berghoch zuzugehen und bergrunter offen zu bleiben. Trotz aller Versuche und zweier Radwechsel, auch hier musste ich aufgeben. Damit war dann auch die Qualifikation für die Europameisterschaft in diesem Jahr dahin. Ich habe mich daher entschieden, das Prgramm der nächsten Wochen etwas umzustellen. Statt des Weltcups in Val di Sole werde ich eine Trainingwoche einlegen, an deren Ende mit dem Marathon in Willingen und dem NRW-Cup in Pracht zwei Rennen fahren, um meine Formkurve noch weiter nach oben zu pushen. (11.06.2013)

 

 

Ein echter Hammer !
Bei der Marathon-Europameisterschaft völlig unerwartet auf Platz 4 !

Liebe Freunde im world wide web, so leer war ich einerseits nach einem MTB-Rennen noch nie, andererseits aber auch selten so glücklich. Glücklich, weil ich mich durch das härteste Rennen meiner Karriere durchgekämpft habe und 94 km Kampf gegen Matsch, Regen und einen Großteil der Marathonspezialisten gewonnen habe. Eigentlich stand Marathon in dieser Saison für mich gar nicht im Fokus. Doch nach meiner schweren Knieverletzung (siehe unten) musste ich die intensiven Einheiten, mit denen ich mich speziell auf die Cross-Country-Rennen vorbereiten wollte, auslassen. Stattdessen hatte ich Reha-Sport, später dann auch wieder lange ruhige Einheiten auf dem Rad, bei denen ich den Entschluss fasste, es auch einmal beim Marathon zu versuchen. Da ich in Singen am Samstag ohnehin bei der DM im Eliminator Sprint am Start war, bot sich also ein Start bei der Marathon-Europameisterschaft am nächsten Tag an. Nachdem ich bei der Deutschen Meisterschaft im Sprint nach einem Fahrfehler nicht über das Achtelfinale hinauskam, war die Motivation für die Marathon-EM natürlich besonders hoch. Und so stand ich am Sonntag mit den besten Marathonfahrern Europas in der Innenstadt von Singen am Start. Leider hatte Petrus die 47 km lange Runde, die es zweimal zu bewältigen galt, mit reichlich Regen aufgeweicht. Temparaturen unter 10 Grad taten ein übriges und so war ich froh, als der Startschuß zu meinem ersten Langstreckenrennen fiel. Ich erwartete zunächst eine ruhige Einführungsphase, doch bereist nach wenigen Metern lernte ich, dass beim Marathon von Anfang an die Post abgeht. Mit einem Tempo, das jedem Cross-Country-Rennen zur Ehre gereicht hätten, jagte das Feld ins Gelände. Ich ging das Höllentempo zunächst mit, war mir dann aber nicht sicher, ob ich dieses Tempo tatsächlich rd. 4 Stunden durchhalten kann. Also drosselte ich etwas und versuchte, taktisch im Windschatten zu fahren. Bei dem ständig hoch spritzenden Matsch war das allerdings nicht so richtig lustig. Ständig musste ich meine Augen vom Dreck befreien, um in den fahrtechnisch schwierigen Downhills überhaupt noch etwas zu sehen. Nach rd. 25 km hatte ich eine gute Gruppe mit Christian Pfäffle vom Rothaus-Team gefunden. Er war wie ich in der U23-Klasse am Start und sollte von zwei Helfern begleitet möglichst weit nach vorne fahren. Wir kämpften uns gemeinsam durch den Matsch und das Feld, allerdings nicht ohne den Gedanken, das Rennen nach einer Runde aufzugeben. Zum Glück erfuhren wir bei der ersten Zieldurchfahrt, dass wir auf Platz 4 und 5 der U23-Wertung lagen und beschlossen, den Kampf um die Medaillen anzunehmen. Wir forcierten zu Beginn der zweiten Runde das Tempo und konnten uns so weiter nach vorne kämpfen. Leider kamen uns in der zweiten Runde immer wieder Fahrer der Kurz- und der Mittelstrecke in die Quere, die ebenfalls auf dem Weg ins Ziel waren. Mehrfach verlor ich durch Überrundungen den Anschluss, kämpfte mich immer aber wieder zurück. Etwa bei Kilometer 80 musste ich dem hohen Tempo, das wir die ganze Zeit gefahren waren, Tribut zollen. Eine kleine Lücke reichte Christian um vor einer Gruppe von Hobbyfahrern in einen längeren Trail zu gehen, während ich dahinter festhing. Ich verlor dadurch den Anschluss endgültig und wollte eigentlich nur noch ruhig ins Ziel fahren, als ich hörte, dass der Platz 4, auf dem ich zwischenzeitlich lag, noch in Gefahr kommen könnte, da hinter mir zwei Fahrer noch einmal enorm Druck machten. Also die letzten Reserven mobilisiert und die letzten Kilometer ins Ziel gekämpft. Platz 4 bei der Marathon-Europameisterschaft. Sicherlich einer der größten Erfolge meiner Karriere. Wäre ich eine Tube Zahnpasta gewesen, hätte man wohl "restentleert" gesagt. Eine Stunde später bei der Siegerehrung waren die Strapazen dann aber schon wieder fast vergessen.  Jetzt werde ich mich erst einmal regenerieren, bevor es in den nächsten beiden Wochen dann zum Weltcup in Albstadt und Nove Mesto (Tschechien) geht. (14.05.2013) Alle Fotos aus Singen -->> HIER !

 

 

 

Es geht weiter aufwärts ! Der erste MTB-Sieg 2013 ist perfekt !
1. Platz beim NRW-Cup in Haltern

 

Die Auftaktveranstaltung des NRW-Cups, einer Rennserie mit 7 bundesoffenen MTB-Rennen, fand in diesem Jahr in Haltern statt. Um es vorweg zu nehmen, es war eine perfekte Veranstaltung. Eine tolle Strecke, die das Team aus Haltern in die Haard gezaubert hat, dazu Kaiserwetter mit Sonne und 20 Grad und unglaublich viele Zuschauer. Mehr kann man sich als Fahrer nicht wünschen. Und auch die Besetzung der Rennen war dauchaus prominent. In der U23 standen meine beiden Nationalmannschaftskollegen David Simon und Christopher Platt sowie zahlreiche starke niederländische MTB-Sportler am Start. So war schon in der Einführungsrunde klar, dass heute neben der körperlichen Stärke auch taktisches Geschick gefragt sein wird, da es in Haltern zahlreiche Flachstücke gibt, in denen Windschatten gefahren wird. Hinzu kamen dann zwei kurze aber mit bis zu 22% brutal steile Anstiege und Top-Downhills, die eigens für die Veranstaltung angelegt wurden und den Zuschauern ein tolle Spektakel boten. Bereits nach der ersten Runde waren Christopher, David und ich vorne allein unterwegs. Uns war klar, dass wir das Tempo hoch halten mussten, um die starke Konkurrenz nicht wieder heran kommen zu lassen. Schnell zeigte sich, dass sich unsere Stärken heute perfekt ergänzten. David drückte in der Ebene teilweise heftig aufs Gas, ich hatte in den Steilstücken die Nase vorn. Als wir in Runde 3 das Tempo nochmals erhöhten, konnte Christopher nicht mehr folgen, so dass an der Spitze nur noch die zwei Bergamont-Trikots von David, der wie ich für die Hamburger Bikeschmiede fährt, und mir zu sehen waren. Dies blieb auch bis zur letzten Runde so. Uns war klar, dass die beiden Steilanstiege die Entscheidung bringen mussten. Zum Glück hatte ich die etwas größeren Reserven, mit Vollgas knallten wir in den Anstieg und ich merkte, wie ich mich Meter um Meter von David lösen konnte. Hochkonzentriert ging es ein letztes Mal in die Abfahrt und dann mit ca. 20 Sekunden Vorsprung durch Wald Richtung Ziel, wo ich als Sieger in der U23-Klasse gefeiert wurde.  Ich habe mich riesig gefreut, denn knapp zwei Monate nach meiner Knie-OP schon wieder so fit zu sein, ist ein tolles Gefühl. Nächste Woche stehen die ersten beiden Großereignisse an. Zunächst werde ich am Samstag die Deutsche Meisterschaft im Sprint in Singen fahren. An gleicher stelle starte ich dann am Sonntag bei der Europameisterschaft im Marathon. Drückt mir die Daumen, dass es dort auch gut läuft (6.5.2013) Bilder aus Haltern-> HIER (Danke an Ralf Kortüm!!!) 

 

Platz 3 beim Canyon Eliminator Race in Koblenz !

 

Heute ging es weiter mit der Arbeit an meinem Wiedereinstieg in den Rennzirkus. Nachdem ich in den vergangenen Wochen noch mal an meiner Grundlage gearbeitet habe, lege ich den Schwerpunkt jetzt eher auf kurze knackige Intervalle, damit die Leistung oberum wieder besser wird. Da kam das zum zweiten Mal ausgetragene Sprintrennen rund um das Canyon-Cycling-Center in Koblenz genau richtig. Es galt sich zunächst in einem Runderekordfahren zu platzieren und dann in Viertel-/ Halb- und Elitefinale gegen jeweils 7 andere Fahrer durchzusetzen. Mit meinem Teamkollegen Andy Eyring, Wenzel Böhm-Gräber  sowie meinen NRW-Kollegen Alex Gläser und Florian Kortüm waren starke Leute aus dem Cross-Country Zirkus dabei, wobei Andy und Wenzel zu den absoluten Top-Sprintern in Deutschland gehören. Hinzu kam mit Fabien Barel eine Downhill-Legende, der nicht nur einen brutalen Antritt hat, sondern auch fahrtechnisch in einer anderen Liga spielt. Nachdem ich mich mit der 5.-besten Zeit für die Viertelfinals qualifiziert hatte, ging es dann richtig los. Im Viertelfinale ganz vorne, im Halbfinale gemeinsam mit Wenzel über die Ziellinie; so war mein Weg ins Finale. Dass ich so gut mithalten konnte, hatte ich nicht unbedingt erwartet. Im Finale ging es dann richtig ab: 8 Leute mit Highspeed auf die erste Kurve zu, Ellenbogen an Ellenbogen durch die Kurve, und dann 3 Minuten absoluter Volldampf. Ein Spektakel für Fahrer und Zuschauer, besser gehts nicht. Ich erwischte leider keine gute Linie und fiel zunächst auf Platz 6 zurück. Vorne knallten Andy und Wenzel vor, als gäbe es kein morgen. Dahinter bemühte ich mich wieder nach vorne zu kommen, zum Glück gingen Fabien nach einem tollen Start in der zweiten Runde "die Lichter aus", mit ihm kassierte ich einen weiteren Downhiller, so lag ich direkt hinter Alex, der eine tolle erste Runde hingelegt hatte. Auf der letzten Rille gelang es mir, auf der Gegengeraden an ihm vorbeizuziehen. Durch den harten Fight und das hohe Tempo kamen wir sogar wieder etwas näher an die beiden Führenden heran, doch den Zielsprint, in dem Andy knapp vorne war, sah ich nur noch von von hinten ohne eingreifen zu können. Trotzdem, von den beiden im Eliminator-Sprint knapp geschlagen zu werden, ist keine Schande und ich bin zufrieden, dass es auch mit kurzen harten Sprints schon wieder ganz gut geht und ich mit auf dem Podium stand. In der nächsten Woche steht jetzt noch eine Leistungsdiagnostik an, bevor ich am nächsten Wochenende dann beim NRW-Cup in Haltern starten werde. Drückt mir die Daumen (28.04.2013)

Siegerehrung in Koblenz !

 

 

Bundesliga-Comeback auf Platz 22 !

 

Ich hätte mir wirklich etwas andere Bedingungen für mein Comeback auf dem MTB gewünscht. Kälte, Regen und Matsch bestimmten das Wochenende in Heubach, wo der dritte Lauf zur internationalen Bundesliga stattfand.

Doch eigentlich war ich froh, dass ich überhaupt wieder im Rennzirkus dabei sein konnte. Nach meiner Knie-Op Anfang März ist das eigentlich ein kleines Wunder. Im Trainingslager mit der Nationalmannschaft Mitte Februar auf Mallorca war mir beim Ausgleichssport am Strand die Kniescheibe rausgesprungen; dabei ist ein Stück am Rand abgebrochen, das operativ entfernt werden musste. So hatte ich statt Reha- statt Radtraining und bin erst seit rd. 4 Wochen wieder auf dem Bike. Mein Dank gilt meinen behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten, die mich so schnell wieder fit bekommen haben.

Um Sicherheit zu gewinnen, startete im am Samstag zunächst im Eliminator-Sprint, in dem ich mich sogar für die Viertelfinals qualifizieren konnte. Im Viertelfinale sah es dann kurzzeitig so aus, dass ich mich noch eine Runde weiter vorkämpfen könne, doch leider touchierte ich einen Baum und bei einer Renndauer von etwas über 2 Minuten ist jeder Fehler entscheidend. Egal, ich hatte ein gutes Gefühl, das Knie hielt die Belastungsspitzen aus und einem schönen Sonntagsrennen stand nichts mehr im Wege…

…außer das Wetter. Nach den Regenfällen am Samstag, war die Strecke in Heubach eine einzige Schlammgrube. Da ich in den ersten beiden Bundesliga-Rennen nicht starten konnte und damit in der Gesamtwertung noch nicht platziert bin, musste ich das Rennen von sehr weit hinten aufnehmen. Das Starterfeld war dem eines Weltcups würdig, ich durfte also nicht taktieren sondern musste alles in eine schnelle erste Runde legen. So gelang es mir auch, auf Platz 18 vorzufahren. Da mir in meiner langen Pause das Tempo- und Körpergefühl etwas verlorengegangen ist, nahm ich in den nächsten beide Runden etwas Tempo raus, hinzu kam, dass der Matsch die Schaltung schon so zugesetzt hatte, dass nur noch wenige Gänge funktionierten. Ich kämpfte mich aber tapfer durch und konnte in der letzten Runde noch etwas Gas geben. Am Ende reichte es als 6. Deutscher zu Platz 22. Insgesamt nicht schlecht für ein Comeback, aber sicherlich noch nicht meinem Leistungsvermögen entsprechend.

Ich werde jetzt weiter hart arbeiten und mich auf die nächsten Höhepunkte vorbereiten. Am 10. Mai starte ich in Singen bei der DM im Eliminator Sprint und am 11.5. dann bei der Europameisterschaft im Marathon. Eine Woche später steht dann der erste Weltcup in Albstadt auf dem Programm. Drückt mir die Daumen, dass die Form bis dahin noch deutlich besser wird… (22.04.2013) 

 

 

Saisonstart muss nach Knie-OP verschoben werden   !

 

Ihr werdet Euch wahrscheinlich schon gewundert haben, dass Ihr schon länger nichts mehr von mir gehört habt. Aber mein zweites Trainingslager auf Mallorca war schon nach zwei Tagen wieder vorbei. Ich will Euch die Details gerne ersparen, nur so viel: Beim Joggen am Strand ist mir die Kniescheibe rausgesprungen, dabei ist ein Stück davon abgebrochen und nach 14 Tagen war klar, dass es ohne OP nicht geht. Also Knie aufgeschnitten, Knochenstück rausgeholt, 1 Woche an Krücken, jetzt Physiotherapie und bald hoffentlich wieder auf dem Rad und im Kraftstudio. Da ich dabei aber vorsichtig sein muss, werde ich die ersten Bundesligarennen in Bad Säckingen und Münsingen auf jeden Fall sausen lassen und dann hoffentlich bis zum ersten Weltcup wieder fit werden. Drückt mir die Daumen ! (17.03.2013)

 

 

 Erster Sieg im neuen Jahr !

Sieg beim 1. Lauf der Bocholter Winterrennserie 

Wer mich schon länger kennt, weiß genau, was ich an den ersten Wochenenden im neuen Jahr immer mache, seitdem ich in der U11 mit dem Rennenfahren angefangen habe. In Bocholt veranstalten meine Freunde vom RC77 Bocholt jedes Jahr aufs Neue eine tolle aus drei Läufen bestehende Winterrennserie. Genau richtig, um mal wieder eine intensive Einheit zu fahren, bevor es morgen ins nächste Trainingslager nach Mallorca geht. Über 80 Fahrer, MTB´ler und Straßenfahrer, waren gekommen und so gab es natürlich bereits nach dem Start ein großes Gerangel um die erste Kurve. Ich zog voll durch und übernahm sofort die Führung. Mit mir gemeinsam war noch Matthias Frohn vom firebike-Team vorne dabei, danach war schon nach der ersten von 13 Runden eine Lücke. Ich hielt das Tempo hoch, ohne zu überziehen und richte mich gerade auf einen zähen Kampf mit Matthias ein, als dieser leider einen Reifendefekt erlitt, der ihn weit zurückwarf. So war ich das restliche Rennen mit mir alleine und konzentrierte mich darauf, bei den zahlreichen Überrundungen nicht zu stürzen, bevor ich bei meinem ersten Eliterennen im Jahr 2013 den ersten Sieg feiern konnte. Eigentlich schade, dass ich bei den nächsten beiden Rennen nicht mehr dabei sein kann, aber 2 Wochen auf Mallorca sind jetzt auch nicht verkehrt. Drückt mir die Daumen, dass es dort gutes Wetter hat... (6.1.2013) 

 

Zum Einstieg in die Eliteklasse gleich auf dem Podium!
Platz 3 beim Cross in Cloppenburg und das auch noch in falschem Outfit... 

Eigentlich bin ich ja noch Juniorenfahrer (zumindest bis zum 31.12.2012 noch). Doch im Cross (früher sagte man mal Querfeldeinrennen) gelten andere Gesetze. Dort bin ich schon U23-Fahrer und gehe somit zusammen mit der Eliteklasse an den Start. Wenn es dann keine eigene U23-Wertung gibt, darf/muss ich sogar in der Eliteklasse starten. Eigentlich cool, auch wenn ich beim Cross-Rennen des Weser-Ems-Cups in Cloppenburg natürlich nicht wußte, was mich erwartet. Ich fahre ja Cross immer "nur"  aus Trainingsgründen und weil´s Spaß macht. Zunächst mal gab es um mich schon vor dem Start große Diskussionen, da ich mich entschlossen hatte mit meiner Bergamont-Baggy-Shorts zu starten. Ein Outfit, dass man im Cross-Bereich wohl noch nicht kannte. Ergänzt wurde das von meinen unrasierten Beinen und das, wo alle anderen Fahrer glatt rasiert und mit eingeölten Beinen am Start standen. Wie ich oben schrieb, für mich ist es halt Training...   Auf jeden Fall war mir so die besondere Aufmerksamkeit sicher und eine besondere Portion Motivation gab´s obendrauf, den ich hörte dann kurz vor dem Start noch "Jetzt fahren hier schon die Hobbyfahrer mit...". Wie es sich für einen vermeintlichen Hobbyfahrer gehörte, musste ich auch aus der letzten Startreihe starten und nahm so bei schönem Wetter das Rennen auf. Die Runde in Cloppenburg machte dabei richtig Spaß, denn sie war zwar flach, hatte aber viele kleine Hügel, fast wie in BMX-Parcours. An vielen Stellen war daher Fahrtechnik gefragt, ansonsten "ballern" in der Ebene. Erst einmal musste ich mich aber durchs Feld kämpfen, denn in der ersten Runde hatte ich ja das ganze Feld vor mir. Also donnerte ich los und überholte Fahrer um Fahrer und konnte mich so bereits auf Platz 12 vorkämpfen. Besonderen Spaß bereitete mir dabei ein aus Baumstämmen aufgebautes Hürdenhindernis, dass lt. Veranstalter extra so gebaut war, dass man auf jeden Fall laufen muss und es nicht überspringen kann. Solche Aussagen motivieren einen echten MTBler natürlich besonders und so übersprang ich die Baumstämme im Rennen jedesmal, zur Freude und zum Erstaunen der Zuschauer. In Runde 2 kämpfte ich mich dann an die Führungsgruppe heran, die aus 6-7 Fahrern bestand. Hier wollte ich erst einmal etwas "ausruhen", doch sofort ging die Post an der Spitze ab. Der spätere Sieger trat an und niemand wollte hinterher. Ich wollte in diesem Moment nicht überziehen und so verloren wir den Anschluss. In der Folge entwickelte sich ein spannendes Rennen, in dem ich immer wieder mal das Tempo anzog. Die Gruppe wurde Fahrer um Fahrer kleiner und am Ende waren wir noch zu zweit. In der letzten Runde kam es dann zum Sprint um Platz 2, den ich knapp verlor. Trotzdem war ich sehr zufrieden, schließlich fuhr ich das Rennen voll aus dem Training heraus. Und Kommentare zu meinem Outfit gab es nach dem Rennen auch nicht mehr... Vielleicht fahre ich am nächsten Wochenende noch ein weiteres Cross-Rennen, dann geht´s aber erstmal nach Mallorca, wo das erste Grundlagen-Trainingslager ansteht. (12.11.2012)

 

Auftakt in eine neue Saison !
Bikefitting bei Gebiomized

Kaum ist das Fazit für 2012 gezogen, geht es auch schon wieder los mit der Vorbereitung für 2013. Heute habe ich mich von Kopf bis Fuß auf zwei Rädern vermessen lassen. Das Team von Gebiomized in Münster hat meine Trettechnik per Video analysiert, die Kraftverteilung am Sattel und auf dem Pedal gemessen und dann alles optimiert. Der Unterschied vorher und nachher ist wirklich sensationell und dank des großen Technikeinsatzes anhand der Fotos, Videos und der Farbanalysen auch gut nachvollziehbar. Dazu kommt, dass Gebiomized auch die besten Sättel der Welt baut. Der Sattel wird dabei über eine genaue Sitzdruckanalyse individuell angepaßt. Für mich ist er die Versicherung, dass ich nach meiner heftigen Verletzung am Gesäß dauerhaft problemfrei trainieren kann. Außerdem sehen die Sättel auch noch verdammt gut aus und sind saubequem. So gerüstet bin ich sicher, dass ich in der kommenden Saison meine Kraft optimal aufs Pedal bringen kann. Ihr solltet das auf jeden Fall auch einmal ausprobieren, ich bin sicher, Ihr werdet auch begeistert sein. (25.10.2012)

 

 

 

Eine tolle Saison ist vorbei ! Fazit 2012

 

Hallo liebe Freunde im world wide web ! Jetzt ist es also soweit, die Saison 2012 ist Geschichte und schon ist 2013 in Sicht. Zeit ein Fazit des vergangenen Jahres zu ziehen. Ich habe auch in diesem Jahre wieder viele tolle Momente in meinem Sport erlebt, auch wenn ich das ein oder andere Ziel nicht oder nicht ganz erreichen konnte.  

Das Allerwichtigste war aber, dass ich meine Schullaufbahn mit einem wirklich guten Abitur beenden konnte und dass trotz des hohen Zeitaufwandes, den ich für den Sport aufwenden muss. Für die schöne Zeit am Essener Burggymnasium danke ich allen Lehrern, die mich immer toll unterstützt haben. So war es jederzeit problemlos möglich, Trainingslager und Wettkampfeinsätze auch während der Schulzeit mitzumachen.  

Ein ganz großer Dank geht auch an mein Team Bergamont ! Seit mittlerweile 10 Jahren unterstützt mich die beste Bikeschmiede Deutschlands aus Hamburg. Und auch in diesem Jahr habt Ihr mir mit dem Revox Team Race-Edition nicht nur das das beste Racebike ever hingestellt. Auch wenn es im Weltcup mal „Bruch“ gab, war Ersatz immer schnell zur Hand. Danke an die Macher des Teams, Lukas Schmitz, Matthias Faber und Tim Huppertz. Ich bin stolz, dass ich mit Euch gemeinsam tolle Erfolge feiern konnte und sicher, dass das noch nicht alles war. Insbesondere international geht noch was…

Danke sage ich auch an die Trainer und Betreuer des BDR, die uns bei den internationalen Einsätzen betreut haben. Auch wenn nicht immer alles rund lief (dazu später mehr), hat es immer großen Spaß gemacht, in der Auswahl des Nationalkaders dabei zu sein. Und zuletzt darf ich natürlich meinen Heimtrainer nicht vergessen, der mich auch im vergangenen Jahr fast immer auf den Punkt fit bekommen hat. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, wenn der eigene Dad einen trainiert, bei uns klappt es wirklich super. Ein besonderer Dank auch an meinen Physio, Reiner Petrat. Seine magischen Hände helfen mir, immer optimal regeneriert zu sein, wenn das harte Training die Beine mal wieder „zu macht“. Und auch den Mitarbeitern an den Olympiastützpunkten in Köln und Essen, die mir bei der Gestaltung des Trainings und meiner Laufbahn helfen, danke ich herzlich. Dazu gehört auch das Team von dynamic-eye , die für mich ein spezielles Augentrainingsprogramm entworfen haben und mein Partner Maritzen GmbH, der mich mit solestar-Schuheinlagen versorgt. Damit ich die Kraft dann auch optimal aufs Bike bringen kann, wird das bikefitting professionell von Gebiomized in Münster vorgenommen. Die Jungs von Gebiomized haben mir auch einen speziellen Sattel angefertigt, der individuell auf meinen Popo passt. Nur durch diesen Sattel konnte ich trotz einer heftigen Verletzung am Gesäß, die ich mir kurz vor der WM zugezogen hatte (s.u.), überhaupt bei der WM starten. 

Ihr seht also, Radsport ist kein Einzelsport, es gehört ein großes Team dazu, wenn man Erfolg haben will. 

Meinen Freunden und Fans danke ich für die Unterstützung, die ich durch Euch das ganze Jahr erfahren habe. Ich habe leider nicht immer die Zeit, die ich mir wünsche, um mit Euch regelmäßigen Kontakt zu pflegen, doch bin ich sehr froh, wenn ich Euch dann doch mal sehe oder höre. Besonders kennt dies meine Freundin, Josefine. Dir mein Schatz danke ich für die liebe und verständnisvolle Art, mit der Du darauf reagierst, wenn uns Training oder Wettkampf mal wieder an einer schönen Zeit zu Zweit hindern.

Blicken wir nun auf den sportlichen Verlauf des abgelaufenen Jahres zurück:

In der deutschen Junioren-MTB-Rangliste belege ich jetzt zum Saisonende den ersten Platz. Diese Top-Platzierung ist sicherlich der beste Beleg für eine erfolgreiche Saison. Nationale wie internationale Erfolge waren dabei. Drei Dinge sind dabei besonders wichtig gewesen: Beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto bin ich bis auf Platz 4 vorgefahren; damit habe ich bewiesen, dass ich an einem guten Tag in der Weltspitze mitfahren kann. Außerdem wurde ich in der Bundesliga-Gesamtwertung Dritter und holte mir die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft. „Nebenbei“ wurde ich außerdem noch Landesmeister im Marathon und Cross-Country. 

Sicherlich, an der ein oder anderen Stelle wäre wohl noch mehr drin gewesen, doch in einigen entscheidenden Augenblicken des Jahres war mir das Glück nicht gerade hold. So ging ich zwar als einer der Favoriten in das Rennen um die Deutsche Meisterschaft, doch ein Sturz in der ersten Runde machte mir diesen Traum früh zunichte. Trotz einer tollen Aufholjagd und großem Kampf reichte es in Bad Säckingen „nur“ zu Platz 3. Ein toller Platz, aber eben nicht ganz oben, wie ich es mir gewünscht habe.  

Ähnlich erging es mir bei der Europa- und der Weltmeisterschaft. Bei der Europameisterschaft in Moskau ging mein Gepäck samt Rad auf dem Hinflug verloren, so dass ich mit fremdem Material, das ich mir von der Schweizerin, Kathrin Stirnemann, lieh, fahren musste. Platz 6 mit der deutschen Staffel und Platz 19 im Junioren-Einzelrennen waren unter diesen Umständen zwar gute Ergebnisse, der tollen Form, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte, entsprachen diese Platzierungen jedoch nicht. 

Bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Saalfelden waren es zunächst Verletzungspech, dann die Technik, die mir einen Streich spielten. Ein einwöchiger Krankenhausaufenthalt drei Wochen vor der WM aufgrund einer Gesäßverletzung sorgte für eine unplanmäßige Unterbrechung im Training. Nachdem ich die Nominierung für die Staffel, die dann WM-Bronze gewann, dadurch nicht bekam, wollte ich es im Einzelrennen allen zeigen. Vom Start weg fuhr ich offensiv nach vorne und lag kurz vor Schluss als mit Abstand bester Deutscher auf Platz 7 aussichtsreich im Rennen, als ein Bremsdefekt mich in der letzten Runde noch bis auf Platz 14 zurückwarf. Auch hier ein toller Platz bei dem absoluten Highlight des Jahres, doch wie bei der EM waren es wieder äußere Umstände, die mich ein richtiges Top-Ergebnis kosteten.
Trotzdem bin ich stolz auf das Erreichte, vor allem dass ich die Doppelbelastung Schule und Sport so gut geschafft habe. Außerdem habe ich viel gelernt, davon werde ich in der Zukunft sicher profitieren können. 

Apropos Zukunft: 2013 werde ich in der U23 an den Start gehen. Den Sprung in den Nationalkader habe ich auch geschafft, was mich natürlich ganz besonders freut; denn im Nationaltrikot zu fahren, motiviert mich immer besonders. 

Auf jeden Fall möchte ich mich durch starke Leistungen in der Bundesliga für internationale Einsätze qualifizieren; in der U23 wird dies im ersten Jahr schwer genug. Um diese Ziele zu verwirklichen, ist auch zukünftig viel Arbeit erforderlich. Zumal es statt Schule nun mit dem Studium weitergeht. Ich habe mich für BWL und Chemie an der Ruhr-Uni in Bochum eingeschrieben. Dort wird es Spitzensportlern ermöglicht, Studium und Sport gut unter einen Hut zu bringen. So kann ich den hohen Zeitaufwand für den Sport trotz Studium aufbringen.

Meine Saisonpause ist auch schon wieder vorbei, ich mache im Moment viel Krafttraining und Mitte November geht es dann zum ersten Trainingslager nach Mallorca. Die ersten Saisonrennen finden Anfang März statt, bis dahin muss ich viel fahren, um topfit zu sein.

Drückt mir weiter die Daumen, dann klappt das auch !

 

Sieg beim NRW-Cup-Finale in Haltern !


Für mich war es eins der letzten Rennen in diesem Jahr. Der Start beim Finale des NRW-Cups in Haltern am See ist trotz der jetzt schon langen Saison und der Tatsache, dass für mich die Gesamtwertung kein Thema mehr war, Ehrensache. Beim NRW-Cup habe ich als kleiner Junge die erste Rennerfahrung gesammelt, da ist es immer etwas besonderes, dort jetzt als Junior zu starten. Ich freute mich auch darauf, die große NRW-MTB-Familie mal wiederzusehen und so fuhr ich entspannt nach Haltern am See.

Zum Finale waren noch einmal viele niederländische Fahrer ins Münsterland gekommen, außerdem fuhren die anderen Junioren noch um die Gesamtwertung des Cups. Für mich ging es wie gesagt um nichts außer Ehre, Spaß und Flow.

Und Flow hatte die Strecke. Der Kurs, der vom Veranstalter, ATV Haltern, in vielen Teilen umgebaut worden war und fahrtechnisch wie konditionell deutlich an Niveau gewonnen hat, war trotz der Regenfälle am Vortag gut zu fahren. Meinetwegen hätte es auch noch schlammiger sein können, mir liegt das, doch auch so konnte ich noch einmal ein hohes Tempo nach dem Start vorlegen, dem das restliche Fahrerfeld nicht folgen konnte. Ich wollte die anderen Fahrer sofort auf Distanz halten, damit die starken Holländer gar nicht erst zusammenarbeiten können.  

So zog ich dem Feld immer weiter davon und legte bis zur letzten Runde konstant gute Rundenzeiten hin. Viele der zahlreichen Zuschauer kannte ich persönlich; da wollte ich selbstverständlich zeigen, was ich drauf habe. Vor allem im steilsten Bergaufstück, einem 25%igen Anstieg bin ich jedes Mal mit FullSpeed bergauf gerast. Dort standen viele Zuschauer, die mich frentische angefeuert haben, und dafür sollten sie auch eine Top-Leistung sehen. Für mich war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich am Ende der Saison noch gut in Form bin.

Einmal fahre ich noch bei der Bezirksmeisterschaft in Oberhausen am 3.10.2012, anschließend geht es dann nach einer erfolgreichen Saison mit nationalen und internationalen Höhepunkten in die wohlverdiente Pause. Das versprochenen Saison-Resümee folgt kurzfristig. Bilder Haltern hier !(30.09.2012)
 
Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth !
Toller Abschluß mit Platz 3 gesamt !
 
Eigentlich war die Ausgangsbasis für den 5. und letzten Lauf der MTB-Bundesliga nicht sonderlich gut. Direkt nach der WM erwischte mich eine heftige Erkältung und statt zu trainieren genoß ich Halswickel, Inhalationen und Antibiotika. Erst am Tag vor unserem Rennen am Sonntag stand endgültig fest, dass ich starten würde, allerdings habe ich aus Vorsichtsgründen auf den Start beim City-Sprintrennen am Samstag Abend verzichtet. Besonders motiviert war ich, da meine langjährigen Freunde (Mallorca olé)  aus Hamburg, die Familie Bull, extra angereist waren, um mich in Rennaction zu sehen. Lothar und Marita, ihr seid echt die Größten ! Das Wochenende mit Euch war  der Kracher und ich freue mich schon, Euch auf Mallorca im Winter wieder zu treffen.
Zum letzten Mal hieß es um 9.00 Start frei für die Junioren; nächstes Jahr  wechsel ich in die U23 und die starten zum Glück später. Heute also noch einmal Frühstück um 6.00 Uhr, um 8.00 im Teamzelt meines Ausrüsters BERGAMONT warmfahren und 8.45 Uhr in die Startaufstellung. Das heißt aber auch vorläufig zum letzten Mal beim Start "erste Reihe Mitte". Im nächsten Jahr in der U23 werde ich wohl erst mal etwas weiter hinten stehen. Nach dem Start ging die "Büffelherde", also das Feld der 50 Junioren, mit einem Mördertempo den Berg hoch. Neben den deutschen Top-Fahrern waren auch wieder Fahrer aus Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Norwegen zur Bundesliga gekommen. Das Wetter war toll, im Wald erwischten uns schon die ersten Sonnenstrahlen, die Strecke absolut super präpariert (Danke an das Team aus Bad Salzdetfurth für so ein tolles Rennen !), so dass es wirklich Spaß machte, die flowigen Downhills nach den harten Anstiegen, abzufahren. Leider waren aber kurz nach uns auch die Seniorenklassen gestartet worden, was mich am Ende doch noch beinflußt hat. Und zwar nicht, weil unser Landestrainer aus NRW, Clemens Sietas, mit mir im gleichen Rennen war, sondern, weil mich zwei Seniorenfahrer in der letzten Runde im Downhill so behinderten, dass ich eine tolle Aufholjagd nicht mehr erfolgreich abschließen konnte. Hier ist also zukünftig etwas mehr Gefühl der Kommissäre/Veranstalter notwendig, die die Rennklassen entsprechend trennen sollten. Nach dem Start ging es aber erst einmal mit Mördertempo den Berg hinauf, ich merkte meine Erkältung zunächst noch nicht und war froh, dass Tempo an der Spitze mitgehen zu können, auch wenn der spätere Sieger, Phillip Bertsch, dem Rest des Feldes schnell enteilt war. In der dritten von fünf Runden konnte dann Georg Egger noch eine kleine Lücke reißen, so dass es dahinter für 3 weitere Fahrer und mich nur noch um Platz 3 ging. Kevin Panhuyzen, ein Top-Fahrer aus Belgien, attackierte eingangs der vorletzten Runde und konnte auf Platz 3 vorfahren. Ca. 15 Sekunden dahinter fuhr ich mit Martin Frey vom Team Bulls und obwohl wir alles versuchten, kamen wir erst einmal nicht näher. Erst in der letzten Runde im Steilanstieg nach der Start-/Ziellinie schien der Belgier schwächer zu werden. Martin und ich gaben noch einmal Vollgas und -obwohl ich meine Atemwege schon spürte-, versuchte ich bis oben an Kevin vorbeizukommen. Leider kamen dann die beiden oben erwähnten Seniorenfahrer ins Spiel. Kevin konnte sich vor dem Downhill noch vorbeimogeln, ich schaffte es nicht mehr und hing hinter den beiden Senioren fest. Da die zum einen noch in einem erbitterten Fight gegeneinander steckten und zum anderen bergrunter nicht gerade besonders schnell unterwegs waren, da die Strecke an dieser Stelle technisch schwer zu fahren war und die beiden alten Herren genug zu kämpfen hatten, heil den Berg herunter zu kommen, kostete mich ihre Unaufmerksamkeit den Anschluß und damit möglicherweise einen noch bessere Platzierung. Im Ziel war ich superfroh; mit dem 4. Platz im Tagesklassement habe ich mir trotz meines Ausfalls in Albstadt noch den 3. Platz im Bundesliga-Gesamtranking erkämpft. Ich werde mich jetzt erst einmal richtig auskurieren, dann noch beim NRW-Cup-Finale des ATV Haltern zu meinem letzten Rennen als Junior antreten und dann die wohlverdiente Pause geniessen. Ein Fazit meiner erfolgreichen Saison werde ich in den kommenden Tagen ziehen und Euch dann an dieser Stelle darüber informieren. Bis dahin.... (16.09.2012)  Schöne FOTOS ->> aus BAD SALZE  

 

 

Weltmeisterschaft in Saalfelden ! Trotz Pech auf Platz 14. 
 
Hallo ins world-wide-web ! Zurück von einem 3.000 km road-trip, der mich zunächst nach Albstadt zum 4. Lauf der Bundesliga und dann weiter nach Österreich ins idyllische Saalfelden bei Saalbach/Hinterglemm und dann wieder nach Hause geführt hat. Nach meinem 2. Platz im Bundesliga-Rennen in Saalhausen war ich guter Dinge, auch in Albstadt vorne dabei sein zu können. Doch der Wettergott und die Kommissäre meinten es nicht gut mit mir und den anderen Junioren. Trotz Unwetter und einer praktisch unfahrbaren Strecke konnten sich die Kommissäre nicht entschließen, das Juniorenrennen zu verkürzen. So fuhr der Sieger eine Zeit von 1:31 h im strömenden Regen und bei lausigen Temperaturen. Ich wollte mich angesichts der 6 Tage später stattfindenden WM nicht abschießen und verließ das Rennen frühzeitig. Außer Spesen und einem total versifften Rad leider nichts gewesen. Warum schreibe ich das hier ? Weil der Dreck aus Albstadt noch bei der WM nachwirken sollte... So reisten wir noch sonntags nach Saalfelden an, wo ich mich dann gut 1 Woche auf die fahrtechnisch und konditionell hoch anspruchsvolle Strecke vorbereitete. An den Trainingstagen erarbeitete ich mir auf zahlreichen Runden berghoch wie auch in den hammerharten Downhills eine Top-Fahrlinie und war in der Lage, diese am Freitag, also am Tag vor dem Rennen fast blind zu fahren. Auch taktisch hatte ich mich perfekt auf die Strecke und das Rennen eingestellt. So stand ich samstags mit den 118 besten Junioren aus aller Welt im Stadion von Saalfelden am Start zum Höhepunkt des Jahres. Startplatz 26, entsprechend meinem Platz in der Weltrangliste, das hieß 3. Startreihe. Eine gute Ausgangsposition, die ich sofort nach dem Startschuss nutzte, um auf dem 2 km langen Steilanstieg, bis auf Platz 7 vorzufahren. Im anschließenden Downhill lies ich es dann etwas ruhiger angehen, um mich für die folgenden 5 Runden, die wir zu fahren hatten, vorzubereiten. Entlang der zahlreichen Zuschauer, die alle Fahrer frenetisch anfeuerten, jagte ich gemeinsam mit einem Belgier, zwei Schweizern, einem Italiener und einem Franzosen den Berg hoch. Dabei mussten wir zweimal durch einen eisigen Gebirgsbach durch. Jeder von uns wollte am "Mörderdrop", einem kurzen freien Fall in eine matschige 90-Grad-Kurve, in der es zahlreiche Stürze gab, vorne sein. Zum Glück hatte ich durch mein umfangreiches Streckentraining alle Linie gut im Griff und konnte mich so immer auf dem Rad halten. Bergab knallten wir mit Tempo 50 in zahlreichen Kurven, Buckeln und Anliegern an der Technikzone, in der unsere Betreuer vom BDR standen, vorbei. Von dort ging es erneut bergauf, erst noch ohne besondere fahrtechnische Herausforderung, dann aber durch Wurzelserpentinen, in denen jeder Fehler bedeutete, dass man schieben musste, hin zum zweiten Drop, dessen Landung ein Wurzelteppich war und höchste Konzentration erforderte. Im anschließenden Highspeed-Downhill passierten wir dann zum zweiten Mal die Verpflegungszone, um über einen schönen flowigen Trail zum Stadion zurückzukehren. Auf Platz 9 passierte ich das Ziel, wobei wir die Gruppe um Platz 5 direkt vor uns im Blick hatten. Ich hielt mich in den Flachstücken taktisch zurück, zog am Berg aber voll durch und merkte von Runde zu Runde mehr, dass ich gut unterwegs war. In der vorletzten Runde wollte ich die Gruppe dann ausgangs des Stadions sprengen und versuchen, an Platz 5 ran zu fahren. Leider spielte mir dabei die Technik einen Streich. Nach einem heftigen Schlag beim Überfahren einer Wurzel bergauf, blockierte auf einmal meine Vorderradbremse; offenbar hatte ihr der Dreck aus Albstadt doch so zugesetzt, dass sie sich nun ihrerseits zusetzte; keine wirklich gute Voraussetzung für einen Angriff am Berg...  Ich hielt kurz an, machte die Bremse frei, hatte aber fortan immer wieder mit dem gleichen Problem zu kämpfen. In der letzten Runde büßte ich so noch weitere Plätze ein, konnte mich dann aber noch als 14. ins Ziel retten. Unter diesen Umständen noch alles raus geholt.
 
Wie lautet nun das Fazit des Jahreshöhepunktes ? Meine Zielstellung war eigentlich ein einstelliger Platz, diesen hatte ich auch immer fest im Blick, bis das Bremsenpech zuschlug. Berücksichtigt man außerdem, dass meine Vorbereitung durch den Krankenhausaufenthalt 4 Wochen vor der WM noch heftig gestört wurde, ist es sogar mehr als super, dass nur 13 Junioren auf der Welt besser als ich waren. Außerdem habe ich in den vergangenen Wochen viel gelernt, was mir im Hinblick auf mein erstes Jahr in der U23-Klasse im nächsten Jahr noch sehr hilfreich sein wird. Insofern bin insgesamt zufrieden. Besonders bedanken möchte ich mich bei allen meinen Unterstützern, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Dies sind mein Team Bergamont, das mir mit dem REVOX Team ein wirklich tolles Arbeitsgerät hingestellt hat. Danke auch an das Schuhhaus Maritzen, das mich mit den besten Schuheinlagen von solestar versorgt. Ein besonderer Dank geht an die Jungs von GeBiomized aus Münster. Euer Top-Sattel hat es mir erst möglich gemacht, überhaupt bei der WM starten zu können. Ich bin froh, so tolle Partner zu haben. Außerdem möchte ich meinen Zimmerpartner Martin Frey vom Team Bulls erwähnen. Wir beide verstehen uns hervorragend, wir pushen uns gegenseitig zu Top-Leistungen und haben vor allem jede Menge Spaß. So soll es sein.  Und zu allem Überfluß holt Martin mit der Staffel des BDR auch noch die Bronzemedaille, schönes Ding und großer Glückwunsch auch an dieser Stelle ! 
 
Für mich geht es am nächsten Wochenende noch zum Bundesligafinale in Bad Salzdetfurth. Dort möchte ich zumindest noch einen Treppchenplatz in der Gesamtwertung, in der ich im Moment auf Platz 4 liege, erreichen. Drückt mir die Daumen. (10.09.2012)
 
 
Zweiter Platz in der Bundesliga im "Heimrennen" !
 
Das Sauerland; letzte Woche noch 38 Grad im Schatten; dieses Mal in Saalhausen 14 Grad und Regen, Regen, Regen... Doch trotzdem, Saalhausen ist für mich immer etwas besonderes. Schon seit der U11 bin ich Stammgast und kenne daher fast alle Leute vom Ausrichter. Und da es in den letzten beiden Jahren dort nicht besonders gut für mich lief, wollte ich in diesem Jahr endlich mal beweisen, dass ich auch im heimischen NRW vorne dabei sein kann. Doch der Reihe nach: Die Jungs und Mädels von shark-attack-Saalhasuen haben auch in diesem Jahr wieder ein Top-Bundesliga-Veranstaltung auf die Beine gebracht. Die Strecke war durch zahlreiche Umbaumaßnahmen super zu fahren und hatte richtig Flow. Für mich begann das Wochenende am Samstag mit einer positiven Überraschung. Beim Sprintrennen auf der 1km langen Runde durch das bike-o-drom konnte ich mich am Samstag in der Zeitquali für die Runde der Top 36 qualifizieren. Das klingt erstmal nicht besonders, doch wir Junioren müssen gegen die Elite- und U23-Fahrer antreten, die dort Punkte für die Bundesliga-Gesamtwertung gewinnen können. Diesmal waren u.a. dabei Manuel Fumic, Ralph Näf usw. , also schon etwas beosnderes, sich überhaupt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Im Viertelfinale, in dem von 6 Fahrern die besten 2 ins Halbfinale vorrücken, war für mich dann aber Schluss. Ich landete nach einem spannenden Lauf auf Platz 4 und habe gesehen, dass ich auch in einem solchen Wettbewerb mithalten kann.
Am Sonntag morgen setzte dann pünktlich zu unserem Start wieder mal Regen ein. Eigentlich wie bei jedem Bundesliga-Rennen in diesem Jahr. Die Jury entschied daher, einen Steilanstieg aus der Runde herauzunehmen, was mir eher nicht passte, da ich gerade bergauf im Steilen immer gut dabei bin. Der Start um 9.00 Uhr entließ das große Fahrerfeld mit den Top-Fahrern aus Deutschland und zahlreichen Fahrern aus Norwegen und Schweden dann auf die Strecke, die in den Downhills ziemlich rutschig geworden war. Ein Norweger sprintete sofort an die Spitze, ich folgte auf Platz 3 und machte mir schon Gedanken, wie ich dieses Tempo wohl mitgehen sollte, als der Kollege aus Norwegen auch schon geplatzt war. Gemeinsam mit Martin Frey und einem Fahrer aus Israel übernahm ich die Spitze. Martin und ich legten dabei ein so hohes Tempo vor, dass uns auch der Israeli nicht lange folgen konnte und schon bei der ersten Zieldurchfahrt waren wir allein auf weiter Flur unterwegs. Wir drückten weiter aufs Tempo, wechselten uns in dern Flachstücken clever ab und bauten unseren Vorsprung weiter aus. So war schnell klar, dass einer von uns gewinnen würde. Bis zum letzten Downhill battelten Martin und ich uns hart, aber immer fair. Bei der letzten Abfahrt hatte ich dann einen kleinen Fahrfehler, durch den ich die entscheidenen Meter verlor und so hatte Martin das bessere Ende für sich. Ich war aber auch mit Platz zwei sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich vor 3 1/2 Wochen noch im Krankenhaus gelegen und gezittert habe, ob ich dieses Jahr überhaupt noch mal fahren kann, dann konnte es nicht besser laufen. Jetzt geht es Schlag auf Schlag weiter, nächste Woche starte ich wieder in der Bundesliga, diesmal in Albstadt, von dort dann gleich weiter zur Weltmeisterschaft in Saalfelden (AUT) und dann zum Bundesligafinale in Bad Salzdetfurth. Drückt mir die Daumen, dass es dort überall genauso weiterläuft... FOTOS->>HIER  (26.08.2012)

 

NRW-Landesmeister im Marathon !
 
Heute hatte ich endlich die Gelegenheit, meinen neuen Gebiomized-Sattel im Wettkampf zu testen. Nach der deutschen Meisterschaft das erste Mal, da ich zwischenzeitlich verletzungsbedingt 1 Woche im Krankenhaus gelegen hatte und anschließend nicht wirklich gut trainieren konnte. Ich startete mit den Marathon-Profis aus dem Top-Starter-Bereich und wollte mir das Rennen bei einer Renndauer von über 2 Stunden und einer Distanz von 59 km gut einteilen. Dies gelang mir auch gut, wobei ich allerdings dadurch gehandicapt war, dass ich bereits in der Einführung meine Trinkflasche verlor. Zum Glück hatte ich noch eine kleine Ersatzflasche dabei, mit der ich mich über die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten konnte. Fast die gesamte Renndauer war ich in der Lage, das Tempo der Spitze mitzugehen und so stand am Ende ein souveräner Sieg in der Juniorenklasse. Wichtiger als das war aber die Erkenntnis, dass ich nunmehr wieder voll trianieren kann und so hoffentlich bis zu den nächsten Bundesliga-Rennen in Saalhausen am 26.08. und in Albstadt am 1.9. noch einigermaßen fit werde. (19.08.2012)
 

 

Neuer Sattel von GebioMized !

Die Jungs von Gebiomized in Münster haben sich wirklich selbst übertroffen; damit ich trotz meiner seit einigen Wochen bestehenden Verletzung trainieren kann, haben sie mir innerhalb kürzester Zeit einen Sattel auf Maß gefertigt. Tausend Dank für den Super Service. Schaut mal bei Gebiomized rein, es lohnt sich wirklich !

 

Endlich eine Medaille bei der Deutschen Meisterschaft !

Bronze in Bad Säckingen !

 


v.l.n.r: Georg Egger (Bike Junior Team), Lukas Baum (Team Rotwild), Ben Zwiehoff (Team Bergamont)

 
Ich bin so froh !!! Wer meine Karriere bisher verfolgt hat, weiß, dass ich mit der Deutschen Meisterschaft auf Kriegsfuß stehe. Entweder bin ich in den letzten Jahren sturz- oder defektbedingt ausgeschieden oder ich wurde Vierter. Diesmal war es auch wieder ein Drama, aber eins mit Happy End. Und noch ein weiterer running Gag: Wenn wir zur Deutschen Meisterschaft fahren, passiert mit unserem Auto oder dem Wohnwagen etwas. Dies war diesmal auch nicht anders: Auf der Hinfahrt streikte die Steuerung des Automatikgetriebe zeitweise und war nur durch einen "Kaltstart" also "Motor aus" wieder zum Leben zu erwecken. So zitterten wir uns die 600 km nach Bad Säckingen, immer in Sorge, ob das Getriebe hält. Zum Glück ging alles glatt und so kamen wir (sogar ohne Reifenschaden auf der An- oder Abreise zur DM wie in den Vorjahren) in Bad Säckingen an. Nach der ersten Streckenbesichtigung war mir klar, dass es kein einfaches Rennen wird. Der Kurs entspricht von der Charakteristik her der Olympiastrecke in London, das heißt es gibt ständige Rhythmuswechsel in fahrtechnisch schwierigem Gelände, kurze, knackige Anstiege, heftig kurze Downhills und vor allem Kurven, Kurven, Kurven. Im Trockenen machte die Strecke Spaß, im Nassen war es sehr rutschig und teilweise auch gefährlich. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn ein längerer steiler Anstieg dabei gewesen wäre, aber die Deutsche Meisterschaft ist kein Wunschkonzert. In den Tagen vor unserem Rennen trainierte ich so viel wie möglich auf der Strecke und so langsam freundete ich mich sogar mit ihr an. Bis zur Nacht vor unsrem Rennen. Der Himmel öffnete alle Schleusen und in einem Starkregen versank die bekannte Strecke, um Ihre böse Schwester, die uns Fahrer mit Dreck und Matsch bewarf, zum Vorschein kommen zu lassen. Meine Taktik war klar: Ich wollte meine tolle Form von Anfang an nutzen, um möglichst von vorne zu fahren, damit ich die Rutschpartien in den Downhills möglichst gefahrlos in Angriff nehmen konnte. Nach dem Startschuss ging ich dann auch sofort an die Spitze des über 80-köpfigen Starterfeldes und war gedanklich eigentlich schon in der ersten Steilabfahrt, als der spätere Deutsche Meister, Lukas Baum, plötzlich angriff und uns alle mit seinem Antritt überraschte. 10 Meter hatte er an der Einfahrt zur Abfahrt herausgefahren und ich machte den vielleicht schon rennentscheidenden Fehler. Mit Gewalt wollte ich die Lücke in der Abfahrt schließen , überzog den Bremspunkt und flog in hohem Bogen aus der Kurve. Nach einem Salto lag ich in der nassen Wiese, rappelte mich auf und musste mich und mein Bike erst einmal sortieren. Viel Zeit verlor ich zwar nicht, aber die zweite von vier zu fahrenden Runden brauchte ich erst einmal, um  wieder ins Rennen zu finden. Immerhin konnte ich mich zurück auf Platz 3 kämpfen und es lief -vor allem bergauf- sehr gut. Zwar zog Lukas vorne konstant seine Runden, doch dahinter kam ich immer näher an den auf Position 2 liegenden Georg Egger heran. Leider wurde meine Aufholjagd immer wieder von Antriebsproblemen gebremst. Bei meinem Sturz hatte ich mir offenbar jede Menge Dreck eingefangen, der sich zwischen Umwerfer und Kettenblatt gesetzt hatte. Zusammen mit dem Dreck, der von der Strecke aufgewirbelt wurde, sammelte sich so immer mehr Schmodder, der mir insbesondere in den Bergauf-Passagen immer wieder die Kette runter drückte. Mehrfach musste ich daher vom Rad, um die Kette wieder aufzulegen und mich befiehl immer mehr die Sorge, dass Martin Frey, der auf Platz 4 lag, wieder an mich herankommen könnte. In der letzten Runde war ich dann trotz der Probleme bis auf wenige Meter an Georg dran. Vor dem berüchtigten "Pumptrack", einer ca. 400 Meter langen Anhäufung von kurzen Doubels, 180-Grad-Kehren und Wurzelteppichen wollte ich unbedingt an ihm vorbei, da Georg dort unschlagbar schien. Im letzten Steinfeld vor dem Pumptrack ging daher volles Risiko, doch leider ging mir im Sprung erneut die Strecke aus. Ich landete unsanft vor einem Baum und von hinten sah ich Martin heranfliegen. Ich hätte mich ohrfeigen können. Warum fährst Du nicht auf Nummer sicher ? Die Frage stellte ich mir selbst. Doch wenn Du die Chance hast, noch einen Platz gut zu machen und damit Silber statt Bronze zu holen, dann versuchst Du es auch. So ist es nun mal im Sport. Ich rappelte mich auf und mit wenigen Sekunden Vorsprung kam ich auf die steil ansteigende Zielgerade. Acht Sekunden rettete ich ins Ziel und war überglücklich. 3. Platz, Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft, es war vollbracht. An einem Tag, an dem 5 Fahrer hätten gewinnen können, war ich zufrieden, überhaupt einen Podestplatz erkämpft zu haben. Bei der Siegerehrung auf dem Podest, die Nationalhymne wird gespielt, ein tolles Gefühl. Ich fahre jetzt erst einmal 1 Woche ohne Rad in Urlaub und genieße den Erfolg. Anschließend werde ich mich dann gezielt auf die Weltmeisterschaft Mitte September in Österreich vorbereiten. Fotos aus Bad Säckingen ->>hier (09.07.2012)
 

 Souverän zum Landesmeistertitel !

 


v.l.n.r.: Florian Kortüm, Ben Zwiehoff,Thomas Prinz mit Landesfachwart Jürgen Isenhardt

Heute ging es im sauerländischen Grafschaft beim 3. Lauf zum NRW-Cup auch um die Titel in der NRW-Landesmeisterschaft. Garniert wurde das Rennen von einigen starken niederländischen Fahrern, die in vielen Rennen schon vorne mitmischten. Leider hatten Kommissäre entschieden, dass heute nicht -wie in den vergangenen Rennen- die Elite-, U23- und Juniorenklasse zusammen starten, sondern mit jeweils 2 Minuten Startabstand gingen die verschiedenen Klassen ihre Rennen alleine an. Ich fand´s schade, dass ich mich nicht im direkten Duell mit den besten Elitefahrern messen konnte, so blieb nur der indirekte Vergleich über die Rundenzeiten. Ich wollte trotzdem als Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft, die in der nächsten Woche in Bad Säckingen stattfindet, Vollgas fahren, um zu sehen, wie mir die Regenerationswoche bekommen ist. Ohne zu viel zu verraten, es lief ganz ordentlich.  Direkt am Start übernahm ich das Kommando und konnte bereits in der ersten von 5 zu fahrenden Runden einen großen Abstand zum Verfolgerfeld herausfahren. Insbesondere in den steilen Bergaufstücken, auf denen wir über tiefe Wiesen "drücken" mussten, gingen meine Beine gut. In den Flachstücken regenerierte ich und den Anstieg zu Start- und Ziel zog ich wieder durch. Bereits in der zweiten Runde hatte ich große Teile des U23-Feldes eingeholt und so "hüpfte" ich Gruppe für Gruppe weiter nach vorne. Am Ende stand der souveräne Sieg in der Juniorenklasse und -wie im Jahr 2011- der Titel als Landesmeister NRW. Am Donnerstag geht´s jetzt nach Bad Säckingen, das Rennen um die Deutsche Meisterschaft startet dann am kommenden Sonntag. Drückt mir die Daumen !

Alle Fotos aus Grafschaft: ->>HIER (1.7.2012)

 

 

 "Sauberer" Sieg beim NRW-Cup in Wetter ! 

 
Das Wetter in Wetter beim 2. Lauf zum NRW-Cup machte seinem Namen alle Ehre; pünktlich zum Warmfahren setzte der angesagte "Starkregen" ein und so hatten wir mit der Flüssigkeitsversorgung in den 4 angesetzten Runden keine Probleme. Die Herausforderung beim NRW-Cup in diesem Jahr ist der gemeinsam Start der Herrenelite-, U23- und Juniorenklasse, die um 13.00 Uhr auf die 5 km lange Strecke gingen. Für uns Junioren ist das natürlich eine gute Gelegenheit unseren Leistungsstand im Vergleich zu den Top-Klassen zu messen. Einziger Nachteil ist, dass wir am Ende des über 50-köpfigen Fahrerfeldes aufgestellt werden, während die Topfahrer der Elite vorne in der ersten Reihe stehen. Für mich diente das Rennen in Wetter der Formüberprüfung nach einer knallharten Trainingswoche. Dabei wollte ich möglichst weit in die Phalanx der älteren Fahrer einbrechen, doch mein Start war alles andere als gelungen. Ich hatte mich für die falsche Seite entschieden, denn dort wo ich möglichst schnell auf der ansteigenden Startgeraden nach vorne preschen wollte, war die Tür erst mal zu, da ausgerechnet dort die langsameren der Herrenelite fuhren. So lag ich im ersten Downhill auch erst im Mittelfeld konnte aber mit einigen gewagten Manövern zumindest schon mal die Spitze im Juniorenfeld übernehmen. Den ersten langen Anstieg nutzte ich dann um mich auf den Gesamtplatz 10 vorzufahren und als wir am Ende der ersten Runde erstmals den langen Zielanstieg im strömenden Regen hochfuhren, lag ich bereits auf Platz 7 und hatte zumindest alle U23-Fahrer auch schon hinter mir gelassen. Um nach den harten Trainingsbelastungen dieser Woche nicht zu überziehen, fuhr ich kontinuierlich mein Tempo und achtet darauf, mich in den schmierigen Downhills einerseits zu erholen, anderseits nicht zu stürzen. Konstant fuhr ich in den nächsten Runden 2 weitere Elitefahrer auf und wollte in der letzten Runde gerade Platz 4 attackieren, als das Rennen für die Junioren auch schon vorbei war. Angesichts des Wetters in Wetter hatte man das Rennen um eine Runde verkürzt, so dass ich etwas früher "Feierabend" hatte. Ich war eigentlich ganz froh darüber, da ich so mehr Regenerationszeit habe. Weiter geht es jetzt mit den Landesmeisterschaften von NRW im sauerländischen Grafschaft am nächsten Wochenende, bevor ich dann zur Deutschen Meisterschaft in Bad Säckingen fahre. (24.06.2012)
 

 

Ein Satz mit X  !

Europmeisterschaft in Moskau als Fiasko 

 
Das war wohl nix... Die EM in Moskau muss ich leider unter "Erfahrung" buchen und ganz schnell abhaken. Nach den ganzen Eskapden mit dem Gepäck, den Fahrrädern, einem Staffelrennen auf einem geliehenen Bike, das leider nicht so ganz paßte, war auch das Juniorenrennen eine einzige Katastrophe. In der Nacht zuvor hatten wir zwar unser Gepäck und unsere Räder in Empfang nehmen dürfen, allerdings mussten wir -wegen eines angeblichen Verstosses gegen die Einreisebestimmungen- erst einmal eine saftige Starte von 750,-- € zahlen. Immerhin konnte ich dann mittags am Rentag erstmals mit meinem eigenen Bike auf die Rennstrecke. Schon da merkte ich, dass die ungewohnte Position auf dem geliehenen Bike im Staffelrennen am Vortag ihre Spuren hinterlassen hatte. Meine Beine wollten nicht richtig in Schwung kommen und so rollte ich mit erheblicher Ungewissheit um 17.00 Uhr (Ortszeit) in die Startaufstellung. Startplatz 12, eigentlich eine perfekte Ausgangsposition... Nach dem Start konnte ich kurzzeitig das Tempo an der Spitze mitgehen, merkte aber dann schnell, dass meine Beine nicht können. Ich drosselte das Tempo und zu allem Überfluss verhakte ich mich noch mit einem anderen Fahrer. So fand ich mich auf Platz 23 nach der ersten von 4 Runden wieder. In der zweiten Runde hatte ich dann mal das Gefühl, dass die Beine "aufgehen", kontinuierlich fuhr ich Position um Position nach vorne, ohne jedoch auch nur ansatzweise Rundenzeiten zu produizieren, die ich mir zugetraut hätte.  Bis Platz 14 ging es zwischenzeitlich in der dritten Runde nach vorne, eine Top-Ten-Platzierung schien noch möglich, als der Mann mit dem Hammer in der letzten Runde gnadenlos zuschlug. Ihn hatte ich schon lang nicht mehr gesehen, doch  von heftigen Krämpfen geschüttelt fiel ich bis ins Ziel noch auf Platz 19 zurück. Die nächsten Tage werde ich jetzt zu einer umfassenden Analyse nutzen und dann sehen, dass ich die Strapatzen schnell verarbeite. Denn schon am nächsten Wochenende wartet die Deutsche Meisterschaft im Sprint in Kirchzarten auf mich. Drückt mir die Daumen, dass dort alles besser läuft als in Russland. (11.06.2012) Bilder folgen...

 

Moskau, leider ohne Bike und ohne Gepäck ! 

 
Zur Zeit spricht ja der ganze Kontinent nur noch von der Europameisterschaft; allerdings nicht von der im Mountainbiken sondern im Fußball. Ich drücke den Jungs von Jogi Löw die Daumen, dass es bei Ihnen besser läuft als bei uns. Ansonsten ist wahrschienlich schon nach der Vorrunde Schluss... Aber Jogi´s Jungs haben einen Vorteil: Sie müssen nicht mit Air Berlin fliegen.... Kurz nach der Ankunft gestern in Moskau war klar, dass die ganze akribische Vorbereitung, die ich im Hinblick auf ein Top-Resultat bei der EM hinter mich gebracht habe, eigentlich für den Mülleimer war. Die Räder und das Gepäck von Julian, Lukas und mir sind leider irgendwo in der großen weiten Air Berlin Welt verschollen. Offenbar hatte man sie beim Umsteigen in Berlin nicht mit in unseren Flieger geladen. Die Vorbereitung für das Staffelrennen heute fand also nicht auf der Strecke statt, sondern beim Einkaufen: Zahnbürste, Unterhose usw...
 
Anschließend ging es dann auf Rädersuche; zwei nette Mädels, Alexandra Engen aus Schweden und die Schweizerin Kathrin Stirnemann, retteten uns und liehen uns ihre Räder, mit denen wir dann heute morgen auf den Kurs in Moskau gingen. Größe und Abstimmung passten zwar nicht hundertprozentig, aber immerhin konnten wir starten. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an Alex und Kathrin für die tolle Unterstützung. 
 
Das Staffelrennen ging dann um 14.00 Uhr Ortszeit über die Bühne; ich übernahm von Startfahrer Julian Schelb den 7. Platz und konnte immerhin bis auf Platz 5 vorfahren; am Berg fühlte ich mich richtig gut, allerdings konnte ich in den Flachstücken aufgrund des Rades, das eigentlich ein Nummer zu klein war, nicht den gewohnten Druck entwickeln. Letztlich wurde es dann der 6. Platz für uns, der angesichts der besch...enen Umstände noch ein ordentliches Resultat ist.
 
Es bleibt spannend, leider etwas anders als erhofft. Heute um 18.00 Uhr soll es weitere Infos geben, mal sehen, ob unsere Sachen noch auftauchen, die Air-Berlin-Welt ist groß...

 

Auf nach Moskau zur Europameisterschaft! 

Gerade bin ich auf dem Weg nach Moskau, wo ab morgen die Europameisterschaft stattfinden wird. Direkt am Olympiagelände, wo 1980 die Spiele stattgefunden haben, werden wir auf dem Cross-Country-Kurs die Europameister des Jahres 2012 ermitteln. Dabei hat der BDR eine kleine, aber feine Mannschaft nominiert. Moritz Milatz als amtierender Deutscher Meister und bereits für die Olypmpiade in London 2012 qualifiziert und Sabine Spitz, die amitierende Olympiasiegerin, führen das Aufgebot des BDR an. Ich kann es immer noch nicht richtig fassen, dass ich ebenfalls dabei sein darf. Und jetzt kommt der Hammer: Ich werde nicht nur im Juniorenrennen am Freitag, den 8.6.2012 starten, sondern auch in der Staffel, die am Donnerstag um den Titel des Mannschaftseuropameisters kämpft, als Junior fahren.  Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich mega-aufgeregt bin. Nach derzeitigem Stand lautet das Aufgebot für die Staffel:

Moritz Milatz (Elite Herren)
Sabine Spitz (Elite Damen)
Julian Schelb (U23 Herren)
Ben Zwiehoff (Junioren)

Das Staffelrennen findet um 14.00 Uhr MESZ statt. Ich hoffe nur, dass ich meine gute Form bei der Staffel auch auf die Strecke bringe und wir uns im Reigen der Top-Nationen Europas behaupten können. Am Freitag folgt dann um 17.00 Uhr MESZ das Junioren-Rennen; es sind zwar "nur" 50 Starter gemeldet, doch fast alle Fahrer der Weltspitze kommen aus Europa, so dass es mit Sicherheit ein brutal hartes Rennen werden wird. Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht... Alle Infos zur EM findet auch hier: EM 2012 (6.6.2012) 
 

 

Schwerer Sturz beim Weltcup in La Bresse !

Zum Glück "nur" Prellungen und einen Brummschädel

Den Weltcup in La Bresse möchte ich am liebsten ganz schnell vergessen. Alle Junioren das BDR ereilte ein oder mehrmals das Sturz- oder Defektpech. Und auch mich erwischte es bereits in der ersten Runde. Dabei fing es so gut an... Die Strecke in La Bresse ist eigentlich einfach; es geht einmal rauf und dann wieder runter. Allerdings ist der Downhill stellenweise ziemlich gefährlich, da die Fahrer bei einem Sturz keine Sturzzonen haben sondern entweder den Abhang hinunterstürzen oder auf großen kantigen Felsen landen. Zu allem Überfluss hatte es vor unserem Rennen die ganze Nacht geregnet, so dass es nicht nur steil und gefährlich sondern auch noch schmierig wie auf Seife war.  Hinzu kam, dass der Track in weiten Teilen so eng ist, dass man auch nicht überholen kann. Meine Taktik war daher klar: Vom 12. Startplatz in der Startloop sofort nach vorne fahren und dann an der Spitze dabei sein. Dies gelang mir auch perfekt. In einer Fünfergruppe kamen wir an der Spitze aus der Startloop, aus dem deutschen Team war neben mir noch Lukas Baum dabei. Mit Vollgas gingen wir in den Anstieg, der über 150 Höhenmeter aufwies und auf rutschigen Steinen auch fahrtechnisch schwierig war. Ich hatte einen guten Rhythmus gefunden doch leider machte ein Schweizer direkt vor mir einen Fahrfehler und ich musste wie er vom Rad und den Rest des Anstieg laufen. Wer mich kennt, weiß, wie gerne ich laufe und meine Beine fühlten sich oben schon an wie Gummi. Im anschließenden Downhill wollte ich mich erholen und fuhr nicht Vollgas, zumal ich auf dem schmierigen Untergrund keinesfalls stürzen wollte. Trotzdem verlor ich kaum Zeit, was mich zuversichtlich für die weiteren Runden stimmte. Eigentlich war ich schon heil unten, als mir am letzten Absatz der entscheidende Fehler passierte. Ich übersah einen Stein, mein Vorderrad knallte voll davor und ich überschlug mich heftig. Es knallte anschließend zweimal als ich erst auf dem Kopf und dann auf die Schulter fiel und im ersten Moment schoß mir durch den Kopf, dass jetzt unter Umständen die Saison vorbei ist. Zum Glück konnte ich mich aufrappeln und merkte dann schnell, dass ich zwar einen Brummschädel und Schmerzen in der Schulter hatte, doch wohl nichts schlimmeres passiert ist. Ich überlegte kurz und wollte dann weiter fahren, als ich sah, dass das Rennen beendet ist. Ich hatte mir mein Schaltwerk abgerissen, die Kette war ebenfalls durch und so war für mich nach gut 20 Minuten das Rennen vorbei. Wer weiß wofür es gut war... Eine Runde danach war leider auch für Lukas das Rennen zu Ende. Er fuhr bergauf platt und verstauchte sich beim Laufen zur Techzone noch den Fuss. Wenn einmal der Wurm drin ist...

Zum Glück hat La Bresse keine Auswirkungen auf die Qualifikationen. Der Bundestrainer Peter "Speedy" Schaupp hat mich für die Europameisterschaft in Moskau, die vom 6. bis zum 10.06.2012 stattfindet, nominiert. Und auch die WM-Quali ist bereits in trockenen Tüchern. So kann ich einigermaßen entspannt in die nächsten Wochen gehen, in denen ich mich ohne Rennstress mit Grundlagen- und Krafttraining auf die Europameisterschaft vorbereiten werde. Jetzt gehe ich erst mal ins Bett und hoffe, dass ich mich morgen schon wieder etwas besser fühle... (20.05.2012)

Endlich in der Weltrangliste platziert !

Heute ist die aktuelle Junioren-Weltrangliste der UCI erschienen und ich bin bin durch mein Ergebnis aus  Nove Mesto direkt auf Platz 16 eingestiegen. Ein tolles Gefühl, vor allem weil ich bei den Weltcups jetzt einen Startplatz im vorderen Feld sicher habe ! Ihr könnt meine aktuelle Platzierung immer verfolgen, klickt einfach auf das UCI-Logo ganz oben !(15.05.2012)

 

Absolute Sensation !
Platz 4 im Weltcup ! Noch immer unfassbar...

Gerade eben bin ich aus Nove Mesto in Tschechien zurück; das Rad ist noch im Flugkoffer verpackt und ich kann es immer noch nicht fassen; ich habe mich schon zehnmal gekniffen, um sicher zu sein, dass ich nicht träume. Platz 4 im Weltcup von Nove Mesto, es ist einfach nur geiiiiiiiiiiiiiiiiiil. Entschuldigt meine Euphorie, aber besser kann ein solches Wochenende nicht laufen. Doch von Anfang an. Nachdem ich am Donnerstag mit meinen Teamkollegen vom Team Bergamont, David Simon und Andy Eyring, in Nove Mesto angekommen war, ging es sofort in die Rennvorbereitung. Die Strecke kannte ich aus dem Vorjahr noch in- und auswendig, also ging es eher darum, taktische Planung zu betreiben und die optimale Vorbereitung zu finden. In Absprache mit dem Bundestrainer, Peter "Speedy" Schaupp, entschloss ich mich am Sprintwettbewerb der Elite am Freitag teilzunehmen. Beim Sprint heißt es in der Qualifikation eine möglichst schnelle Zeit auf einer Kurzstrecke hinzulegen. Die besten 36 Fahrer kommen dann in die Finalläufe, in denen dann immer 6 Fahrer gegeneinander antreten, von denen die besten 2 weiterkommen. 180 Fahrer hatten gemeldet, davon gingen weit über 100 in die Qualifikationsläufe. Schwer aufgeregt stand ich dann als einer der letzten Fahrer am Start; vor mir hatten die Fahrer der Weltspitze, darunter diverse Olympiateilnehmer, bereits ihre Zeiten auf die Strecke "geschrieben". Alle 15 Sekunden startete ein Fahrer, vor mir drei polnische Starter. Dann ich; ca. 2 Minuten Vollgas waren nun angesagt... Kaum war ich Wald angekommen, sah ich den ersten Polen, der sich ins Gelände "geworfen" hatte. Zum Glück kam ich gut an ihm vorbei; ich jagte weiter und schon war ich auf der Zielgeraden, als ich die anderen beiden Polen sehen konnte. 30 bzw. 15 Sekunden waren sie vor mir gestartet; den einen überholte ich eingangs der langen Zielgeraden, mit dem anderen sprintete ich ins Ziel. Die Zielrichter waren so überrascht, dass ich zunächst die falsche Zeit zugeordnet bekam. Schnell war das Ergebnis aber korrigiert; Platz 51, nicht schlecht fürs erst Mal. Und außerdem ging es für mich ja nicht ums Weiterkommen, sondern um die Vorbereitung für das morgige Cross-Country-Rennen. Ich fuhr mich locker aus, dann ab ins Hotel und dann Besprechung mit dem ganzen Team, in der ich erfuhr, dass ich vom Bundestrainer den bestmöglichen Startplatz im Team bekommen werde. Einerseits freute ich mich riesig über diesen Vertrauensbeweis, andererseits spürte ich sofort den Druck, der daraus entstand. Dieses Vertrauen wollte ich keinesfalls enttäuschen... Am nächsten Morgen konnte wir uns in Ruhe vorbereiten, unser Start war erst um 13.30 Uhr. Wir nutzten die Zeit, um die Strecke noch einmal abzufahren, da über Nacht das Wetter schlagartig gewechselt hatte. Waren es am Freitag beim Sprint noch sonnige 27 Grad gewesen, zeigte das Thermometer jetzt einstellige Werte und es regnete. Die ohnehin technisch sehr anspruchsvolle Strecke in Nove Mesto war jetzt auch noch megarutschig. Die Devise war also nicht nur Fullgazzz sondern auch Vorsicht in den Downhills, damit nichts passiert. Im Weltcup ist der erste Fehler häufig auch der letzte... Von Startplatz 19 ging ich ins Rennen und konnte auf der langen Startgeraden gleich zahlreiche Plätze gutmachen. Unmittelbar hinter dem amtierenden Weltmeister fuhr ich aus dem Stadion in den ersten Steilanstieg. Hier ließ ich es zunächst ruhiger angehen und ordnete mich auf Platz 10 ein. Ich erwischte eine gute Gruppe, fuhr bergrunter eher auf Sicherheit und nutzte auf der langen Geraden bei Start-Ziel clever den Windschatten aus. In Runde zwei drehte ich etwas mehr auf und konnte 2 Plätze gut machen. Gerade am steilsten Stück, wo fast alle anderen Fahrer laufen mussten konnte ich dank meines superleichten und toppräparierten Rades, Bergamont Revox Teamedition, fahren und so wertvolle Körner sparen. Runde 3, die vorletzte, wurde mir langsam klar, dass es heute ganz weit nach vorne gehen könnte. Vor mir sah ich einen belgischen Fahrer liegen, mit dem ich schon zahlreiche Duelle ausgetragen hatte. Er war zu diesem Zeitpunkt 5., ich 6. "Wenn Du an ihm vorbeikommst, dann weißt Du, dass heute Dein Tag ist", schoss es mir durch den Kopf.  Im letzten Steilhang setzte ich dann die Attacke, der er nicht folgen konnte. Durch diesen Zwischenerfolg war mein Wille jetzt endgültig voll da. Das Publikum im Biathlonstadion von Nove Mesto, peitschte uns Fahrer in die letzte Runde. Ich wollte nichts mehr riskieren und meinen Platz 5 absichern. Wie ein Uhrwerk trat ich bergauf und auch ein kleiner Schreck in der vorletzten Abfahrt, der BMX-Bahn, brachte mich nicht mehr aus dem Takt. Platz 5 im Weltcup war nur noch einen Anstieg weit entfernt und dann sah ich ihn, den Amerikaner auf Platz 4, er hatte sich offenbar in der letzten Abfahrt ein Problem mit seiner Schaltung eingehandelt und musste den Anstieg nun laufen. Ich mobilisierte alle Reserven und kurz vor Ende des Anstiegs gelang es mir tatsächlich an ihm vorbeizugehen. Nun noch volle Konzentration in den letzten beiden Downhills; super durch den "Vertical Drop" und dann mit dosiertem Tempo durch das Steinfeld "Rock ´n Roll". Als dies hinter mir lag, war nur noch das Stadion vor mir. Tausende Zuschauer bereiteten uns Fahrern einen grandiosen Empfang und mein Vorsprung war groß genug, dass ich die letzten 20 Meter die Zuschauer noch abklatschen konnte. Eine so tolle Zieleinfahrt hatte ich noch nie erlebt. Danke, Nove Mesto !!!! Danke aber auch an "Speedy Schaupp für das in mich gesetzte Vertrauen und das ganze BDR-Team für den Top-Support. Danke auch an BERGAMONT, dass Ihr mir so eine tolle Maschine konstuiert habt. Hammerteil, das Bergamont REVOX TEAM !  Es war eins der besten Ergebnisse für deutsche Juniorenfahrer in den letzten Jahre und ich bin super stolz, das geschafft zu haben. Mit diesem Ergebnis habe ich nun das Ticket für die Europa- und Weltmeisterschaft gelöst und kann befreit in die nächsten Rennen gehen. Drückt mir die Daumen, dass ich dort wieder genauso einen Lauf wie in Tschechien erwische. (14.05.2012) Bilder aus Nove Mesto: ----->HIER

Sieg beim Bergzeitfahren !

Das traditionelle Bergzeitfahren unseres Radsportbezirks fand am 4.5.2012 in Essen-Kettwig statt. Die Strecke ist mit 2,1 km Länge und rd. 120 HM überschaubar, hier liegt aber in der Kürze die Würze. Der ausrichtende Verein Sturmvogel Essen hatte die Veranstaltung wie immer top organisiert und auch das Wetter stimmte, da der angekündigte Regen ausblieb. Im letzten Jahr war ich als bester Juniorenfahrer im Gesamteinlauf Zweiter geworden, dieses Jahr wollte ich unbedingt auch den Gesamtsieg erreichen, schon um meine ansteigende Form im Hinblick auf die anstehenden Weltcups zu dokumentieren. Punkt 18.00 Uhr ging ich als erster Fahrer auf die Strecke, da ich unbelastet von Zeiten anderer Fahrer meine Leistung bringen wollte. Der Trick bei so kurzen Zeitfahren ist der, dass man sich umso länger und intensiver Warmfahren muss, je kürzer das Rennen dauert. So hatte ich gut eine Stunde schon auf der Rolle verbracht, als es losging. Bereits auf den ersten 300 Meter, die im Vergleich noch relativ flach sind, merkte ich, dass meine Beine gut auf die Kurbel drückten. Also Vollgas in den Berg hinein, Serpentine um Serpentine schraubte ich mich nach oben und nach 5:35 min war ich im Ziel. Eine Zeit, die nicht nur 20 Sekunden schneller als letztes Jahr war, sondern -wie sich zeigen sollte- auch rd. 15 Sekunden vor der Zeit des ersten Elitefahrers lag. Zufrieden und zuversichtlich gehe ich mit diesem Sieg nun in die Weltcupwoche. Am Donnerstag geht´s nach Nove Mesto in Tschechien, wo am Samstag dann das Juniorenrennen läuft. Drückt mir die Daumen, ich werde jedenfalls alles geben. (5.5.2012)    

Bundesliga in Heubach

Platz 6, da war mehr drin...

Nachdem wir eine Woche zuvor in Münsingen noch bei Schlamm und niedrigen einstelligen Temperaturen gefroren hatten, präsentierte sich das Wetter in Heubach beim 2. Lauf zur MTB-Bundesliga von seiner schönsten Seite. Früh am Morgen bereits 20 Grad, aber keine Tendenz, dass es zu heiß wird, alles perfekt. Auch die Strecke, die ich wirklich mag, da sie mit Ihren mehr als 240 Höhenmeter pro Runde den Fahrern konditionell alles abverlangt, war in bestem Zustand. Eigentlich alles gerichtet für ein eine Top-Leistung. Zuversichtlich stand ich am Start, erste Startreihe, wobei die Startposition in Heubach nicht ganz so entscheidend  ist, da der über 2,5 km lange Anstieg viele Überholmöglichkeiten bietet. 4 Runden waren für die Junioren angesetzt, damit war klar, dass es auf eine Fahrzeit von knapp 1 Stunde hinauslaufen würde. Meine Taktik war auch gut überlegt; ich wollte die ersten beiden Runden schauen und möglichst vorne mitfahren, um dann am Ende möglicherweise meine Stärke am Berg auszuspielen. Zunächst gelang mir das auch gut; in der ersten Runde erwischte ich einen guten Start und konnte das Tempo der Spitze gut mitgehen. An dritter Stelle hinter zwei schwedischen Nationalfahrern ging ich in die zweite Runde und musste dabei nie ans oder übers Limit gehen. Die Beine fühlten sich gut an und auch in der zweiten Runde, die wir zu fünft an der Spitze fuhren, lief es wirklich rund. Hoffnungsfroh ging ich das dritte Mal in den Steilanstieg und jetzt wollte ich es wissen. Ich fuhr zum Führenden auf und wollte mal testen, was geht. Daher schaltete ich einen Gang runter und dabei verklemmte sich meine Kette so unglücklich, das ich über 40 Sekunden brauchte, um sie zwischen Rahmen und Kettenblatt wieder heraus zu bekommen. Trotzdem verlor ich meinen Rhythmus nicht und im folgenden Downhill ließ ich es richtig "fliegen", hatte schon fast wieder Anschluß an Platz 5 gefunden, als ich merkte, dass ich hinten auch einen schleichenden Plattfuß habe. Damit war der mühsam erkämpfte Anschluß natürlich nichts mehr wert. In der letzten Runde musste ich den Downhill entsprechend vorsichtig fahren und konnte auch in der Ebene nicht wie gewünscht beschleunigen. So war ich froh, wenigstens den sechsten Platz noch gerettet zu haben. Im Ziel habe ich mich natürlich richtig über mein Pech geärgert, wichtiger war aber die Erkenntnis, dass die Beine langsam in Top-Form kommen. Ich hoffe, dass es bei den nächsten beiden Weltcups, die jetzt Mitte Mai anstehen, dann auch mit dem Glück klappt. Die Form stimmt jedenfalls... (29.04.2012)

Es geht aufwärts !

Zum Bundesligaauftakt auf Platz 4

Münsingen, schwäbische Alb; die Einheimischen nennen sie die raue Alb und sie haben Recht. Das Wetter war eigentlich wie jedes Jahr; morgens früh war der Boden gefroren, tagsüber gab es von Sonne, über Regen und Hagel alles, was Petrus zu bieten hat, doch die Strecke präsentierte sich am Freitag und Samstag trotzdem in gutem Zustand. Ich entschied mich auf dem neuen Bergamont Revox, das ich seit Mitte der Woche fahre, schnelle Reifen mit weniger Profil aufzuziehen. Leider regnete es die gesamte Nacht...  Um 9.00 Uhr stand ich in der ersten Reihe mit den Top-Favoriten am Start und wir jagten in einem Pulk mit fast 100 Startern das erste Mal aus dem Bikestadion den Berg hinauf. Schon hier zeigte sich, dass ein Reifen mit etwas mehr Grip jetzt die bessere Wahl gewesen wäre. Ich erwischte zum Glück noch die Seite des Hangs, die nicht zu schmierig war, so dass ich wenigstens nicht laufen musste, wie der größte Teil des Fahrerfeldes. Aber ich merkte schon, dass es heute eine rutschige Angelegenheit werden würde. Mitte der ersten Runde ging es dann das erste Mal in den Wurzel-Downhill. Dort hatte ich am Vortag eine Toplinie gefunden und auf Platz 2 direkt hinter dem Top-Favoriten des Rennens Andri Frischknecht aus der Schweiz überlegt ich schon wie ich ihn attackieren könnte, als ich in die Bremse griff und...

... nichts passiert. Die Bremse bremste zwar, doch das Rad rutschte trotzdem superschnell weiter, bis mich ein Baum "auffing". Beim Einschlag holte ich mir eine schmerzhafte Schürf- und Risswunde am linken Oberschenkel, doch ich biss die Zähne zusammen. Schließlich geht es aktuell um die Qualifikation für die kommenden Weltcups sowie weitere internationale Einsätze. Wie mir erging es vielen Fahrern, die gleich zu Beginn des Rennens stürzten. Ich fiel auf Platz 5 zurück, schloss eingangs der 2. Runde wieder zum Führungsquartett auf, ehe mir das Tempo zu hoch wurde. Um nicht -wie beim Weltcup in Houffalize- am Ende "einzugehen", ließ ich es in der 2 und 3. Runde etwas ruhiger angehen, was dazu führte, dass ich mit einem zurückgefallenen Fahrer und einem Schweden, der mittlerweile nach vorne gefahren war, in einer Gruppe um Platz 4 kämpfte, während die ersten drei Fahrer ca. eine Minute vor uns "weg waren". Immer wieder attackierten wir uns gegenseitig, ohne dass es eine Entscheidung gab. In der Schlussrunde zahlte sich meine Renntaktik dann aber doch aus. Im Anstieg konnte ich einen kleinen Vorsprung herausfahren, den ich bis ins Ziel hielt. Hinter dem Sieger Andri Frischknecht, meinem Freund Martin Frey (Team Bulls), der bärenstark unterwegs war und Emil Lind aus Schweden, war ich also zweitbester deutscher Fahrer. Ein Wermutstropfen ist leider doch dabei: Mein Oberschenkel ist auf einer Länge von ca. 15 cm mit Riss- und Schürfwunden sowie einer fetten Prellung versehen, die mich aktuell noch stark in der Bewegung hindern. Ich hoffe, dass ich bis zum nächsten Wochenende, an dem die Bundesliga in Heubach fortgesetzt wird, wieder fit bin. Morgen und übermorgen geht´s erst einmal in die ersten beiden Abi-Klausuren, da muss ich mich zum Glück nicht bewegen. Ansonsten werde ich die nächsten Tage Stammgast bei meinem Physio, Reiner Petrat, sein, er wird mich schon wieder hinkriegen. Drückt mir dafür die Daumen... (23.04.2012) FOTOS--> hier

Platz 21 zum Weltcupauftakt !

Nicht ganz zufrieden, aber ausbaufähig...

Soeben komme ich aus Belgien zurück, wo ich in Houffalize den ersten internationalen Auftritt des Jahres hatte. Wie es gelaufen ist ? Nun ja, mein Ziel, Platz 15 zu erreichen, hat nicht geklappt, aber dafür habe ich immerhin die Gewissheit, dass ich noch erhebliche Reserven habe. Die Strecke in Houffalize ist brutal, keine Chance sich irgendwo auszuruhen, ständig geht es steil hoch oder technisch anspruchsvoll runter. Dazu das Wetter, das mit 4 Grad um 9.00 morgens, als wir Junioren starteten, nicht gerade leistungsfreundlich war. Von Startplatz 67 ging ich ins Rennen, was bedeutete, dass ich in der Startloop Vollgas geben musste, um so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Ansonsten hätte ich schon nach dem Start keine realistische Chance auf Platz 15 mehr. Also Sprint... Nach 200 Meter hatte ich bereits zu den Top 30 Kontakt, doch leider hatte ich einige Fahrer vor mir, die den ersten Steilanstieg nicht fahren konnten und mich so ebenfalls vom Rad zwangen. Laufen, 400 Meter 20 % hoch, das zog mir bereits das erste mal kräftig Körner aus den Beinen. Und obwohl ich alles gab, hatte ich bereits nach der Startloop fast 1 Minute Rückstand; ich lag zwar nach der ersten von 4 Runden noch auf Platz 18, die Plätze 13-17 immer im Blick, ich war aber zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr sicher, ob ich nicht doch überzogen habe. Die zweite Runde lief gut, ich fuhr sogar auf Platz 15 vor, doch auch diese Attacke kostete wieder viele Körner, Körner die mir später fehlen sollten... Runde 3: Ich war wieder auf 17 zurückgefallen, doch den ersehnten Platz 15 hatte ich noch immer im Visier. Dann eingangs der letzten Runden war es vorbei, der erste Anstieg auf der Schlussrunde ging noch, doch im Flachstück vor dem ersten Downhill zog mir jemand den Stecker. Ich verlor 3 Plätze, bekam die Kurbel nicht mehr rum und war froh, als es schließlich vorbei war. Ich konnte leider heute zu keinem Zeitpunkt meine volle Leistung abrufen, die ich im Training drauf habe. Ich hoffe, dass ich bei den nächsten beiden Rennen, den ersten Läufen der Bundesliga in Münsingen und Heubach etwas bessere Beine habe. Drückt mir die Daumen ! (15.04.2012)

Gesamtsieg im RBPC / Mallorca die 2.

Hallo liebe Freunde im worldwide-web ! Ich komme gerade von einem Kurztrip nach Mallorca zurück, den ich unmittelbar nach meinem Sieg im Finallauf des Poisionbike-Cups in Boos (Eifel) angetreten habe. Der Reisestress warf schon seine Schatten voraus und so kam ich auf der schönen, schnellen Strecke in Boos nur langsam in Tritt. Hinzu kam, dass mein schärfster Konkurrent in den Läufen, Yannik Lambert, im Moment auch in sehr guter Form ist. Gleich nach dem Start setzten wir uns gemeinsam vom Feld ab und belauerten uns praktisch ständig. Ich versuchte alles, doch ich konnte mich nicht von Yannik lösen. Eine kleine Unachtsamkeit in der zweiten von 6 Runden führte dann sogar zu einem kleinen Sturz bei mir, so dass Yannik kurzzeitig sogar in Führung gehen konnte. Ich konnte schnell wieder aufschließen, doch auch in der Folge, blieb mir mein Verfolger treu. So schossen wir zusammen auch durch die letzte Runde, in der ich im Zielsprint das glücklichere Ende für mich hatte. Mein Gesamtsieg stand zwar schon vor dem Finale fest, doch ich wollte mich auch im Finale nicht lumpen lassen. Danke an Yannik für die tolle Rennaction ! 

Auf Mallorca habe ich mich im schönen Frühlingswetter noch mal gut erholt und einige intensiverer Einheiten in den Bergen absolviert. Jetzt freue ich mich auf den Weltcup in Houffalize, der am nächsten Sonntag stattfindet. Drückt mir die Daumen !

 

v.l.nr.: Yannik Lambert, Ben Zwiehoff, Felix Schneider (Siegerpodest des RPBC 2012) 

 

Auch den 3. Lauf des RPBC gewonnen !

Während sich heute in Südafrika die Junioren das erste Mal zum Worldcup trafen, stecke ich noch immer in der Saisonvorbereitung und in den Abiturvorbereitungen. Die Vorklausuren sind alle durch, der letzte Schultag am 30. März steht vor der Tür, dann "nur" noch die Abiturprüfungen und dann kann ich mich endlich auf das konzentrieren, was mir am meisten Spaß macht...

Denn das Training läuft zwar unverändert ordentlich, doch ich merke schon, dass mir etwas mehr Zeit gut tun wird. So war ich auch vor dem dritten Lauf zum Rothaus-Poison-Cup in Adenau wieder gespannt, was mein Körper so an Leistung produzieren kann, denn auch dieses Rennen bestritt ich wieder ohne besondere Vorbereitung voll aus dem Training heraus. So viel vorweg, es lief zumindest so gut, dass ich souverän gewonnen habe, aber ich bin sicher, dass da noch deutlich mehr geht. Am Start fehlten erst einmal die Startlisten und so mussten wir erst einmal 20 Minuten warten, ehe uns die Veranstalter auf die Piste schickten. Die Strecke in Adenau war nach dem Regen am Vormittag weich und matschig, was die Downhills fahrtechnisch anspruchsvoll machte. Dafür waren die Bergaufpassagen reine Schotter- bzw. Asphaltstück, die man also voll durch drücken musste. Direkt nach dem Start setzte ich mich an die Spitze und wollte erst einmal locker sehen, was die Konkurrenz macht. Bei der Einfahrt zum ersten Downhill wunderte ich mich dann, dass ich trotzdem bereits 15 Sekunden Vorsprung hatte. Da die Strecke in Adenau sehr übersichtlich ist, konnte ich genau beobachten, wie mein Vorsprung von Runde zu Runde weiter zunahm, obwohl ich nicht voll durchzog. Da mich auch Defekthexe und Fehlerteufel verschonten, fuhr ich nach 5 Runden souverän als Sieger ins Ziel und liege vor dem Finallauf sicher auf dem 1. Platz der Gesamtwertung. Jetzt heißt es schnell regenerieren, denn am Mittwoch steht die nächste Leistungsdiagnostik an. Die Auswertung wird dann die Grundlage für das folgende Trainingsprogramm werden, bevor ich dann Mitte April richtig in den Rennzirkus von Worldcup und Bundesliga einsteige. Ach ja, in den Wochen dazwischen muss ich dann auch noch ein paar Abi-Klausuren schreiben, also drückt mir die Daumen, dass ich das alles gut unter einen Hut bringe. (18.03.2012).

 

 

1. Platz im 2. Lauf des RPBC !

Eine willkommene Abwechslung vom derzeit laufenden Abitur-Stress gab es heute beim 2. Lauf des Rothaus-Poisonbike-Cups in Kottenheim. Im Gegensatz zum "Rennradkurs" beim ersten Lauf in Büchel war das heute ein echtes MTB-Rennen. Die Strecke war nicht nur aufgrund der Topographie (80 Höhenmeter pro Runde) sondern auch wegen des Untergrundes sehr anspruchsvoll zu fahren. Der Regen, der uns heute den ganzen Tag begleitete, machte die Strecke an vielen Strecken sehr rutschig und so war höchste Konzentration gefragt. Die angesagte  Renndauer von 50 Minuten passte perfekt zu einem Vorbereitungsrennen, das ich aus dem Training heraus fahren wollte. Also drückte ich am Start noch nicht voll drauf, konnte aber trotzdem die Führung in den ersten Anstieg mitnehmen. Dort versuchten zwei Fahrer zu attackieren, ich konterte und zog das erste Mal voll durch. So erreichte ich schon zu Beginn eine Lücke von 10 Sekunden auf den Zweiten und konzentrierte mich darauf, in den Abfahrten sicher runterzukommen. Meine Beine, die vom Krafttraining noch etwas müde waren, gingen dann zu Beginn der dritten Runde richtig auf, ich konnte nochmals beschleunigen und mit rd. 30 Sekunden Vorsprung ging ich in die letzten beiden Runden. Ohne ans Limit gehen zu müssen, vergrößerte ich den Vorsprung in den folgenden Runden und fuhr letztlich einen souveränen Sieg heraus. Mit diesem Erfolg bin ich nun auch Führender in der Gesamtwertung des Cups und freue mich schon auf die nächsten Läufe in Adenau und Boos. FOTOS-->>HIER (26.02.2012)

 

 

2. Platz zum Auftakt des RPBC !

Nicht zufrieden mit mir war ich heute bei Auftaktrennen zum Rothaus-Poisonbiks-Cup in Büchel. Gut, die Strecke, die praktisch keine Höhenmeter aufwies und der Temparatursturz ggü. dem Trainingslager waren für mich nicht optimal, doch hätte ich schon mehr von mir erwartet. Aber bereits nach dem Start merkte ich, dass die Beine in der Kälte nicht rund liefen. Ich versuchte das Beste aus der Situation zu machen und die Flucht nach vorn anzutreten; doch zwei Verfolger ließen sich bis zur letzten Runde nicht abschütteln. In einer letzten Attacke konnte ich zwar einen der beiden noch abhängen, wurde dann auf der Ziellinie aber knapp übersprintet. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Rennen wieder etwas besser drauf sein werde... (5.2.2012)

Zurück aus dem Trainingslager !

Ich bin gerade auf der Rückreise von Mallorca, wo wir 10 tolle Trainingstage bei fast immer strahlendem Sonnenschein hatten. Mit dem Rennrad schruppten wir viele Kilometer, um die Grundlagen für eine lange Saison zu legen. Gespannt bin ich natürlich auf denTemperaturunterschied, an eingen Tagen hatten wir auf Malle bereits über 20 Grad, während hier in Deutschland ordentlich gefroren wurde. Super war auch, dass ich diesmal bei den Elite und U23-Fahrern dabei sein durfte, da ich während des Juniorenlehrgangs im Februar meine Vor-Abi-Klausuren schreibe. Großer Dank dafür an die beiden beteiligten Bundestrainer, Frank Brückner und Speedy Schaupp. Am Wochenende werde ich die neue Form mal beim ersten Rennen des Poisonbike-Cups in Büchel testen. Hoffentlich friere ich da nicht irgendwo fest. Ansonsten hat aber jetzt erst einmal die Schule Vorrang. Bis zu meinem letzten Schultag am 30.3.2012 gebe ich da jetzt noch mal Fullgazzz, damit ich anschließend dann auf dem Rad voll durchstarten kann. (31.01.2012).

Bocholt 2; es läuft wieder rund !

Bei strahlendem Sonnenschein, aber bitterer Kälte, konnte ich heute endlich wieder Rennen fahren. Nachdem ich in der Vorwoche verletzungsbedingt noch pausieren musste, unterzog ich mein Knie einem ersten Belastungstest. In Bocholt, bei den Jungs vom RC77, standen mit mir über 90 Fahrer in der Junioren-, Elite- und Seniorenklasse am Start. Die Strecke war superschnell und so wurden 13 Runden aufgerufen. Die Besetzung des Rennens konnte sich wirklich sehen lassen: Mit Markus Schulte-Lünzum war der amtierende Deutsche Meister in der U23 am Start und auch die Bundesligaelitefahrer Sebastian Szcrauzner und Seppel Mordmüller, die in der Vorwoche um den Sieg gefightet hatten, waren wieder dabei. So war eigentlich schon vor dem Start klar, dass es heute ein harter Fight werden würde. Gleich nach dem Start zogen Markus und Sebastian S. ab wie die Feuerwehr und nach einer Runde war klar, dass ich da heute nicht mithalten kann.  Da auch Seppel Mordmüller den beiden nicht folgen konnte, fuhren wir gemeinsam ein taktisches Rennen, mit dem wir uns die weiteren Verfolger vom Hals hielten. Bis zur letzten Runde gemeinsam unterwegs, hatte Seppel die größeren Reserven und gewann den Kampf um Platz 3 in der Gesamtwertung. In der Juniorenklasse war ich mit einigem Abstand Erster. Schade, dass ich beim Finale nicht dabei sein kann, da es für mich schon am nächsten Samstag nach Mallorca geht. Vom 21. - 31.1.2012 werde ich das erste Grundlagentrainingslager in diesem Jahr bestreiten, bevor ich mich dann in die Schlussetappe meiner Schullaufbahn stürze. Ich freue mich schon auf hoffentlich sonniges Wetter und das Wiedersehen mit vielen Freunden. (15.1.2012)  

Bocholt 1 leider ohne mich !

Eins meiner Lieblingsrennen ist im Winter immer die Winterrennserie des RC 77 Bocholt. Es schien auch schon alles klar für einen Start und ein Weidersehen mit den Jungs aus dem Landeskader NRW. Leider kam mit ein Motorradunfall dazwischen... Auf regennasser Fahrbahn weggerutscht und zack, war das linke Knie dick. Zum Glück "nur" einige Blutergüsse, aber vorläufig erstmal kein Training. Am Dienstag geht´s wieder zum Doc, der mir hoffentlich grünes Licht für´s Training geben kann. Drückt mir die Daumen ! (8.1.2012)

 

3. Platz bei der Cross-LVM !

Eigentlich wollte ich bei der LVM Cross in Rheine das Juniorenrennen nur als Trainingseinheit fahren... als ich aber dann am Start stand, merkte ich schnell, dass Rennen nun mal Rennen bleibt und so ging ich von Anfang an voll mit. Leider erwischte ich keinen allzu guten Start und eine 5er Gruppe war so schon mal weg. Mit einem Zwischensprint gelang es mir aufzuschließen, doch ich kam gerade in den crosstypischen Laufpassagen nicht so gut zurecht. Immer wieder musste ich  kleine Löcher zufahren und als vorne die Post abging, wurde ich auch noch durch einige Überrundungen aufgehalten. Trotzdem hatte ich Platz 2 bis zur Schlußrunde immer noch im Blick, konnte aber den Abstand nicht mehr entscheiden verringern, so dass ich wie im Vorjahr auf Platz 3 landete. (28.11.2011)

 

Wahl zum Sportler des Jahres der Stadt Essen !
3. Platz bei der Wahl zum Newcomer des Jahres !
Danke an alle, die für mich gevotet haben !

Jedes Jahr veranstaltet der Essener Sportbund eine große Gala, bei der die Sportler des Jahres in unserer schönen Heimatstadt ausgezeichnet werden. Überraschend wurde ich in der Kategorie "Newcomer 2011" nominiert. Bei dieser Wahl, die im Rahmen der Stadtwerke-night-of-sports in der Messe Essen stattfand, erreichte ich den 3. Platz.  Gewonnen hat verdient die Kanutin Anabell Bösing von der KG Essen, die im letzten Jahr neben einem Deutschen Meistertitel auch bei den Olympic Hope Games erfolgreich war. Für mich war es schon eine besondere Auszeichnung in die Endausscheidung gekommen zu sein und bei der Gala dabei sein zu dürfen. (23.11.2011)

 

 

MTB-Bundesligafinale in Bad Salzdetfurth !
Platz 4. in der Tages- und Platz 5 in der Gesamtwertung


Die Zeit verging wie im Flug... Das letzte Rennen der MTB-Bundesliga in Bad Salzdetfurth und damit meine Saison 2011 sind Geschichte. Irgendwie war ich doch froh, dass jetzt etwas Ruhe einkehrt. Die letzte Woche seit dem Sieg in Grafschaft hatte ich mich darauf konzentriert, meine Erkältung los zu werden, keine wirklich optimale Vorbereitung. Als ich dann aber in der Startaufstellung stand, auf einer der schönsten Strecken in Deutschland, war mein Kampfgeist doch wieder geweckt. Mit 60 Junioren hämmerten wir den Startanstieg auf Kopfsteinpflaster hoch und schon kurz danach war klar, dass heute wieder ein superhartes Rennen werden würde. Der deutsche Meister Christian Pfäffle setzte sich direkt an die Spitze, 4 andere Fahrer und ich kurz dahinter. Wir versuchten, den Anschluss an Christian nicht zu verlieren, doch er hatte heute wieder die besten Beine. In den nächsten Runden gelang es uns dann zu dritt, einen starken Norweger abzuhängen, der Kampf um Platz 2 war damit aber noch lange nicht entschieden. Christopher Platt, Simon Schilli oder ich. In der vorletzten Runde wollte ich den Kampf entscheiden, doch den kleinen Vorsprung, den ich im Anstieg herausfahren konnte, fuhren die beiden in der flachen Alstadtpassage wieder zu. So gingen wir wieder Rad an Rad in die letzte Runde. Mit rasendem Puls jagten wir den Steilanstieg mit über 100 Höhenmeter zum 5. Mal hoch und kurz vor der Kuppe gingen mir kurz die "Lichter aus". Wenige Sekunden Vorsprung nahmen Christopher und Simon mit in die Abfahrt, ich wollte die Lücke unbedingt schließen und riskierte alles. Leider aber etwas zu viel. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit im Downhill und ich lag im Staub. Zwar nichts passiert, aber jetzt war sicher, dass ich nicht mehr an Platz 3 herankomme, sofern nicht noch ein Wunder geschieht. Dies war leider nicht der Fall und so blieb ich ruhig, genoss die Zieleinfahrt im letzten wichtigen Saisonrennen und war einerseits enttäuscht, Platz 2 oder 3 verpasst zu haben, anderseits aber auch stolz in der Gesamtwertung noch der beste Fahrer des jüngeren Jahrgangs geworden zu sein. Damit geht eine tolle Saison mit vielen unerwarteten Ergebnissen zu Ende. Den Rückblick gibt´s in der nächsten Zeit auch an dieser Stelle; bis dahin findet Ihr hier ->>> die Fotos aus Bad Salzdetfurth. Ich danke Euch allen für die Unterstützung, die Ihr mir in vielen Mails geschickt habt und freue mich schon auf eine genauso tolle Saison 2012 (25.09.2011)

Endlich wieder NRW-Cup Sieger !
Tages- und Gesamtsieg beim Finale in Grafschaft


Mein letzter Sieg in der Gesamtwertung des NRW-Cups ist schon ewig her. In der U13 konnte ich zuletzt die Gesamtwertung gewinnen. In den folgenden Jahren kamen mir dann Verletzungen, Terminüberschneidungen und natürlich auch stärkere Gegner dazwischen. Auch in diesem Jahr war es ein enger Fight zwischen Malte Finke (Team Berg) und mir. Die Ausgangslage vor dem Rennen war klar: Wer heute gewinnt, gewinnt auch die Gesamtwertung, also ganz einfach... 
Eher unpassend dazu spüre ich seit gestern eine leichte Erkältung und so war ich doch etwas unsicher, ob ich heute Fullgazzz gehen konnte. Zu allem Überfluss war es dann auch noch saukalt und begann kurz vor dem Start zu regnen. Nach dem Startschuß schoss Malte sofort nach vorne, das Führungstrikot, das er seit dem letzten Rennen in Remscheid trug, schien doch Flügel zu verleihen. Ich hielt im ersten Anstieg dagegen und war froh, dass ich keine Auswirkungen der Erkältung zu spüren schien. Mit leichtem Vorsprung fuhr ich in den Downhill und in die anschließende Flachpassage, in der Malte wieder heranfahren konnte. Angesichts 5 zu fahrender Runden wollte ich am Anfang nicht überziehen und hielt mich bis zum nächsten Anstieg zurück; dort zog ich erneut durch und konnte wieder eine kleine Lücke reissen. Mit 15 Sekunden Vorsprung in die zweite Runde, in der ich aber schon merkte, dass es heute nicht so richtig vorwärts geht. Ich beschloss, meinen Vorsprung zu sichern und dosierte in den folgenden Runden das Tempo etwas, um nicht am Ende noch "einzugehen". Mit knapp einer Minute Vorsprung ging ich in die letzte Runde und fuhr schließlich erleichert auf der Zielgeraden als Erster ein. Ich danke allen Veranstaltern, die uns dieses Jahr wieder eine tolle Rennserie geboten haben und freue mich schon auf 2012. Gerade wenn man wie ich ansonsten immer viele hundert Kilometer zu den anderen Rennen fahren muss, ist man froh und dankbar, dass es auch tollen Sport direkt vor der Haustür gibt. FOTOS gibts HIER -Danke an WSL und LH dafür !!!- (18.09.2011)

 

MTB-Bundesliga in Heubach
Platz 5 und bester Deutscher !

 

v.l.n.r.:
Matteo Olivotto (It), Jens Schuermans (Bel), Andri Frischknecht (SUI), Dominic Zumstein (SUI), Ben Zwiehoff (Ger)

Ein ereignisreiches Wochenende jagt das nächste. Kaum dass die WM vorbei ist, waren schon wieder fast alle europäischen Top-Junioren in Heubach beim dritten von vier Läufen zur internationalen MTB-Bundesliga am Start. Und so kämpften wir Deutschen gegen die Meister aus der Schweiz, Belgien, Italien und Österreich sowie gegen weitere Spitzenfahrer aus insgesamt 8 Nationen. 

Der Veranstalter in Heubach meinte es dabei gut mit uns und wollte es uns wohl ermöglichen, nach dem Rennen am frühen Sonntagmorgen noch in den Gottesdienst zu gehen. Anders ist die Startzeit morgens um 8.00 Uhr nicht zu erklären. Dies führte auch dazu, dass wir unser Rennen praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit (läßt man mal die Betreuer und Angehörigen der Fahrer außer Acht) austragen mussten. Eigentlich schade, denn gerade eine so spektakuläre Strecke wie in Heubach macht mit vielen Zuschauern noch einmal so viel Spaß. 

Für mich bedeutet die frühe Startzeit in erster Linie Frühstück um 5.00 Uhr im Dunkeln, Warmfahren ab 7.00 Uhr während die Sonne aufgeht und Zieleinlauf rechtzeitig zum Glockenläuten der Kirche (s.o.). Im Rennen selbst schienen auch noch nicht alle wach zu sein... Bereits in der Kurve ausgangs der Startgeraden krachte es an der Spitze des Feldes. Christian Pfäffle, der deutsche Meister, war auf einem schmalen feuchten Streifen ins Rutschen geraten und sorgte so für die erste Aufregung. Ich selbst war von Platz 17 ins Rennen gegangen und hatte mich zum Glück für eine andere Fahrlinie entschieden, so dass ich bereits eingangs des Steilanstiegs vorne mit dabei war. Ein erhebendes Gefühl: Um mich herum nur nationale Meister (Jens Schuermans, Belgien / Dominik Zumstein, Schweiz / Matteo Olivotto, Italien dazu der Sohn des mehrfachen Weltmeisters Andri Frischknecht, Schweiz, der das Rennen später auch gewinnen sollte); so gaben wir an der Spitze das Tempo vor. Auch in der zweiten von vier zu fahrenden Runden war ich auf Platz 4 noch gut dabei, die Beine liefen rund, den schweren Downhill fuhr ich  ohne großes Risiko, da er aufgrund der Regenfälle in den Vortagen noch sehr rutschig war. In der dritten Runde musste ich dann die vorderen drei fahren lassen, hatte aber immer noch ein gutes Gefühl. Ich wollte auf jeden Fall mit aufs Podium der Siegerehrung, denn bei den Rennen der Bundesliga werden immer die ersten Fünf geehrt. So sparte ich mir noch ein paar Körner auf, doch einen Moment der Unachtsamkeit nutzte der italienische Meister in der Schlussrunde, um kurz vor dem Downhill mit einem mächtigen Sprint an mir vorbei zu gehen. Da war ich wohl doch noch nicht ganz wach gewesen... Zwar war ich bergab erkennbar schneller als Matteo, doch eine risikolose Überholmöglichkeit gab es nicht. So machte ich zwar von hinten Druck, ohne allzu viel zu riskieren. Der Italiener hielt dem Druck stand und so kam ich kurz nach ihm auf Platz 5 als bester Deutscher am heutigen Tage ins Ziel. Mit dieser Platzierung bin ich top-zufrieden und nehme noch mehr Selbstvertrauen in die letzten beiden Saisonrennen mit. Am nächsten Wochenende geht es erst einmal zum Finale des NRW-Cups in Grafschaft, bevor ein Woche später das Finale der MTB-Bundesliga auf dem Programm steht. 

FOTOS aus ---------> HEUBACH (11.09.2011)

 

 

Weltmeisterschaft in Champery
Höllenritt nach vorne bis auf Platz 17 !

So viel vorneweg; vergesst alles, was Ihr über MTB-Strecken bislang wusstet; Champery in der Schweiz schlägt alles. Nicht umsonst heißt ein Teil der Strecke Hell Zone (Höllenzone). Doch der Reihe nach. Eine Woche hatten wir Junioren Zeit, uns auf unseren Saisonhöhepunkt vorzubereiten.  Bundestrainer Peter (Speedy) Schaupp hatte uns in ein schönes Hotel ca. 25 km von Champery einquartiert und ließ nichts unversucht, aus uns allen das Beste herauszuholen.Tägliches Streckentraining, Videoanalysen, Physiotherapie und Top-Pflege für unser Material, alles stand uns zur Verfügung. Allen Beteiligten und dem BDR an dieser Stelle schon mal ein großer Dank dafür. Bereits nach der ersten Streckenbesichtigung war uns allen klar, dass das Rennen kein Spaziergang werden würde. Die Runde ging fast ausschließlich über technisch schwer zu fahrende, verblockte Trails. Einzig eine lange Asphaltgerade in der Anfahrt zur Hell Zone ließ kurzzeitig Möglichkeiten sich im Windschatten zu erholen. Die Einfahrt in die Hell Zone bildete ein ca. 400 Meter langer Steilanstieg, der nur mit höchster Konzentration zu fahren war, anschließend sofort in eine Wurzelabfahrt, die als Highlight einen für die Zuschauer spektakulären Drop von rd. 2,50 Meter aufwies. Für mich zwar kein Problem, dennoch war höchste Konzentration in jeder Runde gefordert. Wer hier stürzt, fährt vermutlich nicht weiter... Zwar gab es auch einen "Chicken Way", doch der kostete so viel Zeit, dass er keine echte Alternative war. Was danach folgte war ein Labyrinth aus engen Kurven, vielen Wurzeln, kurzen steilen Anstiegen und Abfahrten; alles so angelegt, dass Du an jeder Stelle durch einen Fahrfehler alle Chancen einbüßen konntest. Vorbei an der Feedzone sah man dann den "Hammer"; ein Schotteranstieg über rd. einen Kilometer, der immer steiler wurde und am Ende eine 180 Grad-Kehre aufwies, die uns in den Downhill der WM brachte. Fast parallel zum Anstieg ging es über dicke Steine, dicke Wurzeln und unfassbar enge, gleichzeitig aber schnelle Kurvenkombinationen bis ins Ziel, wo Tribünen für tausende Zuschauer aufgebaut waren. Nach der ersten Trainingsrunde war ich schwer beeindruckt. Die folgenden Tage verbrachten wir damit, uns jede Kurve einzuprägen und alle Schlüsselstellen immer und immer wieder abzufahren. Ich hatte ein gutes Gefühl und auch die Tatsache, dass wir inkl. Startloop fünf Runden auf dieser knüppelharten Strecke zu fahren hatten, schockte mich nicht. Ich merkte, dass ich nahe an meiner Top-Form war, also alles o.k.

Am Vorabend des Rennens gab der Bundestrainer dann die Startaufstellung bekannt; wenig überraschend fand ich mich auf Platz 84 von knapp 100 Startern wieder, doch erneut ging es nach dem Stand in der Junioren-Weltrangliste und da habe ich eben noch viele andere vor mir. Für mich hieß die Taktik also -wie schon so oft in der Saison-: FULLGAZZ in der Startloop und dann sehen, ob es noch etwas nach vorne geht. Wie sagte doch schon der Jugend-Bundestrainer, Thomas Freienstein ? Lieber vorne sterben, als hinten nichts erben...

Der Renntag war dann unvorstellbar lang... Unser Start war erst um 15.00 Uhr. Wir schliefen also erst einmal aus, bevor wir uns auf den Weg zur Strecke machten. Zum Glück meinte Petrus es gut mit uns, es war trocken, mit 17 Grad nicht zu warm, also perfekte Bedingungen. 14.45 Uhr rollten wir zum Start und um kurz vor 15.00 Uhr reihte ich mich dann in die vorletzte Startreihe ein. Wie sollte ich hier nur nach vorne kommen ? Die besten 100 Junioren-MTB-Sportler stehen am Start, da wird wohl keiner freiwillig Platz machen. Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen, der Startschuss fiel und wie in Trance setzte ich meinen Plan um. Mit über 40 km/h jagten wir die Startloop entlang und jede sich bietende Lücke nutzte ich. Ich merkte, dass es gut lief und als wir das erste Mal in den Steilanstieg gingen, drückte ich die Kurbel so fest durch wie nur möglich. Weitere Fahrer konnte ich hinter mir lassen, allerdings war die Gruppe vorne, die ca. 15 Fahrer umfasste, bereits 40 - 50 Meter weg. Sie hatten eben freie Fahrt, während es bei uns im Feld immer wieder stockte und staute. So musste ich auch bei der Einfahrt in den Ziel-Downhill erst einmal warten und mich anstellen. Trotzdem war es mir gelungen von ganz hinten bereits auf Platz 30 nach der Startrunde vorzufahren. Teil 1 der Taktik war also aufgegangen, doch wie lange würden meine Beine diesen Höllenritt mitmachen ?

Ich entschloss mich, in den nächsten beiden Runde etwas mehr piano zu fahren, nutzte Windschattenmöglichkeiten und überholte nur, wenn es wirklich ohne großen Aufwand ging. Über Platz 25 verbesserte ich mich auf Platz 23 in Runde drei. Mein Bergamont-Platoon lief einwandfrei, die Versorgung in der Feedzone klappte perfekt und dann kam auch noch Martin Frey von hinten. Mit ihm hatte ich bereits bei der EM perfekt harmoniert. Gemeinsam schafften wir es zur Gruppe um Platz 16 vorzufahren. Mit insgesamt 6 weiteren Fahrern ging es auf Platz 20 in die Letzte Runde. Ich wollte unbedingt die Top 20 erreichen, daher setzte ich noch einmal alle Reserven ein , um im letzten Anstieg die Gruppe zu sprengen. Und tatsächlich gemeinsam mit Martin kam ich oben an und wir hämmerten ein letztes Mal den Downhill hinab. Leider hatte ich bei meiner Attacke doch etwas überzogen und so fehlte mir wohl die Konzentration, um die Abfahrt fehlerfrei zu fahren. Eine Wurzel wurde mir zum Verhängnis und ich musste kurzzeitig vom Rad. Sicherheitshalber lief ich den schweren Abschnitt im Downhill, so dass Martin an mir vorbeifahren konnte. "Nicht schlimm," dachte ich. "Wenn mich noch jemand in der letzten Runde überholt, dann wenigstens ein Teamkollege und Freund; er hat´s nach einer eher durchwachsenen Saison verdient." Doch da traf es Martin ebenfalls und noch viel schlimmer als mich. Er stürzte und ich sah noch aus den Augenwinkeln, dass sein Rad so schwer beschädigt war, das er nicht mehr fahren konnte, sondern die letzten 600 Meter bis ins Ziel laufen musste. Ich schrie mich noch einmal innerlich an, um die Konzentration wiederzufinden und so gelang es mir, alle anderen Fahrer aus unserer Gruppe auf Distanz zu halten. Und dann war er da, der Moment, auf den ich seit Jahren hingearbeitet hatte. Tausende Zuschauer jubelten mir zu, als ich als 17. und gleichzeitig zweitbester Deutscher Junior ins Ziel fuhr. Gänsehaut und eine Menge Stolz, das waren die Gefühle die ich hatte. Kurz nach mir kam dann auch Martin, der mit großem Kampf noch Platz 26 ins Ziel gerettet hatte, an.

Hätte mir jemand Anfang der Saison gesagt, dass ich in diesem Jahr zu den besten 17 MTB-Junioren-Fahrer der Welt gehöre, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Und jetzt habe ich das geschafft. Ein unvorstellbares Gefühl. Mein Dank gilt allen, die mich dabei unterstützt haben, besonderes dem Team Bergamont für die tolle Unterstützung, die ich nunmehr seit fast 10 Jahren erhalte. Ich bin froh, dass ich mit diesem Erfolg für die Unterstützung Danke sagen kann. Am Abend des Renntages gab es dann noch eine Riesenfete mit den Schweizer Junioren. Über diese Abläufe hüllen wir aber besser den Mantel des Schweigens.

FOTOS ->>> CHAMPERY (03.09.2011)

Auf zur Weltmeisterschaft !

Jetzt ist es offiziell; aufgrund meiner bisherigen Saisonleistungen darf ich auch bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Champery (CH) starten. Das Rennen findet am Donnerstag, dem 1.9.2011 statt, wir werden in der Nacht zum kommenden Samstag schon anreisen, damit ich ausreichend Vorbereitungszeit auf der technisch hoch anspruchsvollen Strecke habe. Meine Ziele sind klar: "Spaß haben, genießen und Erfahrung sammeln". Wie schon bei der Europameisterschaft verspüre ich als jüngerer Jahrgang keinen Druck. Ich freue mich auf tolle Tage im Kreise der Nationalmannschaft in der Schweiz und bin sehr stolz darauf, es -neben Martin Frey- überhaupt geschafft zu haben, im ersten Juniorenjahr bereits dabei zu sein. Hier noch ein weiterer VORBERICHT VON MEINEM TEAM BERGAMONT. (22.08.2011)

1 Woche Nove Mesto zur WM-Vorbereitung

Hier noch der versprochene Bericht aus dem WM-Vorbereitungslehrgang in Nove-Mesto: Jeden Tag ein anderer Kracher.... Nachdem wir sonntags abends nach langer Fahrt unser Hotel in Nove Mesto (Tschechien) erreicht hatten (es war zum Glück schon dunkel), zeigte sich unsere neue vorübergehende Heimstatt erst am nächsten Morgen in ihrer "ganzen Pracht". Unser Hotel war "funktional" und auch das Wetter, das uns in Dohnany noch Hitze pur beschertet, eher durchwachsen. Wir absolvierten in den nächsten Tagen viel Training auf der schönen Strecke, wobei für Severin Lehmann und mich schon klar war, dass wir beide im Weltcup nicht starten würden, da es nur 6 Startplätze gibt. Wir sollten stattdessen am Eliminator-Sprint am Freitag teilnehmen, was uns ein Rennen mit Live-Übertragung im Fernsehen und gegen alle Pros der Weltelite beschert hätte. Die Trainingseinheiten bis dahin waren geprägt von tierischen Begegnungen: Am Mittwoch meinte eine große deutsche Dogge mich auf dem Rad verfolgen zu müssen, zum Glück konnte ich Gas geben und es blieb bei einem freundschaftlichen "Zwicker" in die Wade. Offenbar wollte sie nur spielen, auch wenn ich mir nicht sicher war, dass sie in mir nicht doch ein reichhaltiges Abendessen sah. Donnerstag erwischte ich im Downhill dann mit voller Fahrt eine Wespe, die durch den Aufprall geschockt, ihren Stachel in meinem Nacken zurückließ. Anschließend haute es mich dann nochmal hin, so dass ich zwar vom Wespenstich nicht mehr so viel spürte, dafür aber ein schönes Stück Draht in der Hand stecken hatte und da ich den Aufprall mit dem Kinn abgefedert hatte, eine kleine Platzwunde davontrug. Am Freitag dann der große Tag, der keiner wurde. Leider hatten die Veranstalter beschlossen, nur Fahrer am Sprint teilnehmen zu lassen, die auch Weltcup fuhren. Also war es nichts mit dem Superevent. Stattdessen fuhren Severin und ich dann am nächsten Morgen beim parallel stattfindenden Marathon auf der Kurzstrecke über 42 km mit. Gemeinsam mit 4 tschechischen Fahrern und dem deutschen Meister der Senioren I, Lutz Baumgärtel, setzten wir uns sofort vom Rest des rd. 800 Fahrer starken Feldes ab und drückten insbesondere in den technischen Passagen immer wieder ordentlich aufs Tempo. Zum Schluss entwickelte sich ein Ausscheidungsfahren, das erst am letzten Berg entschieden wurde. Nachdem Lutz ca. 4 km vor dem Ziel attackierte, verloren die anderen Fahrer der Gruppe den Kontakt zu uns beiden. Es lief also auf einen Sprint zwischen uns hinaus, als wir hinter eine Kurve die "Zielgerade" sahen. Ein Steilanstieg mit knapp 100 Höhenmeter lag vor uns und dort konnte ich meine Stärken perfekt einsetzen. Mit kraftvollen Antritten kam ich schließlich von Lutz weg und gewann mit rd. 10 Sekunden Vorsprung die Gesamtwertung. Gewundert habe ich mich allerdings, als nach der Zieldurchfahrt der Name "Severin Lehmann" auftauchte. Da hatten die freundlichen Helfer bei der Startnummernausgabe wohl unsere Transponder vertauscht... Da rund um uns herum nur Leute waren, die kein Deutsch oder Englisch sprachen, gestaltete sich auch die Korrektur des Ergebnisses schwierig. Letztlich gaben Severin, der als 5. ins Ziel gekommen war, und ich auf. Und so feierte ich also einen Inkognito-Sieg mit dem nach der harten Trainingswoche nicht unbedingt zu rechnen war. (21.08.2011)

 

Wieder zuhause ! 

Heute werde ich nach 3 Wochen endlich wieder heimischen Boden betreten; 18.20 Uhr landet mein Flieger in Düsseldorf und ich freue mich riesig auf daheim. Nicht dass es in den vergangen Wochen nicht tolle Erg(l)ebnisse gegeben hätte, aber zuhause ist´s halt doch am schönsten. In der letzten Woche waren wir noch mit dem Nationalkader in Nove Mesto (Tschechien), wo der Bundestrainer uns in einem weiteren Lehrgang für die restliche Saison fitgemacht hat und einige von uns auch noch Weltcup fahren konnten. Der genaue Wochenbericht folgt noch, vorab aber schon mal so viel, es gab einige unheimliche und schmerzhafte Begnungen mit Tieren, eine Schlammpackung und einen Inkognito-Sieg. Bald mehr... (15.08.2011)

Platz 15 bei der EM ! 

Die EM ist vorbei und wir befinden uns schon auf dem Weg nach Tschechien, wo wir in Nove Mesto vor dem Weltcup am nächsten Wochenende noch einen Lehrgang mit Bundestrainer Speedy Schaupp absolvieren. Ich kann das alles noch immer nicht richtig fassen. Von Startplatz 61 am Ende auf Platz 15 gelandet; besser konnte es nicht laufen. Doch der Reihe nach: Es war am Mittag noch brütend heiß in Dohnany in der Slowakei, zum Glück zogen ein paar Wolken auf, als wir um 17.00 Uhr an den Start rollten, die zwar keinen Regen, aber dafür etwas Schatten brachten. 82 weitere Starter standen mit mir in 10 Reihen am Start, Startposition 61 in der drittletzten Reihe, da war schon klar, dass ich viel überholen muss, wenn ich nach vorne kommen wollte. Die Startloop war nur kurz und ehe wir uns versahen, ging es schon das erste Mal in den knüppelharten Steilanstieg, in dem es eigentlich nur eine Fahrlinie gab. Ich gab sofort Vollgas, störte mich nicht an der Fahrlinie und konnte mich noch in der ersten Runde auf Platz 29 vorfahren. Dabei war ich überrascht, dass die Beine sich trotzdem noch gut anfühlten und so drehte ich weiter am Gashahn; Platz 23 wurde nach der zweiten von fünf Runden notiert und was noch wichtiger war, ich hatte eine Gruppe mit meinen Teamkameraden Louis Wolf und Martin Frey gefunden. Wir drei harmonierten in den Runden 3 und 4 super und konnten einige weitere Fahrer einholen. In die letzte Runde ging ich als 17. mit Martin direkt an meinem Hinterrad. So konnten wir auch in der letzten Runde gemeinsam noch Vollgas geben. Am Steilanstieg rief mir der Bundestrainer dann zu, dass Platz 15 nur wenige Sekunden vor mir in Reichweite ist. "Platz 15 bei der EM," schoss es mir durch den Kopf, "wenn Du das packst...". Ich gab alles und so gelang es mir tatsächlich, die vor mir fahrenden Russen noch einzuholen. Kurz vor dem Ziel in einer technischen Passage landete ich dann den entscheiden Antritt, der mich mit einer Sekunde vor auf Platz 15 brachte. Insgesamt zweitbester Deutscher und viertbester Fahrer des Jahrgangs in Europa. Ich war überglücklich und gleichzeitig total fertig. Besonders freute es mich, dass meine beiden Mitstreiter Martin und Louis auch noch in die Top 20 gekommen sind, so dass insgesamt 4 Deutsche dort platziert waren. Eine tolle Mannschaftsleistung, aus der Christian Pfäffle mit seinem 7. Platz noch einmal herausragte. Echt ein geiles Ding, das wir dort abgezogen haben. Weiterer Bericht hier: Bericht. Und auch noch Danke für die zahlreichen Glückwünsche, die mich erreicht haben !!! Fotos aus Dohnany.(05.08.2011)

 

Sieg beim 2-Stunden-Team-Rennen !

Gemeinsam mit Martin Frey (Team Ghost), der wie ich der deutschen Junioren-Nationalmannschaft angehört, bereite ich mich derzeit im schönen Schwabenländle auf die Europameisterschaft vor. Als intensives Intervall-Training haben wir heute noch das Sauheld-2-h-Rennen für Zweier-Teams in Mehrstetten (Link zu INFOS) bestritten. Auf einem vom Regen aufgeweichten schlammigen Parcours hieß es immer eine Runde = rd. 8 Minuten Vollgas zu fahren, dann Wechsel auf den Teamkameraden, 8 Minuten Pause und wieder 8 Minuten Vollgas, usw... Insgesamt 115 Team waren am Start, so dass es auf der Strecke sehr voll war. Unsere Taktik beruhte neben den rundenweisen Wechseln vor allem darauf, am Start sofort weit vorne zu sein, da es bei so vielen Teilnehmern auf der Strecke erfahrungsgemäß zu Beginn immer zu Staus kommt, die unter Umständen rennentscheidend sein können. Zum Glück gelang es uns sofort, gemeinsam mit einem weiteren Team an die Spitze des Feldes zu gehen. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten waren wir im weiteren Verlauf vorne dabei und fuhren dann sogar einen kleinen Vorsprung vor den Zweitplatzierten heraus. Als dieses Team aufgrund eines Missverständnisses einen Wechsel verpasste, wuchs unser Vorsprung sogar noch weiter an. Bis zur Zieldurchfahrt ließen wir uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewannen die Gesamtwertung aller Teams. Mein großer Dank geht an Martin, mit dem ich heute ein so tolles Team bilden durfte, und an seine Eltern, die mich derzeit bei sich aufgenommen haben. Vielen Dank, dass Ihr uns an den Start gebracht und so super unterstützt habt. Martin und ich sind auf jeden Fall topfit für die EM und werden Dohnanyi auf jeden Fall rocken. (29.07.2011).

Countdown bis zur Europameisterschaft läuft

So langsam wird es ernst. Noch 10 Tage bis zum Junioren-Rennen um den Titel des Europameisters. Alle Einzelheiten zu dem Event findet Ihr hier: EURO2011. Ich werde zur Vorbereitung noch ein 2h-Stunden-ZweierTeam-Rennen am nächsten Samstag absolvieren, bevor wir dann mit der Nationalmannschaft des BDR nach Dohnanyi (SVK) reisen. Am Donnerstag, den 4.8., findet dann das Staffelrennen statt. Hier werde ich nicht dabei sein und kann mich daher voll auf das CC-Rennen am Freitag, den 5.8.2011 um 17.00 Uhr konzentrieren. Die Strecke ist fahrtechnisch anspruchsvoll und soll super zu fahren sein. Ich bin gespannt und kann´s kaum erwarten, dass es losgeht. (26.07.2011)

 

Der nächste Sieg im Matsch von Wetter/Ruhr !

Zu unserem Heimrennen (Anreise nur 25 km) des NRW-Cup in Wetter/Ruhr hatte Petrus sich eine besondere Schwierigkeit ausgedacht. Quasi über Nacht wechselte die Strecke ihren Charakter. Gestern noch trocken, staubig und superschnell, präsentierte sich der Parcours heute nach nächtlichen Regenfällen, schlammig, rutschig und auch berghoch fahrtechnisch anspruchsvoll. Genauso wie ich mir die Strecke wünsche. Im Rennen der Junioren war die Geschichte schnell erzählt, bereits nach einer Runde (von fünf) hatte ich einen großen Vorsprung vor dem späteren Zweiten, Malte Finke, und war an einer Vielzahl der zwei bzw. vier Minuten vor uns gestarteten U23 und Elitefahrer heran- bzw. vorbeigefahren. Trotz der harten Trainingswoche, die ich hinter mir habe, lief es auch in den folgenden Runden wirklich super. mit kontinuierlich hohem Tempo bergauf und bergab gelang es mir in der vorletzten Runde dann an den führenden U23-Fahrern vorbeizufahren, die allerdings auch noch zwei Runden mehr als wir Junioren fahren mussten. Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg und die Erkenntnis, dass die Vorbereitung auf die Europameisterschaft weiter gut voran geht. 
FOTOS --->>HIER (17.7.2011)

 

Sieg in Pracht !

Pracht liegt im tiefen Westerwald und hat eine der schönsten Strecken im Rheinland-MTB-Cup. In diesem Jahr kamen nicht nur die Fahrer aus NRW, Rheinland-Pfalz  und Hessen, die sonst typischerweise das Fahrerfeld stellen, in den Genuss der tollen Strecke. Da die SG Niederhausen erstmals einen Lauf der BDR-Nachwuchs-Bundesliga ausrichtete, waren alle Landesverbände aus Deutschland mit ihren Topfahrern vertreten. Für mich hieß das zunächst mal entspannte Vorbereitung, denn die Nachwuchs-Bundesliga-Rennen finden nur in den Altersklassen U15/U17 statt. Und so feuerte ich unsere Fahrer vom Landeskader NRW am Samstag beim Trial und Slalom und am Sonntag im CC-Rennen an, bevor es dann am späten Sonntag Nachmittag für mich selbst an den Start ging. Da ich mich ja gerade in der Vorbereitung zur EM befinde, hatte ich in den Vortagen noch einige lange Grundlageneinheiten trainiert und wusste nicht, wie sich das auf meine Spritzigkeit auswirken würde. Als der Veranstalter dann entschied, uns Juniorenfahrer gemeinsam mit der Elite und der U23 auf die Strecke zu schicken, beschloss ich, den ultimativen Spritzigkeitstest zu machen. Da wir Junioren ganz am Ende des ca. 50-köpfigen Starterfelds aufgestellt wurden und nach dem Start direkt die Anfahrt in den Highspeed-Downhill folgte, setzte ich mir das Ziel auf den ersten 500 m von ganz hinten so weit wie möglich nach vorne zu fahren, auch um eventuellen Stürzen aus dem Wege zu gehen. So lauerte ich auf die Lücke und sie tat sich auf. Bereits nach 200 m lag ich an Platz 3 des Feldes und wir schossen mit fast 70 km/h durch die Geschwindigkeitsmessung. Jetzt kam Teil 2 meiner Taktik. Am "Wurzelsepp", einem ca. 500 m langen mit Querwurzeln durchzogenen Steilanstieg, setzte ich mich an die Spitze des Feldes und gab Gas. Nur ein Elitefahrer, Max Friedrich, konnte zu diesem Zeitpunkt folgen. Die erste Runde fuhren wir gemeinsam, auch wenn mir schon zu diesem Zeitpunkt klar war, dass ich dieses Mördertempo nicht 5 Runden durchhalten kann. Trainingstechnisch schien es mir aber sinnvoll, auch mal übers Limit zu gehen, auch wenn ich in der zweiten Runde dann abreißen lassen musste. Ich hielt mich aber weiter lange Zeit auf Platz 2 des gesamten Feldes. In den Runden 3 und 4 schlossen dann die ersten U23-Fahrer, auch bekannt als der Merida-Schulte-Express, zu mir auf. Leider hatte ich an einem meiner Pedale ein massives Problem, konnte dadurch meine Stärke im Downhill nicht mehr ausreichend nutzen und verlor auch hier etwas den Anschluss. Ich konzentrierte mich daher darauf, das Rennen gut zu Ende zu bringen und landete im Gesamteinlauf nach fünf langen Runden und fast eineinviertel Stunden Renndauer auf Platz 6. Bei den Junioren gewann ich souverän mit mehreren Minuten Vorsprung. Besonderen Dank sage ich an alle Supporter, die bis zum Schluss geblieben sind und mich so toll angefeuert haben. Mit Euch hat der "Wurzelsepp"  richtig Spaß gemacht und Eure Stimmen haben mich da den Berg hochgetragen. Nach diesem tollen Erfolg ist jetzt erst einmal Abwechslung angesagt. In der nächsten Woche beginne ich ein Betriebspraktikum bei der Fa. Hirsch Rohrleitungsbau in Essen. Nebenher werde ich mich weiter auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Bereits am nächsten Wochenende steht schon der nächste Lauf des NRW-Cups in Wetter/Ruhr auf dem Programm. FOTOS aus Pracht (11.07.2011)

 

Nominiert für die EM !

Es ist geschafft; eben habe ich die Nachricht des Bundestrainers erhalten, dass ich bei der EM in Dohnany (SVK), die vom 3. - 7.8.2011 stattfindet, dabei sein. darf. Ab sofort heißt es also FULLGAZZZ im Training, um Anfang August topfit zu sein. Drückt mir die Daumen, dass alles rund läuft. (29.06.2011)

 

 

 NRW-Landesverbandsmeister 2011 !

FOTO: Werner Schulte-Lünzum (DANKE !)

Heute war wieder einer dieser Tage, aus denen man mit zwiespältigen Gefühlen nach Hause fährt; einerseits glücklich und zufrieden: Als jüngerer Juniorenjahrgang souverän mit großem Vorsprung die NRW-Meisterschaft eingefahren zu haben, ist schon ein gutes Gefühl. Andererseits im Rennen um den 2. Lauf des NRW-Cups in Haltern nur der 3. Platz, da zwei holländische Weltcup-Fahrer knapp vor mir ins Ziel kamen. Auch wenn der Wettergott es heute gut mit mir meinte und uns viel Regen und damit eine matschige Strecke schickte, also genau so wie ich es mag, waren die technischen Schwierigkeiten und die Höhenmeter in Haltern nicht ganz ausreichend. Gerade in den Flachstücken pressten sich die beiden Holländer immer wieder an mich ran und fuhren dort später auch davon. Ich merkte, dass ich in den zwei Wochen Pause nach der DM doch etwas an Substanz und Spannung verloren hatte. An einem guten Tag hätte ich die Holländer vielleicht in Schach halten können, heute reichte es dazu nicht. Ansonsten war es trotz des Wetters eine gelungene Veranstaltung, die der ATV Haltern auf die Beine gestellt hatte. Für mich ist jetzt erst noch einmal eine Klausurwoche in der Schule angesagt, bevor ich langsam den Neuaufbau im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte in Angriff nehmen werde.

->>> FOTOS aus Haltern  (19.05.2011) 

Deutsche Meisterschaft / ein Alb(p)-traum !

Normalerweiser schreibe ich ja immer selbst; hier aber mal der Presseartikel zur DM; er gibt treffend wieder, was passiert ist. Nur so viel vorweg: Die DM und ich, wir sind unverändert keine Freunde. 2009 Schaltwerksbruch, 2010 im Sprint knapp Platz 3 verpaßt und 2011 ? Lest selbst:

Tief enttäuscht war Ben Zwiehoff (17) vom SV Steele 1911 (Team Bergamont) nach dem Junioren-Rennen um die Deutsche Meisterschaft, das im schwäbischen Albstadt ausgetragen wurde. Auf der fahrtechnisch und konditionell hoch anspruchsvollen Strecke durch das „Bullentäle“, zeigte sich Zwiehoff für das in 5 Runden ausgetragene Rennen zwar auf den Punkt topfit, ein schwerer Sturz warf ihn in der vorletzten Runde, in der er aussichtsreich auf Platz 2 lag, aber weit zurück, so dass es am Ende nur zu Platz 7 reichte.

Zwei Startloops hatten die Fahrer zunächst vor den zahlreich erschienen Zuschauern zu fahren; hier hielt sich Zwiehoff taktisch klug zurück, um im folgenden Steilanstieg, der auf über 1 km Länge in der Spitze mehr als 30% Steigung aufwies, die Tempoverschärfung des späteren Deutschen Meisters, Christian Pfäffle, mitzugehen. „Ich merkte schon kurz nach dem Start, dass ich gute Beine hatte, warum sollte ich es da nicht probieren ? Das Tempo schien mir nicht zu hoch und ich wunderte mich sogar, dass uns zunächst niemand folgte.“ sagte der Schüler des Burggymnasiums nach dem Rennen zur Startphase, die im MTB-Sport oft schon rennentscheidend sein kann.

In der dritten Runde reduzierte Zwiehoff dann bewußt das Tempo, um den drittplatzierten Fahrer herankommen zu lassen. „Wenn Du hier überzockst, gehst Du am Ende ein“, erläuterte er seine taktische Fahrweise. So ging er gemeinsam mit Severin Lehmann, ebenfalls vom Team Bergamont, in die vorletzte Runde, die beiden Fahrern zum Verhängnis werden sollte. Im Steilanstieg zog Zwiehoff zunächst vorbei, um als erster in den Downhill fahren zu können. Dort ereilte ihn dann das Schicksal. An der steilsten Stelle überfuhr er einen großen Stein. Ein Schlag auf das Hinterrad, der ihn kurz den Kontakt zu seinem Pedal verlieren liess, hatte fatale Folgen. „In der folgenden Kurve fehlte mir 1 Meter, um noch ordentlich anbremsen zu können. Ich knallte voll in einen Strohballen und stürzte kopfüber ca. 10 Meter den Hang hinunter. Bis ich wieder zu meinem Bike hochgeklettert war, verlor ich mehr als 30 Sekunden,“ schildert Zwiehoff den Unfall. In dieser Zeit wurde er von drei Fahrern überholt; drei weitere Fahrer schlossen durch das Pech auf. Trotz großer Schmerzen ging Zwiehoff in die letzte Runde, in der sogar einen Platz wieder gut machen konnte. Auch Lehmann stürzte in der folgenden Abfahrt und mußte das Rennen verletzt aufgeben. Für Zwiehoff ging es in einem packenden Finish um die Plätze 5-8. Schließlich wurde er sichtlich gezeichnet Siebter. „Hätte mir jemand vor dem Rennen gesagt, dass ich hier Siebter werde, hätte ich das sofort unterschrieben. Nach dem Rennverlauf aber bin ich schon enttäuscht. Zum Glück gehöre ich dem jüngeren Juniorenjahrgang an, so dass es für mich im nächsten Jahr noch einmal die Chance gibt, bei der Deutschen Meisterschaft zu glänzen. Hoffentlich habe ich dann mehr Glück.“
 ->>>>>>FOTOS aus Albstadt ->>>

Welt-Cup in Offenburg / Ein Traum !

Der Traum eines jeden deutschen Mountainbikers im CC-Rennzirkus liegt in Offenburg. Die Weltcup-Strecke wird seit Jahren perfektioniert und gehört zum schwersten was es auf der Welt an MTB-Strecken gibt. Hier als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft dabei sein zu dürfen, angefeuert von tausenden Zuschauern machte mir schon beim drüber Nachdenken Gänsehaut. Als ich dann nach dem Rennen in Saalhausen erfuhr, dass dieser Traum wahr wird, war ich riesig gespannt, wie sich diese tolle Athmosphäre vor Ort anfühlt. Und ich kann Euch sagen, es ist der Hammer. Als wir am Freitag morgen das erste Mal auf der Strecke trainieren konnten, war ich total beeindruckt. Eine riesige Expo-Area, eine Strecke mit superschweren Anstiegen und Hammerabfahrten, Wurzelteppiche ohne Ende und mehrere Freifallstücke, genauso hatte ich es mir vorgestellt. Am Renntag wurde alles noch mal übertroffen. Vor dem Teamzelt schon beim Warmfahren auf der Rolle jede Menge Zuschauer, die uns in unseren weißen Nationaltrikots zusahen und ständig machte es klick, klick, weil irgendein Pressefotograf wieder Fotos schoss. Schon fast Starfeeling, was da aufkam. Leider ist das Reglement im Junioren-Weltcup so, dass die Heim-Mannschaft zwar die meisten Fahrer stellen darf, diese aber das Starterfeld hinten auffüllen. Und so fuhren wir also mit 7 von 12 Fahrern in die letzte Startreihe hinter den anderen 120 Startern. Damit war die Taktik für mich auch klar. In der Startloop so viele Plätze wie möglich gut machen und dann in den schweren Abfahrten kein Risiko. Doch wie macht man in einer Startrunde von nur 3 Minuten Länge am besten Plätze gut ? Nun, man muss jede Lücke nutzen, die sich auftut. Und so sprang ich gefühlte tausend Mal von Hinterrad zu Hinterrad, hatte irgendwann keinerlei Überblick mehr wo ich lag und...

...musste vom Rad. Vor mir hatten sich einige Fahrer verhakt, kamen nicht mehr voran und blockierten alles. So schoben wir den zweiten Anstieg im Startloop hoch. Anschließend ging das Überholfestival weiter; immerhin an Platz 58. kam ich aus der ersten Runde, also schon über 60 Plätze gut gemacht. Nun donnerte ich weiter die Anstiege rauf und holte weiter Platz um Platz.  Dann kam das erste Mal die Anfahrt zum Wolfsdrop, einem 15 Meter langen Steilstück, das den Fahrern fast freien Fall beschert. Hinter einigen langsamen Fahrern musste ich ruhig bleiben, nur nicht stürzen. Anschließend gleich Vollgas, wieder 5 Plätze gut gemacht. Anfahrt zum Snake Pit, einem Wurzelteppich, in dem es nur eine schnelle Linie gibt. Hier braucht man Vertrauen in die Fahrtechnik und seine Reifen. Meine Schwalbe Rocket Rons mit tubeless-Milch funktionierten perfekt. Ich konnte hier immer die schnelle Linie fahren und erneut Plätze gut machen. Mittlerweile lag ich nach der 2. Runde bereits auf Platz 47 und war drittbester deutscher Fahrer. An Start und Ziel vorbei, angetrieben von den Zuschauern ging ich in die dritte Runde. In der Feedzone noch schnell eine neue Flasche und dann weiter Attacke. Im Anstieg 6 Fahrer überholt, Downhill sauber gefahren und kurz vor dem Ziel noch einmal 4 Fahrer kassiert. Auf Platz 37 ging ich in die letzte Runde. So langsam merkte ich, dass die Kräfte fast aufgebraucht waren, dennoch hämmerte ich erneut den Berg rauf; vor mir tauchte ein deutsches Trikot auf; das war die Chance sogar zweitbester Deutscher zu werden. Ich fuhr auf Louis auf und gemeinsam kämpften wir mit 2 Italienern. Das Tempo war mörderisch, alle wollten noch in die Top-30. Im Snake-Pit dann die Entscheidung, der Italiener fuhr die falsche Linie, stürzte und warf uns sein Rad genau in den Weg. Louis kam etwas besser vorbei, ich hinterher, als ich merkte, dass sich im rechten Bein etwas regte. Ein Krampfansatz zwang mich kurz rauszunehmen, bevor es Richtung Ziel ging. Knapp hinter Louis kam ich auf Platz 36 ins Ziel, wo hunderte Zuschauer uns Fahrer bejubelten. Komplett leer, aber glücklich und sicherlich der Fahrer im Feld , der am meisten überholt hat, bin ich um eine tolle Erfahrung reicher. Nächste Woche geht´s nach Albstadt zur Deutschen Meisterschaft. Vielleicht gibt´s dort das nächste Highlight, wobei Offenburg kaum zu toppen sein dürfte. FOTOS ->>>HIER (29.05.2011)

Sieg beim 1. SKS-NRW-Cup in Oelde !

Nach dem Rennen in Saalhausen und dem nur 15. Platz war ich schon etwas unsicher; natürlich die technischen Probleme hatte etwas gekostet, aber wieviel ? Zum Glück hatte ich heute Gelegenheit, beim 1. Lauf zum NRW-Cup gegen den 4. aus Saalhausen, Malte Finke, vom Team Berg zu fahren. Mit ihm gemeinsam werde ich am nächsten Wochenende auch die Farben NRW´s und Deutschlands beim Weltcup in Offenburg vertreten. Doch heute mussten wir erst einmal gegeneinander ran. Kurz nach dem Start war schon klar, dass uns beiden niemand aus dem Juniorenfahrerfeld folgen kann. Stattdessen fuhren wir bereits nach der ersten Runde auf die ersten Fahrer des U23- und wenig später auch auf das Elitefeld auf. Wir hielten das Tempo hoch, wechselten uns ab, wobei ich schon in den ersten Runden merkte, dass ich an den kurzen Anstiegen und Abfahrten heute etwas besser unterwegs war als Malte. So zog ich an diesen Stellen das Tempo immer wieder an und konnte so immer wieder kleine Lücken reissen. In der 5. von 8 zu fahrenden Runden war ich dann erstmals erkennbar "weg". Ich hielt das Tempo hoch und vergrößerte meinen Vorsprung bis ins Ziel weiter. Heilfroh, dass ich den Misserfolg von Saalhausen jetzt richtig einordnen kann, fahre ich nun voll motiviert zum Weltcup nach Offenburg. In erster Linie geht es dort darum, die tolle Strecke zu genießen, denn mein Startplatz dürfte wohl sehr weit hinten sein, so dass ich zunächst einmal zu kämpfen haben werde, nicht in den Stau zu geraten. Drückt mir die Daumen, dass das klappt. FOTOS aus Oelde gibt´s hier: ->>> Fotos  

Bundesliga in Saalhausen

Eigentlich sollte mir Saalhausen im Sauerland ja liegen. Ich kenne die Strecke seit Jahren aus dem NRW-Cup, wir werden jedes Mal von vielen Freunden begrüßt und sogar einen reservierten Stellplatz (großer Dank an Thorsten, Dieter und Gregor !!!!) haben wir dort. Aber irgendwie bekomme ich es nicht richtig auf die Piste... Die beiden Steilanstiege dort sind echt heftig und ich entschied mich, am Abend vor dem Renntag doch noch vorsichtshalber die leichtere Übersetzung zu fahren, damit ich möglichst wenig laufen muss. In Erwartung des angesagten Regens habe ich dann auch schon mal ein Ersatzlaufrad mit Schlammreifen vorbereitet. Pünktlich eine Stunde vor dem Start kam der Regen dann auch. Ich entschied mich zu pokern, zog den Schlammreifen auf und pünktlich zum Start...

...hörte der Regen wieder auf. Dumm gelaufen, zumal die Strecke auch ruck zuck wieder trocken war. Am Berg in der ersten Runde musste ich dank eines Fahrfehlers eines vor mir fahrenden Fahrers auch noch vom Rad, genauso erging es mir in Runde 2 und 3. Da nützen die leichte Übersetzung und der Reifen mit brutalem Grip dann auch nichts. In der Ebene konnte ich dazu merken, wie sich der Reifen auf dem Boden festbiss und mir die Kraft aus den Beinen zog. Zu allem Überfluss rutschte dann auch noch meine Sattelstütze in den Rahmen, was mir insgesamt zwei "Boxenstopps" zur Korrektur der Sitzposition einbrachte. Mehr schlecht als recht kämpfte ich mich schließlich als 15. ins Ziel und sicherte mir wenigstens noch die Qualifikation für den Weltcup in Offenburg. Es kann nur besser werden... Vielleicht schon im NRW-Cup in Oelde am 22.05.2011, den ich zur Vorbereitung auf die beiden Hauptwettkämpfe (WC Offenburg 28.05. und Deutsche Meisterschaft Albstadt 5.6.2011) nutze. Bis dahin ist hoffentlich auch die Sattelstütze fix, damit ich die Kraft auch wieder aufs Pedal bringen kann. (18.05.2011). 

Zweimal Zeitfahren, zweimal 1. !

Bei unseren diesjährigen Vereinsmeisterschaften im Einzelzeitfahren wollte ich diesmal unbedingt die Gesamtwertung gewinnen. Die Strecke, die zunächst 7,1 km bergauf mit durchschnittlich ca. 3 % Steigung führt, um uns dann auf demselben Weg wieder zurückzubringen, ist echt heftig. Stark windanfällig und mit einzelnen giftigen Anstiegen, zieht es einem berghoch schon die Schuhe aus. Bergab habe ich dann als Juniorenfahrer das Handicap der Übersetzungsbeschränkung. So war es denn auch nicht verwunderlich, dass mein Dad (zwar sichtlich untrainiert, dafür mit eisernem Willen) meine Zeit bergab fast getoppt hätte. Immerhin war er Zweiter gesamt bergab, dank seines Gewichtsvorteils ;-)

Bergauf war ich dann aber ungefährdet, fuhr eine Topzeit und wurde so auch Gesamtsieger aller Klassen. Den Abstand zu meinem Erzeuger verschweige ich an dieser Stelle aus Gründen der Höflichkeit. Nur so viel: Ich hatte bereits den halben Weg zum Ziel geschafft, als er wendete...

Bei der Bezirksmeisterschaft Bergzeitfahren, die traditionell in Essen-Kettwig auf einer 2,1 km langen Strecke ausgefahren wurde, reichte es noch nicht ganz zum Gesamtsieg. Jens Volkmann, mehrfacher Senioren-Weltmeister im Zeitfahren, war auch in diesem Jahr noch nicht zu schlagen. Mit zweitbester Gesamtzeit gewann ich aber die Juniorenwertung souverän. (07.05.2011) 

1. Lauf Junioren-Bundesliga Platz 11 !

Top-Start in die Bundesliga; bester Deutscher im Jahrgang !
 

Münsingen auf der Schwäbischen Alb ist eigentlich bei seinem Frühjahrsklassiker dafür bekannt, dass es Regen und Matsch gibt. Nicht so in diesem Jahr; nach einer eiskalten Nacht kam pünktlich zum Start der Junioren die Sonne raus und wärmte unseren noch müden Glieder.  Die Strecke war trocken und richtig schnell. 9.00 Uhr Start ist eigentlich eine Strafe; Das heißt 5.30 Uhr Aufstehen, 6.00 Uhr Frühstück, anschließend noch mal kurz Hinlegen. 8.00 Uhr Warmfahren auf der Rolle, 8.40 Vorstart; 8.40 Uhr Vorstart ? Ja tatsächlich, fast hundert Starter hatten gemeldet, also dauert die Startaufstellung etwas länger. Ich stand aufgrund meines guten Vorjahresergebnisses in der zweiten Startreihe und so wartete ich in der Büffelherde der Juniorenfahrer darauf, dass ein Cowboy das Gatter öffnet. Punkt 9 Uhr war es dann soweit. Das riesige Fahrerfeld stürmte den Steilhang, ich erwischte einen guten Start und konnte in der ersten Runde ohne größere Behinderung fahren. An der Spitze ging gleich die Post ab: 3 Belgier fuhren ein Mördertempo und sprengten sofort alles. Ich hielt mich taktisch zunächst in der zweiten Gruppe und nutzte jeden sich bietenden Windschatten. 5 harte Runden galt es in Münsingen zu fahren, wer da am Anfang überzockt, hat es am Ende schwer. In der zweiten Runde merkte ich wie die Jungs, mit denen ich um Platz 15 fuhr, langsamer wurden. Offenbar hatte sie Sorge, dass es hinterher nicht reicht. Da ich mich super gut fühlte, nutzte ich die Chance; ich drehte mächtig auf, fuhr eine Top-Rundenzeit und konnte so einige Plätze gut machen. Gemeinsam mit zwei Schweizern kämpften wir nun um die Positionen 9-12. Dieser Kampf zog sich über die weiteren Runden hin; harte Positionskämpfe im Bikeodrom und am Steilhang entbrannten und erst in der letzten Runde hatten wir es dann ausgefochten; die Schweizer lagen noch knapp vor mir, ehe ich als 11. der Gesamtwertung ins Ziel kam; dabei war ich gleichzeitig bester Deutscher im Jahrgang und fünftbester Deutscher overall. Mit diesem Ergebnis liege ich in der Qualifikation für den Worldcup in Offenburg gut im Rennen. Weiter geht´s jetzt am 14./15.5. bei meinem "Heimrennen" in Saalhausen, drückt mir die Daumen, dass ich dort wieder so gut unterwegs sein kann. FOTOS MÜNSINGEN (17.04.2011) 

Erneuter Sieg beim Poisonbike-Cup !

 

Eigentlich sollte das Rennen im Finallauf zum Poisonbike-Cup 2011, das heute in Boos (Eifel) stattfand, nur der würdige Abschluss einer harten Trainingswoche werden. Doch es entwickelte sich dann zu einem spannenden Kampf zwischen mir und meinem Bike... Der Reihe nach:  Mein neues Bergamont Platoon Team habe ich im Laufe der letzten Woche aufgebaut und gestern in einer harten MTB-Trainingseinheit 4 h gequält., super Funktion, super leicht und richtig Vortrieb bergauf. Bergab durch den breiten Lenker volle Kontrolle und absoluter Highspeed auch in technisch schwierigen Passagen. Alles perfekt ! Alles perfekt ? Nicht ganz... Im Anschluss an die gestrige Trainingseinheit fehlte mir die Zeit alle Schraubverbindungen noch einmal zu checken. Offenbar hatten sich aber einige Schrauben noch einmal "gesetzt" und so merkte ich nach dem Start, den ich diesmal von ganz hinten angehen musste, dass der Lenker sich bei starkem Zug leicht nach vorne und hinten drehte; kein gutes Gefühl für die Downhills. So ging die Post in der ersten Runde dann auch erstmal ohne mich ab, da ich zunächst erst einmal sehen mußte, wie sich das im Downhill noch beherrschen ließ. Es ging aber besser als gedacht und so drehte ich nach einer halben Runde im Anstieg zu Start und Ziel das erste Mal richtig auf und war auf einmal alleine unterwegs. Niemand aus dem Fahrerfeld konnte meinem Antritt folgen; leider hatte aber durch den Druck, den ich machte, auch der Sattel bzw. seine Stütze etwas nachgegeben und war in den Rahmen gerutscht. Die Sitzpositoin war dadurch zwar nicht ganz optimal, aber auch das hielt mich nicht mehr auf. In den nächsten Runden vergrößerte sich meine Vorsprung weiter, obwohl  ich mehr damit beschäftigt war, den Lenker und die Bremshebel im Griff zu halten, als an das Rennen zu denken. So war ich froh, unangefochten als Sieger durchs Ziel fahren zu können. Zuhause angekommen, habe ich dann erst einmal den Drehmomentschlüssel geschwungen und alle Schrauben noch mal nachgezogen. Das passiert mir nicht noch einmal... (03.03.2011) Fotos->hier 

Racer-Bikes-Cup in Liechtenstein !
 

Endlich war es soweit. Das erste echte internationale Kräftemessen stand am Wochenende in Liechtenstein beim ersten Lauf zum Racer-Bikes-Cup an. Sämtliche Schweizer Spitzenfahrer und viele internationale Cracks aus den Nachbarländern waren am Start. Meine Startposition im hinteren Mittelfeld war nicht gerade günstig, daher wollte ich versuchen am Anfang möglichst weit nach vorne zu fahren, bevor es nach ca. 1 km bergauf in die erste Engstelle ging. Dies gelang mir auch vorzüglich und so fand ich mich nach einer halben von sechs zu fahrenden Runden in der Spitzengruppe auf Platz 8 liegend wieder. "Wow", dachte ich, "das ging ja gut..." Allerdings machte ich ich mir schon Gedanken, ob ich dieses Höllentempo, das an der Spitze vorgelegt wurde, wirklich langfristig würde halten können. Das Rennen sollte ja schließlich 1:15 h dauern, eine verdammt lange Zeit. Ich entschloss mich, zunächst etwas kürzer zu machen und passierte die erste Zieldurchfahrt auf Platz 10. Wieder ging es in den langen Anstieg. Meine Unsicherheit nahm noch weiter zu. Noch 4-mal in diesem Tempo den Berg hoch ? Ich ging auf Nummer sicher und ließ es die nächsten beiden Runden weiter langsamer angehen. Bei der Leistungsdichte im Fahrerfeld bedeutete dies allerdings sofort den Verlust von 9 weiteren Plätzen, doch die Gruppe, die um die Plätze 13 - 20 kämpfte, konnte ich gut halten. In der vorletzten Runde kam dann die Attacke, die die Gruppe sprengte. Malte Finke, wie ich aus NRW, zog an, die Gruppe flog auseinander. Ich wollte noch nicht alles reinlegen, um für die letzte Runde Reserven zu haben. Mit 10 Sekunden Rückstand auf Platz 15 fuhr ich in die letzte Runde. Es zeigte sich, dass meine Renneinteilung gut war; bis zum Beginn der Schlussabfahrt hatte ich den Rückstand komplett aufgeholt und so hämmerten Malte und ich Rad an Rad mit Tempo 55 Richtung Ziel. Ein heißer Kampf, in dem Malte den Zielsprint gewann. So landete ich auf Platz 16. In meinem Jahrgang war ich damit bester Deutscher und insgesamt auf Platz 5, was mich zuversichtlich für die nächsten Rennen stimmt. Ich bin ja erst vor einer Woche aus dem 3-wöchigen Trainingslager auf Mallorca zurückgekommen, so dass mir sicherlich die Spritzigkeit noch etwas fehlte. Für Malte freut es mich, dass er im ersten Saisonrennen bereits die Quali für den Landeskader eingefahren hat. Ich freue mich schon auf unsere hoffentlich ebenso spannenden Duelle im NRW-Cup. (28.03.2011) 

Der nächste Sieg beim Poison-Cup in Adenau ! 

Eine knappe Woche ist es noch bis ich für drei Wochen auf die -hoffentlich sonnige- Lieblingsinsel der Deutschen nach Mallorca ins Trainingslager fliege. Um die Heimat und die Kälte nicht zu vergessen und auch um wieder etwas Abwechslung ins Training zu bringen, bin ich heute beim 2. Rennen des Poison-Cups in Adenau gestartet. Die Strecke in Adenau ist sehr kraftraubend, da es über mehr als einen Kilometer steil bergauf geht, ehe sich im Wald ein tiefer matschiger Boden den Tretkräften entgegenstemmt bevor auf einer langezogenen Asphaltgeraden mit viel Gegenwind zu kämpfen ist. Aus der zweiten Startreihe ging es direkt in den Steilanstieg und da ich mich gut fühlte, ließ ich sofort die Beine fliegen. Ich wollte nicht taktieren, sondern im Hinblick auf die kommenden Aufgaben in diesem Jahr ausprobieren, wie lange ich Vollgas durchhalten kann. So viel vorab: Es geht schon ganz gut, aber es ist auch noch Potential nach oben...  So knallte ich also den Startanstieg hoch und hatte nach der ersten Runde bereits 20 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Fahrer. In den folgenden Runden zog ich immer weiter durch, der Vorsprung vergrößerte sich Runde um Runde und am Ende stand ein souveräner Sieg in der Juniorenklasse mit der Erkenntnis, dass die letzten beiden der insgesamt 5 Runden doch noch ganz schön hart waren. Aber das darf ja ruhig so sein, schließlich geht es jetzt erst in das erste richtige Trainingslager in dieser Saison, wo vor allem an der Grundlagenausdauer noch mal gearbeitet werden soll. Drückt mir die Daumen, dass ich schönes Wetter habe, ich werde versuchen, Euch von Zeit zu Zeit einige Zeilen und Bilder von Mallorca zu senden. Bis  Ende März,  wir sehen uns...  (20.02.2011) --> Fotos aus Adenau

 Alle Jahre wieder..., die dritte und der erste Platz !


Auch der dritte Sonntag des Jahres fand wieder in Bocholt statt. Der Finallauf zur Winter-Rennserie des RC 77 Bocholt wird gleichzeitig auch als erster Lauf zur Bezirksmeisterschaft gewertet. Dementsprechend war das Teilnehmerfeld noch einmal größer. Die Strecke war wie am letzten Sonntag top in Schuss, die Helfer des RC 77 haben wieder ganze Arbeit geleistet; mein Dank dafür, dass Ihr uns Fahrern jedes Jahr eine so tolle Trainingsmöglichkeit gebt ! Für´s Finale hatte ich mir viel vorgenommen: klar nach 2 souveränen Siegen in der Juniorenklasse wollte ich auch den dritten Lauf gewinnen. Dies gelang mir diesmal erneut, auch wenn die Beine an diesem Tag nicht wirklich rund liefen. Neben den beiden Sebastians (Sczrauzner und Mordmüller) sowie dem zweitplatzierten Elitefahrer Matthias Frohn war diesmal auch der U23-Nationalfahrer Markus Schulte-Lünzum nach Bocholt gekommen. Die Vier jagten am Start los, als gelte es das Rennen nach einer Runde schon im Sprint zu gewinnen. Eine kleine Unaufmerksamkeit in der zweiten Kurve, ich verlor den Kontakt zur Gruppe und ab da war das Rennen eigentlich durch; das kleine Loch von 10 Metern konnte ich logischerweise nicht mehr zufahren und so konzentrierte ich mich darauf, mein Tempo zu halten und nicht mehr zu überdrehen. Wie gesagt, die Beine liefen ohnehin nicht so wie an den beiden Wochenenden vorher. Am Ende reichte es erneute zu einem Sieg mit großem Vorsprung in der Juniorenklasse, dreimal Eins heißt logischerweise auch, Erster Gesamt. Insgesamt war ich mit den Rennen sehr zufrieden, meine Fitness ist für diesen frühen Saisonzeitpunkt schon ordentlich und bei den ersten Rennen in der Juniorenklasse  gleich ganz oben auf dem Podium, was will man mehr? Ich werde mich nun wieder etwas auf die Schule konzentrieren, bevor es dann Ende Februar für 3 Wochen zum Grundlagentraining nach Mallorca geht. Da wird die Form dann hoffentlich weiter ausgebaut, damit ich beim Saisonauftakt, dem ersten Lauf zum Racers Bike Cup in Liechtenstein am 27.3.2011, gut dabei bin. (17.1.2011)   FOTOS: -> HIER

 

Gesamtsieger Winterrenserie RC77 Bocholt
v.l.n.r. Florian Kortüm (Team Bergamont), Ben Zwiehoff (Team Bergamont), Mike Hörning (RC 77 Bocholt)

 

Alle Jahre wieder..., die zweite...
 

Sonntags im Januar, 5 Grad, Sonne und eine Strecke in Bocholt, die wirklich überrascht hat. Alle Fahrer, die zum zweiten Lauf der Winter-Rennserie gekommen waren, hatten nach dem Tauwetter und Regen mit einer tiefen und matschigen Strecke gerechnet. Tatsächlich war es zwar feucht, aber fest, also beste Voraussetzungen für ein wirklich schnelles Rennen. Dieses wurde es dann auch. Nachdem in der letzten Woche viele Fahrer noch im Urlaub weilten, war diesmal ein deutlich größeres Fahrerfeld zu sehen. Den Start erwischte ich perfekt, direkt am Hinterrad des späteren Siegers, Sebastian Sczrauzner, konnte ich dem Gewühl im Feld entgehen. Während Sebastian sich vorne mit einem Fahrer vom C3-Team battelte, hatte ich ebenfalls einen prominenten Kontrahenten. Sebastian Mordmüller vom Racingteam Bad Salzdetfurth, einer der Top-Elitefahrer im NRW-Cup des letzten Jahres, war auch nach Bocholt gekommen. Mit ihm harmonierte ich 9 von 13 Runden nahezu perfekt, so dass es uns gelang, einen großen Vorsprung auf Platz 5 herauszufahren.  In den letzten Runden musste ich etwas kürzer machen, offenbar steckte mir der BDR-Lehrgang am Feldberg in der letzten Woche doch noch etwas in den Knochen. Am Ende wurde ich erneut 4. im Gesamteinlauf und damit auch wieder Erster in der Juniorenklasse.  Ich freue mich jetzt auf das Finale in der nächsten Woche, das gleichzeitig auch der erste Lauf zur Bezirksmeisterschaft MTB ist. FOTOS -> HIER (9.1.2011)

Alle Jahre wieder...
 

... startet die Saison in Bocholt bei der traditionellen Winter-Rennserie des RC77 Bocholt. Erstmals durfte ich als Juniorenfahrer im Hauptrennen an den Start gehen und es war schon ein komisches Gefühl zwischen all den Elite- und Seniorenfahrern in der ersten Reihe zu stehen. Nach dem Start ging ich sofort mit dem späteren Sieger Sebastian Szcrauzner mit. Dass er als erfahrener MTB-Worldcup-Elitefahrer zu schnell für mich ist, war klar, doch so kam ich wenigstens aus dem Gewusel im großen Feld heraus. Schnell zog sich das Feld auseinander; vor mir lag neben Sebastian noch ein Elite-Straßenfahrer aus Bonn und mit mir fuhr ein weiterer Straßenfahrer vom C3-Team. Mit ihm kämpfte ich bis zum Schluss hart um den dritten Platz, schließlich musste ich ihn aber ziehen lassen und kam wenige Sekunden hinter ihm als Vierter gesamt und souveränder Sieger in der Juniorenklasse ins Ziel. Mit diesem Ergebnis bin sehr zufrieden und fahre nun hochmotiviert zum ersten Athletik-Lehrgang des BDR-Nationalkaders 2011 auf´s Herzogenhorn im Schwarzwald. Pünktlich zum zweiten Rennen in Bocholt bin ich dann wieder da, wir sehen uns... (2.1.2011). Bilder aus Bocholt hier: Fotos Bocholt

 

 

3. Platz im ersten Juniorenrennen (LVM Cross 2011) !

Schmierseife, anders war die Piste in Rheine, auf der die Landesverbandsmeisterschaft im Cyclocross, also Querfeldeinfahren, ausgetragen wurde, nicht zu beschreiben. Tagelange Schneefälle und der morgens einsetzende Regen zeigten uns schon beim Abfahren der Strecke, welche Rutschpartie da auf uns zukommen würde. Für mich hieß es im ersten Juniorenrennen erst einmal ruhig bleiben und abwarten. Ich fuhr das Rennen voll aus dem Training heraus und wollte mich keinesfalls durch einen zu hohes Anfangstempo "abschiessen". Außerdem mußte ich, da es um die LVM 2011 ging, schon in der Juniorenklasse starten, obwohl ich ja bis Ende des Jahres noch Jugendfahrer bin. Ich ließ es daher ruhig angehen und sortierte mich in einer Gruppe ein, die um Platz 3 - 8 kämpfte; vorne waren zwei Fahrer aus Herford frühzeitig rausgefahren und machten den Sieg unter sich aus. Bis zur 3. von 7 Runden schaute ich mir die Fahrer in der Gruppe genau an, bevor ich dann einmal testen wollte, was so geht. Ein kurzer Antritt nach einem künstlichen Hindernis im Wald und plötzlich war nur noch ein Fahrer dabei. Wir fuhren so zwei Runden, bevor mein Konkurrent langsamer wurde. Ich nutzte seine Schwächephase, ging vorbei und konnte so den 3.Platz erobern. In den letzten beiden Runden galt es jetzt keinen Fehler mehr zu machen; ich fuhr also weiter hochkonzentriert und kam bei meinem ersten Juniorenrennen sofort aufs Podium. Nicht schlecht, wie ich finde. Jetzt heißt es aber weiter trainieren, mein Ziel ist ja nicht die Cross-Saison (ist mir auch ehrlich gesagt auf Dauer zu kalt) sondern die großen MTB-Rennen im nächsten Jahr. (06.12.2010)

 

(Danke an Werner Schulte-Lünzum für die Fotos !)

Ausgezeichnet !

Bei der Ehrung des Radsportbezirks rechter Niederrhein am vergangenen Sonntag erhielt ich überraschend den großen Wanderpokal für den besten Radsportler des Jahres im Radsportbezirk. Ich habe mich natürlich riesig über diese tolle Auszeichnung gefreut und nehme sie  gleichzeitig als Ansporn für das nächsten Jahr. Weitere Berichte udn Fotos auch unter www.bezirk-rechter-niederrhein.de !

 

Trotz Pech noch Platz 6 beim Roc d´azur !

Über 300 Fahrer waren in der U17-Klasse am Start und wir Deutschen mittendrin... Startplatz 120 war eigentlich keine besonders gute Ausgangsposition, aber mit vereinten Kräften gelang es uns 4 Deutschen bereits nach 500 Metern die Pace an der Spitze zu machen. Die Strecke war relativ einfach: Einzelzeitfahren auf der Straße nach dem Start, dann ein Hammerberg, eine Hammerabfahrt und dann wieder ein Einzelzeitfahren auf der Straße ins Ziel. Das ganze -wie der 30er Schnitt zeigt- auf einer superschnellen Strecke. Leider verloren wir einen unserer Mitstreiter, Jan Kalt, frühzeitig durch einen Defekt, der Rest Martin Frey, Lukas Baum und ich drückten aber weiter aufs Tempo und so waren ca. 2 km vor dem Ziel nur 2 Franzosen mit uns gemeinsam in einer Spitzengruppe ca. 30 Sekunden vor dem Rest des Feldes. Der Sieger würde aus dieser Gruppe kommen, das war klar. Gerade hatte ich überlegt, wie ich taktisch vorgehen wollte (meine "Sprintstärke" ist ja legendär) da knallte es und die gesamte Dichtmilch des Hinterreifens verteilte sich auf die Straße. Ein Riesenscherbe hatte den Reifen auf ca. 5 cm aufgeschlitzt, da hilft dann auch keine Dichtmilch mehr. Reifenwechsel ging nicht mehr, also auf der Felge ab ins Ziel. Logischerweise konnte ich das Tempo der Gruppe so nicht mehr voll mitgehen, trotzdem verlor ich nur rd. 40 Sekunden und kam noch auf Platz 6 ins Ziel. Geärgert habe ich mich trotzdem; ich hatte hammergute Beine und hätte zumindest gerne ins Finish um den Sieg eingegriffen. Glückwunsch an Lukas und Martin, die Platz 1 und 3 für Deutschland holten ! Was bleibt, ist eine superschöne Woche in der Sonne und die Gewissheit, dass an uns Deutschen international kaum ein Weg vorbei führt. Morgen geht´s in aller Ruhe nach Hause, wo noch zwei Wochen Herbstferien auf mich warten ! (10.10.2010) 

 

 

 

 

 

 

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